Renovierung: Schnelles Vorher/Nachher und alles ohne Umgraben?

Auf der Seite gartenatelier.de findet man eine Anleitung zum Trimmen von abgewirtschaftetem Rasen. Und das liest sich so:

Jibbt det det?»Nach mehreren Jahren siedeln sich im Rasen Fremdgräser und Wildkräuter an, und die Rasennarbe ist durch zu starkes Begehen zerstört. Sollte der Rasen sich nicht mehr aus eigener Kraft erneuern, dann muss er behandelt werden. Heute kann man schon nach sechs bis acht Wochen wieder einen dichten Rasen haben, ohne ihn vorher komplett umzugraben.

Dies vollzieht sich in folgenden Arbeitsschritten:
– alten Rasen so tief wie möglich mähen, Schnittgut entfernen
– Rasen vertikutieren, Rasenfilz beseitigen
– Fläche mit einem Starterdünger gleichmäßig düngen
– Saatgut gleichmäßig und sparsam aufbringen
– gesamte Fläche mit einer dünnen Schicht Torf bedecken
– Fläche fein beregnen, 1 – 2 Wochen feuchthalten, der Torf darf nie abtrocknen
– nach vier Wochen etwa einen Spezialdünger auf die Rasenfläche ausstreuen
– sind die Gräser etwa 8 cm hoch sind, auf ca. 4 cm Höhe heruntermähen
– einmal wöchentlich mähen
– nach 6 Wochen ist der Rasen dicht«

Nun frage ich mit ernsthaftem Interesse: Ist das der Weg? Geht das? Ist das der Weg der Profis? Oder ist das ein PR-Vorstoss der Torf- und Dünger-Vertreiber?
Bitte Feedback, wir wollen es wirklich, wirklich wissen.

3 Kommentare Montag, 30. April 2012 M. Morell

Saftigen Rollrasen einfach ausbringen: Mach den Bodentest und dünge

rasngrossImmer wieder fragen Gartenbesitzer beim Beratungstelefon an, woran sie merken, ob der Bodengrund für die Rollrasenausbringung gut genug ist. Eigentlich sollen solche Arbeiten vom Fachmann ausgeführt werden, wenn man an seine Grenzen kommt. Der lokale Fachmann hilft telefonisch gern weiter:

Man macht einen ganz einfachen Bodentest: Drückt man den Oberboden der zukünftigen Rasenfläche in der Hand zu einem Ball zusammen und fällt dieser Klumpen beim öffnen der Hand nicht wieder auseinander, dann ist der Boden zu „fett“ und muß mit Sand (Grob- oder Mittelkorn), Kies, Kalk, Lavagrus, Granulate, Styromull u. ä. vermagert werden. Dann kommen noch die Frage nach ph-Wert, Nährstoffreserve, Wasser- und Luftdurchlässigkeit sowie Bodenaktivität. Diese Fragen sind durch eine Bodenuntersuchung zu klären. (Bieten meine Kunden auch an.)

Bitte: Auf gar keinen Fall Torf untermischen! Im Rasenboden ist Torf sehr unvorteilhaft. Der Boden wird nicht lockerer, sondern es entsteht eine Verdichtung und Verschlämmung, die nicht nachträglich durch Umgraben oder Aerifizieren behoben werden kann. Nach der Verwendung von Torf erhält man sehr schnell eine vermooste und schmierige Rasendecke. Mehr dazu zum Download bei Freund Jonni

Kommentar schreiben Sonntag, 30. Mai 2010 M. Morell


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