Gartenplanung 2012 – Welche Bodenbedingungen braucht ein Rasen zum Wachsen?

Die vorherrschenden Bodenbedingungen haben einen großen Einfluss darauf, ob sich der Rasen den Erwartungen entsprechend entwickelt und viel Freude bereitet.

Auch, wenn die Rasenfläche wesentlich schneller nutzbar ist, als bei klassischem gesäten Rasen, muss auch für die Anlage einer Grünfläche mit Fertigrasen der Boden vorher entsprechend vorbereitet werden, insbesondere wenn der Boden keine optimalen Bedingungen mitbringt. Zwar ist gerade Fertigrasen sehr resistent im Gegensatz zu eingesätem Rasen und auch das Ergebnis ist wesentlich gleichmäßiger, aber um sich nachhaltig gut zu entwickeln, braucht Fertigrasen ebenso gut die für eine gutes Rasenwachstum notwendigen Voraussetzungen.

Wie so häufig im Leben – die richtige Mischung macht es und genau das gilt auch für einen guten Boden, auf dem ein Fertigrasen verlegt werden soll. Der ideale Gartenboden ist von krümeliger, nährstoffreicher Struktur und kann bei guter Belüftung trotzdem ausreichend Wasser speichern. Diese Eigenschaften werden durch ein Zusammenspiel der Bodenbestandteile Sand, Lehm, Ton & Humus erreicht. Fehlen Bestandteile im Boden, können diese aber durch das manuelle Einbringen derselben angereichert werden und der Boden wird qualitativ besser. Nach der Aufbringung von Fertigrasen werden die Bodenverbesserungen dann schnell sichtbar, indem der Fertigrasen in saftigem Grün steht und belastbar ist.

Das Vorkommen von Lehm, Humus und Sand ist auch für Laien durch einen einfachen Test erkennbar.

Leichter, sandiger Boden:

– hat oftmals einen hohen Sandanteil
– lässt sich nicht formen und rieselt durch die Finger in der Hand
– in der Regel keine Probleme mit Staunässe
– gut belüftet
– oft eher nährstoffarm und nur eine geringe Speicherfähigkeit an Wasser

Rasen, der auf leichtem und sandigen Boden angelegt wird, egal ob Fertigrasen, Fertigrasen, Teppichrasen oder auch frisch gesäter Rasen, kann auf diesen oft ausgelaugten und wasserarmen Böden nur eingeschränkt gut gedeihen. Daher ist hier eine gute Düngung und vermehrtes Wässern notwendig.Um aber ein gutes Anwachsen der Fertigrasen-Fläche zu ermöglichen und auch um einen saftig grünen Rasen zu erhalten, sollten aber die Maßnahmen zur korrekten Versorgung mit Nährstoffen und Wasser durchgeführt werden.

Normaler Boden

– Mischung aus Sand, Lehm, Humus
– formbar, aber nicht zu stark verdichtet
– große Anzahl an Mikroorganismen
– gute Speicherfähigkeit von Nährstoffen und Wasser

Dieser sehr gut für Rasen in allen Variationen geeignet. Sowohl frisch gesäter Rasen, wie auch Fertigrasen honoriert diese Bodenbedingungen in der Regel mit einem saftigen Grün. Vor einer Aufbringung von Fertigrasen sind daher keine besonderen Maßnahmen notwendig. Die typischen Vorbereitungen der späteren Rasenfläche, wie ein Entfernen des Altrasens, das Herstellen der planen Fläche etc. sind natürlich trotzdem vorzunehmen, um eine unproblematische Aufbringung des Rollrasens zu ermöglichen. Gerade bei diesen Bodenbedingungen geht die Aufbringung von Fertigrasen sehr schnell und auch ein Anwachsen von Fertigrasen stellt kein Problem dar, so dass die Rasenfläche umgehend genutzt werden kann.

Schwerer Boden:

– sehr hoher Anteil von Ton oder Lehm
– große Verdichtbarkeit
– gute Speicherfähigkeit von Nährstoffen und Wasser
– Gefahr von Staunässe aufgrund der Verdichtung

Um dem Rasen auch bei diesen schwierigen Bedingungen eine Möglichkeit zu geben, in saftigem Grün zu stehen sind vielfältige Maßnahmen notwendig. Mechanische Auflockerung und auch das Untermischen von Kompost, Humus etc. kann notwendig sein, um die Dichte des Bodens zu verringern und die Eigenschaften zu verbessern. Auch vor der Aufbringung von Fertigrasen auf diesem Boden sind diese Maßnahmen notwendig. Zwar bringt Fertigrasen kleine eigene Erdschicht mit, aber trotzdem müssen diese Rasensorten Wurzeln im darunter liegenden Erdreich schlagen können und gleichzeitig vor der auftretenden Staunässe geschützt werden. Sonst ist die auch die Freude an frisch verlegtem Fertigrasen nur von kurzer Dauer. Vor der Aufbringung vom Fertigrasen sollte daher der Boden professionell vorbereitet und aufgelockert werden. Häufig sind dafür Maschinen notwendig, die nur ein Profi zu Verfügung hat. Nach der entsprechenden Präparation geht die eigentliche Aufbringung des Rollrasens auch auf schwerem Boden recht zügig und die Rasenfläche kann umgehend genutzt werden.

Eine kompetente Analyse der Bodenbedingungen und auch die individuelle Vorbereitung und fachmännische Aufbringung des Rollrasens bietet unter anderem die Firma Kerkhoff Grün (www.rasen-verlegung.de ) an. Dort kann auch ein kostenloses und unverbindliches Angebot für eine Aufbringung von Fertigrasen (rasen-verlegung.de/rollrasen_verlegeangebot.html) angefragt werden über ein Formular.

(Fotos und Text mit Genehmigung von rasen-verlegung.de)

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1 Kommentar Samstag, 14. April 2012 rasen-verlegung.de

Wozu „aerifizieren“, wozu „besanden“

Liegt der Rollrasen einige Jahre, so können auch bei bester Pflege Störungen auftreten. In lockerer Folge will ich die augenscheinlichsten aufzählen. So schaue ich nach bei www.rasen.de oder www.gartentechnik.de und dort stehen die Antworten auf immer wiederkehrene Fragen der Rasen-Kunden. Zum Beispiel: „Wozu aerifizieren, wozu besanden?“:

Beim Aerifizieren wegen zu starker Verdichtung des Bodens mit zu feuchtem Mikro-Klima werden mechanisch bis zu 8 cm tiefe Löcher in den Rasen gestochen. Entweder mit „Vollzinken“, angespitzten Metallstäben, die das Erdreich nach außen verdrängen oder mit „Hohlzinken“, Metallhülsen, die in den Boden eindringen und den in der Hülse steckenden Boden entfernen. Die „Stöpsel“ bleiben auf dem Rasen liegen und können entfernt werden. Die Effektivität der Maßnahme, so liest man bei rasen.de, hängt sehr stark von der Dichte der Zinken bzw. der Einstiche ab. Sie ergibt sich aus der Anzahl von Zinken am Gerät und der Arbeitsgeschwindigkeit. Je mehr Einstiche pro Flächeneinheit gemacht werden, desto wirksamer ist die Maßnahme. Das klingt logisch.

Besanden: Die entstandenen Löcher werden anschließend mit trockenem Sand verfüllt. Dieser wird flächig ausgebracht und schließlich leicht in die Löcher gekehrt. 1 – 3 Liter je m² sind sinnvoll und notwendig, um die Löcher gut zu verfüllen. Verwendet werden sollten grobe und scharfkantige Sande. Das erhöht das Porenvolumen. Wasser kann leichter abfließen und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Eine Beratung durch einen Fachhändler ist anzuraten. Gewaschener Sand, bei dem dadurch abschlämmbare Feinteile entfernt wurden, ist vorzuziehen.

Weitere Maßnahmen, mit denen in den Boden eingegriffen und so z.B. Staunässe bekämpft werden kann, sind das Tiefenlockern und das Schlitzen. Auf Sportplätzen sollten sie regelmäßig angewendet werden.

22 Kommentare Montag, 11. Juli 2011 M. Morell


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