Rasen: Moos und Filz vermeiden – so geht es

Moos ist beileibe keine Krankheit, ist aber der Feind der Rasenfreunde, wie der Filz. Wer den Pflege-Aufwand scheut, legt den Rasen gleich richtig an – oder arrangiert sich mit den Folgen.

rasenfuesse_422_2721Moos wird meist durch schattige und feuchte Lagen verursacht. Ist daran nichts zu ändern, kann man mit sogenannten Moosverdrängern und Moosvernichtern mit Eisensulfat arbeiten. 10-14 Tagen nach dem Auftragen ist das Moos schwarz-braun geworden und kann dann durch z.B. Vertikutieren entfernt werden. Dieses Vorgehen ist vielen verpönt, geht es doch der Ursache nicht an die Wurzel. Der chemische Aufwand ist enorm, führt zu hässlichen braunen Narben und schadet den Kleinlebewesen. Oftmals vermoost die Grasnarbe schlicht durch liegengebliebenes Schnittgut und flachwachsendes Unkraut. Wasser-, Nährstoff-und Sauerstoffzufuhr wird dadurch gehemmt und das Wachstum bzw. die Wiederstandsfähigkeit des Rasens beeinträchtigt. Richtiges Düngen kann Wunder bewirken und verdränt das Moos durch Kräftigung des Rasens. Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz mit Messern, die den Boden anritzen (Schnittiefe ca. 3 – 5 mm), gelöst.

Den gelösten Rasenfilz sollten Sie immer sorgfältig entfernen. Bester Zeitpunkt für diese Maßnahme ist die Zeit von Anfang Mai bis Ende August. Frühes Vertikutieren (Mai) hat den Vorteil, dass sich der Rasen sehr schnell von diesem Eingriff erholt, da er zu diesem Zeitpunkt besonders schnell wächst. Sehr zu beachten zur Verhinderung von Filz: ph-Wert von 5,5-6,0 anstreben, keine übermässigen Stickstoffmengen düngen, keine unnötigen chemischen Behandlungen vornehmen. Alles tun, damit die biologischen Aktivitäten im Boden unterstützt werden; und da sehr weit verbreitet: keine häufige Beregnung mit geringen Wassermengen. Besser seltener, dafür spatentief wässern.

2 Kommentare Mittwoch, 23. Mai 2012 M. Morell

Was es so um Rasen alles gibt …

Mit Fliehkraft vertikutieren? Das soll mit mobiler Technik kein Problem mehr sein. Wer einen total verdichteten, verfilzten und vermoosten (nicht famosen) Rasen mit besonders vielen Knick- und Wirrhalmen hat, dazu noch einen megaschlechten Luft-und Nährstoffwechsel vorfindet, ist immer auf der Suche nach Lösungen.

Hier verspricht die Werbung die ultimative Moosbefreiung auf dem hart umworbenen Schnäppchenmarkt mit der Super – Messer – Kraftharke mit Fliehkraftfeder. Diese braucht nur ganz einfach anstelle des Messerbalkens unter den geeigneten Rasenmäher geschraubt zu werden – schon ist eine (so versprechen es diverse Anbieter) kraftvolle Motorrasenharke einsatzbereit.

Der leidige Kampf mit Moos & Co kann beginnen. Filz und Moos werden ausgekämmt, Knick- und Wirrhalme gekappt. Das fördert nachhaltig den Luft-, Wasser- und Nährstoffaushalt. Und wer mit einer Fahrt über die kunterbunte grüne Fläche auch kleinere Mulden und Maulwurfshügel auffüllen oder einebnen will: Klar, auch hier soll die Kraftharke das ideale Gartengerät sein.

Fliehkraftfederdorne durchkämmen mit kraftvollen Rotationsbewegung den Rasen im erdnahen Bereich. Es entsteht wie im Fluge ein eine Befreiung der Rasenverdichtung. Kantensteine sollen davon total unberührt bleiben (das ist auch gut so) – die Fliehkraftfeder weicht diesen und anderen Hindernissen blitzschnell aus.

Wer hat mit dieser ultimativen Wunderwaffe bei Rasenbelüftung und Vertikutieren seine eigenen Erfahrungen gemacht? Wie befestigt man(n) (oder frau) die Kraftharke unter einem Flymo-Mäher? Regeneriert das so enthauptete Gras wieder, ohne in Stress zu geraten? Wer kennt diese umweltschonende Moos-Schleuder? Macht die Anschaffung der Kraftharke für den Rasenmäher überhaupt Sinn? Fragen über Fragen…..vielen Dank für aufklärende Worte hier im Rasenblogger.

Gruß
John Langley

2 Kommentare Samstag, 12. Mai 2007 John Langley


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