Rasen-Unkräuter: Reissen, rupfen, brennen, schneiden

rasenfuesse_422_2721Schon wieder Unkräuter im Rasen? Werden Sie nicht zum Sklaven ihres Rasens!. Bedenken Sie, dass diejenigen Kräuter und Gräser am besten im Rasen gedeihen, die unter den jeweiligen örtlichen Bedingungen (Bodenart, Säurewert, Nährstoffversorgung, Besonnungsgrad, Staunässe) von Natur aus ihr bestes Fortkommen finden. In der Regel bildet sich nach und nach ein Rasen heraus, der für die jeweiligen Bodenverhältnisse und die Beanspruchung der richtige ist. Das ist doch vollkommen in Ordnung. In England würde man bei einem verkrauteten Rasen, mit den nötigen Geldern und ausreichend Helfern gesegnet, den Rasen abschälen und mit großtechnischem Gerät den Boden an Ort und Stelle dämpfen und damit neben allen nützlichen Bodenorganismen den Unkrautsamen den Garaus machen.

Ein anderer Weg ist es, Herbizide zu verwenden. Diese Mittel wirken wohl gut gegen Fingerkraut, Gänseblümchen, Hahnenfuß, Klee, Löwenzahn, Wegerich, Ampfer, Ehrenpreis, Hirtentäschel, Kletterlabkraut, Mastkraut und Vogelmiere, sind aber weniger wirksam gegen Braunelle, Hornkraut und Günsel und ist nicht ausreichend wirksam bei Gundermann, Scharfgabe, Giersch sowie so genannten Ungräsern. Sie nützen also auch nichts gegen die Rasenschmiele und sind nicht ohne Folgen für das Boden-Gleichgewicht.

Der größte Arbeitsaufwand wäre es, wenn man den Rasen untergräbt, planiert und Rollrasen samt unkrautfreier Erde auftragen lässt. Vorher würde ich jedoch einen einfacheren Weg gehen und im nächsten Frühjahr eine Verjüngungskur für den Rasen vornehmen. Dann kann man nach dem Vertikutieren 200 bis 300 Gramm Tonmineralien pro Quadratmeter ausstreuen, um eine gute Voraussetzung für die Humusbildung zu schaffen. Zum anderen sollte der Boden, da er meist versauert ist, aufgekalkt werden; dies hat aber kontrolliert zu geschehen; die dazu notwendigen pH-Streifen gibt es im Gartenhandel. Eine schockartige Aufkalkung ist auf keinen Fall zu empfehlen, da eine solche Maßnahme zur Blockierung anderer Nährstoffe führt. Sandboden sollte nicht höher als pH 5,5 bis 6 aufgekalkt werden. Als eine milde, für Bodenorganismen gut verträgliche Kalkart eignet sich Kalkmergel, der zum anderen viele Tonmineralien enthält.

1 Kommentar Freitag, 25. Mai 2012 M. Morell

Rasenpflege – so bekommt man Englischen Rasen

Wie machen die Engländer das bloß, dass ihr Rasen so wunderbar grün, dicht, geschlossen und ohne Unkräuter ist und bleibt?

Es ist pure Liebe, es ist volle Hingabe und viel, viel ausdauernde Fleissarbeit. Und Konsequenz im Handeln. Gartentechnik.de bietet eine brauchbare Übersicht zum Thema Rasenpflege English Style, so kann es doch noch was werden dieses Jahr. Die Nachbarn werden staunen. Ein gleichmäßiges, dichtes, Englisches Schnittbild (jedoch ohne Stripes) bekommt man übrigens mit dem Automower. Und zwar ganz ohne Mühe:

2 Kommentare Sonntag, 13. Mai 2012 M. Morell

Weltmeisterrasen – so klappt’s auch im Vorgarten

Schippe mit GrassodenDas kräftige Grün eines gepflegten Rasens begeistert uns mitten in der Fußball-Weltmeisterschaft ganz besonders. Viele jedoch mögen Rasen nicht mehr wirklich sehen – auf vielen Werbeplakaten, in Geschekeshops, in Werbespots und häuslichen „WM-Studios“ dominiert der sonst so natürliche und beruhigende Grünton. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie jedenfalls geben uns trotzdem oder erstrecht Tipps zur meisterlichen Rasenpflege im Hausgarten. Das haben wir alles schonmal irgendwo ähnlich gelesen, doch geben wir es hier gern nochmal kompakt heraus, weil es im Kern wahr ist und wahr bleibt:

»Der lange, nasse und in manchen Gegenden schneereiche Winter hat auf vielen Rasenflächen seine Spuren hinterlassen: Kahle Stellen und mit Moos bedeckte Flächen sind keine Seltenheit. Doch meist lassen sich mit einfachen Mitteln die schadhaften Stellen beseitigen.

Moos tritt vor allem im Schatten und auf schlecht versorgten Flächen auf: Ein niedriger pH-Wert ist nicht unbedingt ursächlich, da Moos auch auf kalkhaltigen Böden auftritt. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Entfernung des Mooses. In besonders schattigen Bereichen sollte über eine Pflanzung mit niedrigen, Schatten liebenden Stauden nachgedacht werden, da selbst der so genannte Schattenrasen eine ordentliche Portion Sonnenstrahlen benötigt.

Die meisten Unkräuter können sich besonders gut ausbreiten, wenn die Rasengräser keine geschlossene Grasnarbe bilden: Klee im Rasen deutet auf eine mangelnde Stickstoffversorgung hin. Ein problematisches, unerwünschtes Gras auf neu eingesäten Flächen stellt die Hirse dar. Sie wächst besonders bei heißer Witterung. Der regelmäßige Schnitt verhindert die Ausbreitung. Nicht durch die Schnittwerkzeuge des Rasenmähers erfasst werden Pflanzenarten, die sich rosettenartig aus-breiten. Dazu gehören Löwenzahn, Breitwegerich und Fadenehrenpreis. Sie lassen sich gut ausstechen, was zwar mühselig, aber effektiv ist. Eine gezielte Stickstoffdüngung kann zudem Abhilfe schaffen.

Werden die kahlen Stellen nachgesät und ausreichend gewässert, können Sie sich in sechs bis acht Wochen wieder über eine geschlossene Rasenfläche freuen.

In den meisten Hausgärten ist beim Rasenmähen eine Schnitthöhe von 3,5 bis 4 cm ideal: Kann der Rasen nicht regelmäßig gemäht werden oder ist er nach einer Mähpause im Urlaub sehr hoch, darf das lange Gras nicht radikal gekürzt werden. Schneiden Sie nie mehr als 3o bis 5o Prozent der Wuchshöhe ab. Ist der Rasen sehr hoch, mähen Sie ihn in einem Abstand von 8 bis 14 Tagen in Etappen auf die gewünschte Höhe. Das Schnittgut darf nur dann auf der Fläche verbleiben, wenn es in geringen Mengen und stark zerkleinert gleichmäßig verteilt wurde.

Zum Gießen wird je nach Bodenbeschaffenheit, Hangneigung, Standort und Pflegezustand eine recht unterschiedliche Menge an Wasser benötigt: Wässern Sie in größeren Intervallen, dafür aber reichhaltig. Dadurch dringen die Wurzeln des Rasens tiefer ein und können sich gut verankern. Flachwurzelnde Wildkräuter werden zudem verdrängt. Eine Filzschicht im Rasen wirkt wie eine Abdichtung und verhindert, dass das Wasser in den Boden eindringt. Aus diesem Grund ist das Vertikutieren eine wichtige Pflegemaßnahme für einen gepflegten und vitalen Rasen.«




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Kommentar schreiben Donnerstag, 29. Juni 2006 M. Morell


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