Versiegelung nicht erwünscht – der Garten als Wasserspeicher

Gerade kommen sintflutartige Wassermassen aus dunklen Wolken hier oben in Bremen herunter und es blitzt. Denkt man dabei an die verheerenden Überschwemmungen letztes Jahr und auch ndieses Frühjahr, kann man sich fragen: Was lässt sich vorbeugend tun? Kann ich selbst etwas dazu beitragen oder überlasse ich es der Politik? Nicht nur Bäche, Flüsse und Seen haben Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, sondern auch das eigene Grundstück, der Garten und das Haus beeinflussen den Wasserkreislauf. Wenn das Regenwasser überall auf natürlichem Weg versickern kann, statt über die Kanalisation abtransportiert zu werden, ist schon viel gewonnen. Allein Rasenflächen binden große Mengen Wasser.

Werden versiegelte Flächen wieder geöffnet, so kommt dies auch der Schönheit und der Qualität des Gartens zugute. Verzichten Sie bei Terrassen auf einen Beton-Unterbau. Ziegel, Platten oder Pflaster liegen genauso sicher in Kies und Sand. Dies gilt auch für die Gartenwege. Breite Fugen zwischen den Platten können z. B. Thymian und Andenpolster Lebensraum bieten und nehmen auf natürliche Weise das Regenwasser auf. Mit Wasser gebundene Beläge lassen sich auch gut begehen; für wenig betretene Flächen bietet sich Rindenmulch als Bodenbelag an. All dies lerne ich, wenn ich mit meinen Kunden, den „Gärtnern von Eden“ zusammenarbeite.

Kommentar schreiben Freitag, 20. Januar 2012 M. Morell

Achtung Rasenbrand: anhaltende Trockenheit und falsche Bewässerung stressen Halm und Wurzel

In vielen Regionen Deutschlands verbrennen zur Zeit immer mehr Rasenflächen, weil kaum noch Niederschlag kommt und mit Leitungswasser gespart oder falsch beregnet wird. Wenn es regnet, reicht die Menge nicht, um tiefer an die Wurzeln zu gelangen. Nach dem Urlaub kommt die Überraschung. Rasen kann sich zwar erholen, es gibt jedoch Grenzen.

Säuft und säuft.Rund um Berlin im „Märkischen Sand“ sind Rasenfreunde zur Zeit in heller Aufruhr. Sattes Grün wandelt sich in beige-braune Steppe. Dieser Sommer ist besonders trocken, Tausende Liter Wasser sind wie ein Tropfen auf den heissen Stein. Man muss wissen: Rasengräser bestehen zu fast 9o Prozent aus Wasser. Ohne Sprengen wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Punkt. Abgestorben wirkende Flächen haben jedoch ein erstaunliches Wiederbelebungspotential, das sich nach ausgiebigem Regen immer wieder zeigt. Der Wasserbedarf eines Rasens hängt wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen [Durchlässigkeit] sowie von dem jeweiligen Rasentyp und vom Relief ab.

Vor Welkebeginn sollte der Rasen im Abstand von 7 bis 14 Tagen am besten frühmorgens wurzeltief durchfeuchtet werden, das bedeutet, das Wasser sollte 1o bis 15 cm in den Wurzelbereich eindringen. Daraus ergibt sich je nach Bodenart etc. eine Beregnungsmenge von 15 bis 25 l/qm. So bleiben die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten und wachsen nicht flach, was sich verheerend auswirkt und die Trockenanfälligkeit nur noch erhöht. Deshalb: Zu häufiges Beregnen mit geringen Wassergaben sollte unterbleiben. Bewässern mit zu hohen Wassermengen ebenso. Denn beides verursacht das ungesunde Flachwurzeln. Die beste Zeit zum Beregnen ist frühmorgens, damit der Bestand über den Tag schnell wieder abtrocknet. Gräser unter Bäumen benötigen trotz Schattens häufiger Wasser. Der Baum will auch leben und holt sich, was er braucht.

Automatische Beregnungsanlagen haben sich bewährt. Sie bringen das Wasser effizient an die Wurzeln. So kann auch während des Urlaubs nichts verbrennen. Einbauen braucht Erfahrung. Im Bereich Berlin/Brandenburg ist z.B. Jens Biewendt verstärkt unterwegs. Man kann ihn anrufen: www.potsdamer-gaerten.de

2 Kommentare Sonntag, 5. Juni 2011 M. Morell

Rasen im Winter: Wasser ablassen

Januar und Februar sind dieses Jahr definitiv zu milde und zu feucht. Das macht den Rasen zwar schon ordentlich grün, es zeigen sich aber hier und dort Wasseransammlungen, Pfützen und bereits modrige Stellen. Insbesondere, wenn Laub mit im Spiel ist und die Gerbsäure plus Luftabschluss Wirkung zeigt.

Eigentlich könnte man sich mit der Rasenpflege noch etwas Zeit lassen. An Stellen, wo sich Pfützen bilden, sollte man jetzt aber für den Abfluss des Wassers sorgen. Sonst gibt es Probleme. Stechen Sie dazu mit einer Gabel in den Boden ein, damit es anschließend abfließen kann.

Tipp: Mit Eisensulfat (Moosvernichter) lässt sich bald am besten Moos entfernen. Dünn darüber gestreut wird das Moos ganz schwarz und stirbt nach zwei Wochen. Wie man es entfernt und den Boden belüftet, das bespreche ich hier, sobald es etwas wärmer und trockener wird.

Fachleute meinen, man brauche Eisensulfat nicht einzusetzen. Ein gesunder, gut behandelter Rasen, danke es einen mit gesundem Wuchs und Moosresistenz. Daran ist etwas.

Mehr Infos bei der Deutschen Rasengesellschaft e.V. www.rasengesellschaft.de



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5 Kommentare Samstag, 3. Februar 2007 M. Morell

Sommerhitze: wieviel Wasser darf’s für Rasen denn sein?

Aus halbwegs saftigen Rasenflächen sind jetzt in der Sommerhitze und Trockenheit wieder teilverbrannte Areale geworden, die sich nur langsam erholen, gerade nach Abwesenheit. Was hilft neben Stärkung durch Mineralien auch beim Wässern? Konsequenz!

sodenStellt sich die Frage, wieviel Wasser ein Rasen tatsächlich braucht. Rasengräser bestehen zu 75 – 90 % aus Wasser. Es ist sowohl für den Stoffwechsel, als auch den Nährstofftransport und die Kühlung der Pflanze unverzichtbar. Bereits der Verlust von 5 – 10 % führen zum Absterben der Gräser. Der Wasserbedarf unserer Grasarten ist unterschiedlich. Nimmt man die Verdunstung als Maß für den Bedarf ergibt sich folgende Reihenfolge:

Rotschwingelarten < Deutsches Weidelgras < Wiesenrispe = Rohrschwingel = Flechtstraußgras = Jährige Rispe

Der effektive Wasserverbrauch der Gräser hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab. Dazu zählen in erster Linie die Temperatur, die Grasart, die Nachlieferung aus dem Boden und möglicher Wind, der großen Einfluss auf die Verdunstung hat. Es gelten nach meinem Fachbuch folgende Faustzahlen:

Tageshöchsttemp. (°C) Wasserverbrauch (l/qm) Beregnungsintervall (Tage)

< 20 < 2 > 10

20 – 22 2 – 3 7 – 10

25 – 30 3 – 4 5 – 7

> 30 > 5 4

Kommt zu diesem Temperatureinfluss Wind hinzu, der die Verdunstung erhöht, liegt der Wasserverbrauch wesentlich höher.


1 Kommentar Montag, 11. September 2006 M. Morell

Weltmeisterrasen – so klappt’s auch im Vorgarten

Schippe mit GrassodenDas kräftige Grün eines gepflegten Rasens begeistert uns mitten in der Fußball-Weltmeisterschaft ganz besonders. Viele jedoch mögen Rasen nicht mehr wirklich sehen – auf vielen Werbeplakaten, in Geschekeshops, in Werbespots und häuslichen „WM-Studios“ dominiert der sonst so natürliche und beruhigende Grünton. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie jedenfalls geben uns trotzdem oder erstrecht Tipps zur meisterlichen Rasenpflege im Hausgarten. Das haben wir alles schonmal irgendwo ähnlich gelesen, doch geben wir es hier gern nochmal kompakt heraus, weil es im Kern wahr ist und wahr bleibt:

»Der lange, nasse und in manchen Gegenden schneereiche Winter hat auf vielen Rasenflächen seine Spuren hinterlassen: Kahle Stellen und mit Moos bedeckte Flächen sind keine Seltenheit. Doch meist lassen sich mit einfachen Mitteln die schadhaften Stellen beseitigen.

Moos tritt vor allem im Schatten und auf schlecht versorgten Flächen auf: Ein niedriger pH-Wert ist nicht unbedingt ursächlich, da Moos auch auf kalkhaltigen Böden auftritt. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Entfernung des Mooses. In besonders schattigen Bereichen sollte über eine Pflanzung mit niedrigen, Schatten liebenden Stauden nachgedacht werden, da selbst der so genannte Schattenrasen eine ordentliche Portion Sonnenstrahlen benötigt.

Die meisten Unkräuter können sich besonders gut ausbreiten, wenn die Rasengräser keine geschlossene Grasnarbe bilden: Klee im Rasen deutet auf eine mangelnde Stickstoffversorgung hin. Ein problematisches, unerwünschtes Gras auf neu eingesäten Flächen stellt die Hirse dar. Sie wächst besonders bei heißer Witterung. Der regelmäßige Schnitt verhindert die Ausbreitung. Nicht durch die Schnittwerkzeuge des Rasenmähers erfasst werden Pflanzenarten, die sich rosettenartig aus-breiten. Dazu gehören Löwenzahn, Breitwegerich und Fadenehrenpreis. Sie lassen sich gut ausstechen, was zwar mühselig, aber effektiv ist. Eine gezielte Stickstoffdüngung kann zudem Abhilfe schaffen.

Werden die kahlen Stellen nachgesät und ausreichend gewässert, können Sie sich in sechs bis acht Wochen wieder über eine geschlossene Rasenfläche freuen.

In den meisten Hausgärten ist beim Rasenmähen eine Schnitthöhe von 3,5 bis 4 cm ideal: Kann der Rasen nicht regelmäßig gemäht werden oder ist er nach einer Mähpause im Urlaub sehr hoch, darf das lange Gras nicht radikal gekürzt werden. Schneiden Sie nie mehr als 3o bis 5o Prozent der Wuchshöhe ab. Ist der Rasen sehr hoch, mähen Sie ihn in einem Abstand von 8 bis 14 Tagen in Etappen auf die gewünschte Höhe. Das Schnittgut darf nur dann auf der Fläche verbleiben, wenn es in geringen Mengen und stark zerkleinert gleichmäßig verteilt wurde.

Zum Gießen wird je nach Bodenbeschaffenheit, Hangneigung, Standort und Pflegezustand eine recht unterschiedliche Menge an Wasser benötigt: Wässern Sie in größeren Intervallen, dafür aber reichhaltig. Dadurch dringen die Wurzeln des Rasens tiefer ein und können sich gut verankern. Flachwurzelnde Wildkräuter werden zudem verdrängt. Eine Filzschicht im Rasen wirkt wie eine Abdichtung und verhindert, dass das Wasser in den Boden eindringt. Aus diesem Grund ist das Vertikutieren eine wichtige Pflegemaßnahme für einen gepflegten und vitalen Rasen.«




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Kommentar schreiben Donnerstag, 29. Juni 2006 M. Morell

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