Gartenarbeit bringt Tetanus-Gefahr

Aus gegebenem Anlass gebe ich eine Warnung ab. Die Tetanus-Impfrate ist in Deutschland gering, das Bewusstsein für die realen Übertragungs-Gefahren ist kaum vorhanden.

Bagatelle mit FolgenTetanus, der so genannte Wundstarrkrampf, ist eine schwere Erkrankung, die sich durch Muskelkrämpfe äußert und tödlich enden kann. Da sich der Erreger oft im Erdboden finden lässt, können schon Bagatellverletzungen bei der Gartenarbeit bei nicht ausreichendem Immunschutz zu einer Infektion führen. Die resistenten Sporen kommen überall vor, auch im Gartenstaub, in der Gartenerde sowieso, sogar im Staub der Stadt. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium vermehrt sich und sondert die Toxine Tetanospasmin und Tetanolysin ab. Der Todeskampf wird anschaulich bei Wikipedia beschrieben. Als ich meine Lehre in der Landwirtschaft begann, habe ich meinen Impfschutz sofort aufgefrischt und tue das seitdem alle 10-15 Jahre. Das Robert Koch Institut hat dem Thema Garten und Tetanus einen extra Beitrag gewidmet.

1 Kommentar Montag, 19. Juli 2010 M. Morell


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