Versiegelung nicht erwünscht – der Garten als Wasserspeicher

Gerade kommen sintflutartige Wassermassen aus dunklen Wolken hier oben in Bremen herunter und es blitzt. Denkt man dabei an die verheerenden Überschwemmungen letztes Jahr und auch ndieses Frühjahr, kann man sich fragen: Was lässt sich vorbeugend tun? Kann ich selbst etwas dazu beitragen oder überlasse ich es der Politik? Nicht nur Bäche, Flüsse und Seen haben Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, sondern auch das eigene Grundstück, der Garten und das Haus beeinflussen den Wasserkreislauf. Wenn das Regenwasser überall auf natürlichem Weg versickern kann, statt über die Kanalisation abtransportiert zu werden, ist schon viel gewonnen. Allein Rasenflächen binden große Mengen Wasser.

Werden versiegelte Flächen wieder geöffnet, so kommt dies auch der Schönheit und der Qualität des Gartens zugute. Verzichten Sie bei Terrassen auf einen Beton-Unterbau. Ziegel, Platten oder Pflaster liegen genauso sicher in Kies und Sand. Dies gilt auch für die Gartenwege. Breite Fugen zwischen den Platten können z. B. Thymian und Andenpolster Lebensraum bieten und nehmen auf natürliche Weise das Regenwasser auf. Mit Wasser gebundene Beläge lassen sich auch gut begehen; für wenig betretene Flächen bietet sich Rindenmulch als Bodenbelag an. All dies lerne ich, wenn ich mit meinen Kunden, den „Gärtnern von Eden“ zusammenarbeite.

Kommentar schreiben Freitag, 20. Januar 2012 M. Morell

Geht los: Luft und Licht machen den Rasen schön

Schnee, Eis und Frost haben den meisten Rasenflächen kräftig zugesetzt. Die Folgen sieht man erst jetzt im Frühjahr: Es gibt kahle Stellen in der Grasnarbe, und Moos und Kräuter haben sich breit gemacht.

Wer jetzt etwas dagegen unternehmen will, sollte demnächst damit beginnen, denn jetzt beginnt die optimale Zeit für die Rasenpflege, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Von Ende März bis Mitte April sollte der Rasen vertikutiert werden. Elektrische oder motorbetriebene Vertikutierer leiht der Fachhandel aus. Mit den Geräten wird verfilztes, abgestorbenes Gras aus der Narbe gekämmt. Gleichzeitig wird der Boden belüftet und die Graswurzeln angeschnitten. Luft, Licht und Wurzelschnitt fördern die Bestockung der Gräser und lassen den Rasen in neuer sattgrüner Frische erstrahlen.

Warum Kunden nicht kaufen: Die Absatzwirtschaft disst Baumarkt-Verkäufer. „Ihnen mangele es oft am nötigen Engagement“ bit.ly/JaTHnQ

Nach dem Vertikutieren freut sich der Rasen über eine Startdüngung. Der exakte Bedarf an Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalk lässt sich über die Analyse einer Bodenprobe ermitteln. Wer diese bei der LUFA, Jägerstr. 23-27 in 26121 Oldenburg einsendet, erhält für 32,20 Euro zzgl. MwSt. die Ergebnisse inklusive einer verständlichen Düngeempfehlung. Am besten wird kurz vor einem Regenschauer gedüngt. So lösen sich die Körner schnell auf und die Nährstoffe stehen den Gräsern schon nach kurzer Zeit zur Verfügung. Spezielle Langzeitdünger sind für den Rasen besonders zu empfehlen, denn sie lassen die Nährstoffe nur langsam fließen und versorgen die Pflanzen über mehrere Monate optimal.

Ein dichter, kräftiger Rasen und regelmäßige Kalkgaben alle zwei bis drei Jahre drängen das Moos zurück. Es hat zwischen den dicht stehenden Grashalmen und einem nicht zu sauren Boden keine Chance. Auch siedeln sich im Sommer hier kaum Ameisen an, denn diese bevorzugen den sandigen, offenen Boden mit wenig Grasbewuchs. Zweikeimblättrige Kräuter wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee oder Ehrenpreis können im Rasen nur mit Herbiziden entfernt werden. Zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten sind im Fachhandel erhältlich. Bevor sie eingesetzt werden, sollte genau überlegt werden, ob ihr Einsatz sinnvoll ist. Kräuter im Rasen erhöhen die Vielfalt im Garten und haben eine positive ökologische Wirkung.

Wem diese Arbeiten zu lästig sind, der kann einen Gärtner mit der kompletten Rasenpflege inklusive Düngung und Abtransport des anfallenden Vertikutiergutes beauftragen. Wer dagegen nur Fragen hat, ist beim Expertentelefon der Niedersächsischen Gartenakademie gut aufgehoben. Immer montags und freitags von 9 bis 12 Uhr beraten Fachleute unter der Telefonnummer 04403 9838-11 kostenlos.

Kommentar schreiben Donnerstag, 10. März 2011 M. Morell

Frühjahrsdüngung – jetzt ist der Rasen oft unterversorgt

Ja, es klingt wie Düngerwerbung, muß aber sein. Gemüsebeete von Hobbygärtnern sind bekanntlich häufig überdüngt, Gräser auf den Rasenflächen hingegen sind oft unterversorgt.

1dungGräser gelten als Sonderkulturen, die besonders stickstoffhungrig sind. Rasenflächen, bei denen das „Schnittgut“ (welch gestelztes Wort) entfernt wird, brauchen die regelmäßige Gabe von Nährstoffen, um diesen Verlust auszugleichen. Unterversorgte Rasenflächen werden lückig, und unerwünschte Unkräuter machen sich breit, vor allem das beliebte Moos.

Im Handel gibt es mineralische Spezialdünger für Gräser für Frühjahr und Sommer. Sie enthalten Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) in einem Verhältnis von etwa 20:5:8, während gewöhnlicher Volldünger („Blaukorn“) meist ein ausgeglichenes Verhältnis von N und K hat. Besonders zu empfehlen sind Langzeitdünger, die nur im Frühjahr gestreut werden. Tipp: Fein gesiebter Kompost als Dünger tut es aber auch. Dünn ausgestreut und gut verteilt, sorgen Regenwürmer dafür, dass dieser Humus- und Nährstoffvorrat gut vom Boden aufgenommen wird. Von Kunden habe ich gelernt: Kompost für den Rasen sollte auf drei Gaben verteilt werden.

Weniger oder garnicht düngen braucht, bei dem der Rasen nicht zu hoch wächst (geschnittene Halmlänge unter 3 Zentimetern). Auch nicht, wenn häufig geschnitten wird und das Schnittgut auf der Fläche liegen bleibt – außer beim letzten Herbstschnitt natürlich. Der muss weg.

1 Kommentar Samstag, 26. Februar 2011 M. Morell

Rasenpflege: Simplify your Gartenarbeit

Bei Simplify Your Life gibt es Gartentipps, die simpel und sehr sehr leicht daherkommen. Sie lassen kurz vergessen, dass das alles auch Arbeit bedeutet und Erfahrung braucht. Ein Beispiel frisch von heut:

„Vertikutieren meint nichts anderes, als Filz zu entfernen. Dieser entsteht im Lauf der Jahre, wenn sich abgestorbenes Pflanzenmaterial im Rasen anreichert. Die Folge ist, dass die unteren Schichten nicht mehr genügend Luft erhalten und Oberflächenwasser abfließt statt zu versickern. Für größere Rasenflächen können Sie einen motorgetriebenen Vertikutierer mieten.

Im Lauf der Zeit kann sich auch der Untergrund eines stark genutzen Rasen verdichten. Dagegen hilft nur Belüften. Stechen Sie dazu mit einer Grabegabel etwa 10 bis 15 cm Löcher in den Boden. Ganz zum Schluss verteilen Sie eine Mischung aus drei Teilen gesiebter Gartenerde, zwei Teilen groben Sand und einem Teil gesiebten Gartenhumus auf der Fläche. So füllen sich die entstandenen Löcher wieder und die oberste Erdschicht wird mit Nährstoffen angereichert.“

Amüsiert, rührt und inspiriert immer wieder.

2 Kommentare Samstag, 3. Juli 2010 M. Morell


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