Rasen mähen – wie lang darf’s denn sein?

Der saftige, kurzgeschorene Englische Rasen meines Ex-Nachbarn beeindruckte mich einige Saisons. Ja, ich war neidisch. Der Mann lehrte mich aus Erfahrung: Rasengras verträgt den Schnitt nur bis zu einer spezifischen Wuchshöhe. Diese ideale Schnitthöhe muss man kennen und am Mäher einstellen.

Nicht zu tief mähen - das  rächt sichDie passende Einstellung ergibt sich durch den Rasentypus bzw. durch die Gräsermischung. Fakt: durch zu tiefes Schneiden sind die Rasenpflanzen nicht mehr in der Lage, neue Triebe und Blätter zu bilden. Dadurch ist der Gesamteindruck ungepflegt und es bilden sich Probleme und Krankheiten wie von allein.

So sollte ein Zierrasen aus Straußgras und Rotschwingel bis zu 2 cm tief gemäht werden. Zierrasen aus Wiesenrispe und Rotschwingel dagegen werden zwischen 3 und 5 cm hoch. Die meisten Gebrauchs- und Sportrasen, die einen hohen Anteil von Deutschem Weidelgras enthalten, mäht man nicht tiefer als 3, 5 cm.

Klar ist, dass der Rasen regelmäßig, immer gleichbleibend hoch und nie tiefer als bis zur Hälfte der Wuchshöhe geschnitten wird. Wenn also ein Mähtermin ausgefallen ist, darf das Gras nur bis zur Hälfte der Gesamthöhe abgeschnitten werden. Für den Hausrasen reicht es, wenn man ihn alle 7-10 Tage mäht. Alte Weisheit: Je kürzer der Rasen gemäht wird, desto öfter muss er wiederum geschnitten werden.

Kommentar schreiben Mittwoch, 26. Mai 2010 M. Morell

WM: 24 Seiten Rasenpflege und 28 mm Länge

RasenschauIm Focus Magazin gibt es Einzelheiten zum neuen WM-Rasen zu lesen. Der Rollrasen, der per Lastwagen z. B. aus Hessen oder den Niederlanden anrollen wird, soll weltmeisterliche Qualität haben.

»Eine Mischung aus 25 Prozent Weidelgras (Lolium perenne) und 75 Prozent Wiesenrispe (Poa pratensis) wurde von den Rasenexperten als Nonplusultra ausgewählt. Welch hohen Stellenwert der Untergrund hat, beweist ein 24 Seiten starkes Handbuch. Vom Mähen im vorgeschriebenen Schnittmuster über die Beregnung bis hin zur Düngeprozedur ist alles bis ins kleinste Detail vorgegeben, damit Ronaldinho, Ballack und Co. auf optimalem Untergrund passen und dribbeln können.

Bei den WM-Spielen dürfen die Halme nicht höher sein als 28 Millimeter. Der Weltverband FIFA lässt für das Schnittmuster zwei Varianten zu: parallele Längs- oder Querstreifen. Allerdings scheint sich der Querstreifen bei den „Greenkeepern“ durchzusetzen, um den Schiedsrichtern ihre Arbeit – vorwiegend bei Abseitsentscheidungen – zu erleichtern.«



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Kommentar schreiben Freitag, 19. Mai 2006 M. Morell

Gras: die Mischung macht`s

Spiel-und Sportrasen mit besonderen EigenschaftenEs gibt eine große Anzahl von Gräserarten für Landschaftsrasen, aber nur wenige sind für Haushalts-Rasenflächen in engerem Sinne geeignet und sind entsprechend züchterisch bearbeitet. Bei der Auswahl kommt es darauf an, dass die richtigen Gräserarten in den jeweiligen Mischungen enthalten sind. Alle Rasengräser gehören zur Familie der Süßgräser. Es gibt Unterschiede im Bau und Aussehen und jede Art weist typische Merkmale auf, die eine Bestimmung ermöglichen. Ganz grob können die Rasengräser nach ihrer Wuchsform eingeteilt werden. Horstartig wachsen z. B. Deutsches Weidelgras und Horstrotschwingel. Unterirdische Ausläufer hat die Wiesenrispe. Oberirdische Ausläufer weist das Flechtstraußgras auf.

Für eine sichere Definition der einzelnen Gräserarten gibt es gute Bestimmungsschlüssel. Eine kurze Beschreibung der Eigenschaften, der Leistungen und Einsatzmöglichkeiten findet sich auf der hervorragenden Seite der Deutschen Rasen Gesellschaft unter „Rasen-Basis“.



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1 Kommentar Sonntag, 7. Mai 2006 M. Morell

WM-Rasen wächst noch an geheimer Stelle

Fussi-RasenAn geheimer Stelle wächst derzeit der Rasen für die Fußball-WM heran. Die Geheimhaltung ist nicht nur zum Schutz des Grüns vor mutwilliger Zerstörung nötig, sondern auch wegen erfahrungsgemäss stark fetischistischer WM-Rasen-Verehrung der Fußball-Fangemeinde. Nur eine Handvoll Menschen kennen deshalb die Flächen. Ausgesät wurde bereits vor 13 Monaten.

In der zweiten Mai-Woche wird der WM-Rasen in bekannter Manier mit Wurzeln abgeschält, in 1,20 Meter breiten Streifen aufgerollt und in den Stadien verlegt. Zur WM ist eine ganz neue Sorte aus 75 Prozent Wiesenrispe und 25 Prozent Weidelgras zusammengestellt worden, die besonders viel aushält. Die Mischung soll eine amerikanische sein.

Mit gewöhnlichem Rasen für den Hausgarten haben die Fußball-Spielfelder nichts gemein. Mit dem Untergrund fängt es an und dabei ist die Durchlässigkeit am wichtigsten: Auf einer Kies-Sand-Schicht liegen in 25 Zentimeter Tiefe viele Kilometer Heizungsleitung. Darüber eine Schicht sauberer Sand und darauf die so genannte Rasentragschicht aus Oberbodenschicht und noch einmal Sand. Erst darauf kommt der grüne Rollrasen.

1 Kommentar Donnerstag, 27. April 2006 M. Morell

1 : 0 fürs Grün

Ja, wo ist denn der Halm?Was wird die Pflanze des Jahres 2006 sein? Fragen wir doch einfach mal das weltweite Publikum. Geschätzt wird, dass bis zu zwei Milliarden Menschen den Blick auf das WM-Grün werfen. An der Qualität des rechteckigen Grüns mit weißen Streifen wird zukünftig vermutlich die ganze Nation gemessen. Sind wir nicht alle Greenkeeper?

Begutachtet, bewertet, ab- und eingeschätzt zu werden – kennen wir das nicht aus dem täglichen nachbarlichen Gartenleben? Wie oft schaut das „Rasenkompetenzteam“ mal eben mit prüfendem Blick über den Zaun und gibt Kommentare ab. Wenn Nachbarn erst einmal loslegen, dann sieht man kein grünes Land mehr. Da helfen auch keine Rechtfertigungen, wie „Ich wollte doch nur eine schöne grüne Fläche und keine Profi-Spielwiese wie bei Celtic Glasgow, Manchester United, Juventus Turin, FC Porto oder Ajax Amsterdam“. Nun verhält sich natürlich nicht jeder Nachbar so, als gehöre er der „Initiative WM-Rasen e.V.“ an mit der Lizenz zum Verbessern aller weltweiten Rasenflächen.

Es ist bekannt, dass jeder Rasen sein eigenes Gesicht hat, geprägt durch Mischung der Gräser, Schnittmuster und Schnitthöhe. Die einen lieben den filigranen Zierrasen, andere sind überhaupt froh, wenn sich hin und wieder flächendeckendes Grün zeigt. Kenner sind total von der Rolle, wenn der ausgerollte Rasen in Null-Komma-Nix liegt. Und die echten Fußballprofis? Sie wollen ein festes, dichtes und kurz geschnittenes unfallreduzierendes Gras. Wer will schon – wenn er mal fällt – während des Spiels ins Gras beißen? Und da Gras nicht gleich Gras ist, heißt die botanische Formel fürs WM-Grün (WM steht vermutlich für Wiesen-Mischung) 75 Prozent Wiesenrispe (Poa pratensis) und 25 Prozent Wiesenrispe(Lolium perenne). Wie auch immer zusammengestellt, der Rasen bleibt weiterhin grün. Gut so. Grün beruhigt, sollte es wirklich mal aufregend werden.

Eine echte Weltmeisterleistung offerieren Saatanbieter: Dort wird eine bis zu 30 Prozent schnellere Keimung durch Keimfix-Wirkstoff versprochen. Und wer wünscht sich das nicht. Extrem belastbar und 40 Prozent weniger Schnittgut als bei „billigem“ Rasen. Fazit: Hast Du einen guten Rasen, dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

Ob folgende Idee (erstmalige in der Geschichte des Weltverband FIFA) klappt? Wer weiß. Man muss nicht an der unmittelbaren Quelle sitzen, dennoch können sich Fußball-Fans legal ein Stückchen Finalrasen (30 mal 20 Zentimeter) für 75 Euro pro Stück zusenden lassen. Da möchte ich dann mal die staunenden Augen und offenen Münder der Nachbarn sehen, wenn man die Wiesenrispe – ein Rasen mit „Charakter“ in den Händen hält.

1 Kommentar Sonntag, 2. April 2006 John Langley


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