Rasenpflege: Wenn Mulchen gut – dann alles gut

Im eigenen Garten lassen sich die besten Ergebnisse oft dann erzielen, wenn man sich einige Tricks bei Mutter Natur abschaut. So auch beim so genannten Mulchen oder Recycling-Mähen, wo man den natürlichen Vorgang einer ausgewogenen Bodenabdeckung mit organischen Materialien nachahmt.

Das erklärte Ziel für den Gartenliebhaber ist durch richtiges Mulchen eine nachhaltige Schutzdecke für den Boden und damit ein natürlich-gesundes Gartenklima zu schaffen. Die Vorteile des Mulchens sind vielfältig: Durch die gekonnte Anwendung der Technik wird die Gartenfläche besser vor der Austrocknung geschützt, da die Verdunstung der Boden-Feuchtigkeit und die Temperatur der obersten Erdschicht durch den geschaffenen Mulch-Schutzmantel deutlich herabgesetzt ist. Zusätzlich dazu wird der Gartenboden im Falle von heftigem Niederschlag weniger verschlämmt und bei trockenem, windigem Klima kann die Erdoberfläche nicht so leicht abgetragen werden. Außerdem entfällt natürlich die Entsorgung des anfallenden Schnittgutes, aber damit aber nicht genug: Durch die langsame und stetige Verrottung des Mulch-Materials werden dem Gartenboden beständig alle wichtigen Nährstoffe zugeführt. Die Humusbildung wird gefördert und durch die bessere Bodentemperierung ein für viele nützliche Kleinlebewesen günstiges Milieu geschaffen.

Um auf Rasenflächen einen wirklich gleichmäßigen Mulch-Effekt zu erzielen empfiehlt sich der Einsatz sogenannter Mulch-Mäher. Diese Geräte schneiden nur die Grasspitzen – etwa 1/3 der Graslänge – ab und zerkleinern das Schnittgut im geschlossenen Mähergehäuse, welches danach wieder fein auf dem Rasen verteilt wird. Durch den im Mähdeck bestehenden Überdruck wird das feine Mulch-Material zurück in die Grasnarbe gepresst und liegt keineswegs unansehnlich obenauf. Die winzigen Schnittreste behindern dabei das Wachstum des Rasens nicht, vor allem da der Umwandlungsprozess sehr schnell abläuft. Diese Schnittgut-Rückführung erspart nicht nur den ständigen Einsatz von Dünger, sondern bringt auch eine signifikante Verbesserung des Gesamtaspekts Rasen mit sich.

Wichtig beim Mulchmähen ist, dass das Gras trocken und nicht zu lang ist, weil sonst auch der Einsatz des besten Mulch-Rasenmähers kein zufrieden stellendes Resultat bringt. Für gute Ergebnisse und einen schönen, gesunden und gepflegten Rasen sollte man während der Wachstumsperiode alle drei bis fünf Tage mulchmähen. In Sachen Schnitthöhe ist beim Mulchmähen die mittlere Stellung übrigens die beste Lösung.

Alle Rasenmäher-Hersteller bieten Mulch-Mulchmäher an. Sie finden Mulch-Rasenmäher z.B. bei einem IRMS Gartengeräte-Fachhändler in Ihrer Nähe. Wer nicht ganz auf den Fangkorb verzichten möchte, sollte sich für einen Kombi-Rasenmäher mit Mulch-Kit entscheiden. Kombimäher bieten sowohl einen Fangsack oder Seitenauswurf, als auch eine Mulchfunktion. Mit dem Mulch-Kit wird bei einem solchen Mäher einfach der Auswurf-Kanal des Rasenmähers verschlossen.

Apropos: Wenn der Mulch-Mäher richtig arbeitet, ist man im Übrigen keinesfalls gezwungen, öfter als die normalen zweimal im Jahr zu Vertikutieren.

2 Kommentare Freitag, 15. Juli 2011 M. Morell

Gartenpflege: Knattern, stinken, summen, brummen…

Ein Mulchmäher der Generation GolfDer Frühlingswärme ist da, die Gartensaison beginnt mit voller Kraft. Einige Tage schon und unüberhörbar knattern vielerorts die Motoren und verursachen nicht nur Lärm, sondern tragen wie jedes Jahr wieder zum gesundheitsschädlichen Sommersmog bei. So stößt ein Zweitakt-Rasenmäher pro Stunde so viele schädliche Kohlenwasserstoffe aus wie 200 Autos mit Katalysator. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, elektrisch betriebene Rasenmäher zu benutzen. Oder handbetriebene. Oder Robomower, die unglaublich leise werkeln und auch noch Kraft und Zeit sparen.
Mehr zu Argumenten und Lösungen hier.
Eine gute Übersicht und Informationen bietet Gartentechnik.de

1 Kommentar Freitag, 21. Mai 2010 M. Morell

Rasenpflege: Mulchen macht Sinn

Nicht immer ist der Mulchmäher die optimale Lösung. Bekommen die Bodenlebewesen nämlich zu lange, zu viele oder zu harte Grashalme und schaffen dadurch den Zersetzungsprozess nicht, verfilzt der Rasen schnell.

Ist der Rasen zu lramaeang, bleiben zudem unansehnliche Rasenklumpen liegen, oder man trägt sich den Rasenschnitt möglicherweise ins Haus. Im Schnitt muss beim Mulchmähen während der Wachstumsperiode alle drei bis fünf Tage gemäht werden. Der zusätzliche Zeitaufwand ist aber insgesamt niedriger als beim Mähen mit Fangkorb.

Nachteile: Je höher und dichter das Gras ist, desto schwerer wird es für den Mäher, das Grün zu häckseln und gleichzeitig in den Rasen einzuführen. Somit kann es schnell dazu führen, dass Grasklumpen zurückbleiben oder der Rasen durch das viele Material verfilzt und der Boden nicht mehr Atmen kann. Das wirkt sich nachteilig auf den Rasen aus und kann in manchen Fällen zum langsamen Absterben führen.

Es ist daher sinnvoll, in der Wachstumsphase (April/Mai) in diesen Intervallen zu mähen. Aus meiner unverbindlichen Sicht ist ein Mulchmäher grundsätzlich zu empfehlen und als Kombigerät ideal für jeden Garten. Es funktioniert jedoch nur, wenn der Rasenboden auch die Voraussetzungen hierfür mitbringt.

Mulchmähen ohne ausreichende Humusversorgung des Bodens führt zur Bildung von Rasenfilz. Diese Verfilzung ist meist ein Zeichen dafür, dass der Boden biologisch nicht aktiv ist. Nur ein aktiver Boden würde die anfallende organische Masse, also abgestorbene Wurzeln oder Rasenschnitt wieder umwandeln in Humus und Nährstoffe. Und das ist bei einem stark lehmhaltigen Boden nicht gerade der ideale Fall.

John Langley

2 Kommentare Donnerstag, 20. Mai 2010 John Langley

Ökotrend: Neue Al-Ko Powerline Mulchmäher 4600 B Bio und 4600 BR Bio

aalko_4600_br_bioZwei neue Al-Ko Mulchmäher wurden bewusst für Gartenfreunde mit konsequenter ökologischer Rasenpflege konzipiert. Sie können zugleich Mulchmähen und zur Seite auswerfen. Beide Varianten haben mit großen XL-Rädern 46 Zentimeter Schnittbreite, 4-fache Achsrad-Schnitthöhenverstellung und sie werden von Briggs und Stratton-Aggregaten angetrieben. Das Modell 4600 BR Bio besitzt auch einen Vorderradantrieb. Hiermit kann man durch leichtes Anwinkeln der Vorderachse auch bei eingeschaltetem Vortrieb bequem wenden.

2 Kommentare Mittwoch, 3. Juni 2009 M. Morell


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