Lärm macht krank: Was Sie beim Kauf von Rasenmäher, Winkelschleifer, Staubsauger und Co. machen können, um Ihre Ohren zu schützen

Geräusch Maschinenlärm Unsere Vorfahren konnten sich vor Lärm kaum schützen: Sie arbeiteten an ratternden Webstühlen, krachend lauten Druckmaschinen und ohrenbetäubenden Fabrikanlagen. Schwerhörigkeit war oft die Folge und auch heute ist Lärm noch eine Gefahr für die Gesundheit, sagt Patrick Kurtz von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:

ramaeDie Berufskrankheit Lärmschwerhörigkeit ist auch in der Bundesrepublik Deutschland immer noch die am häufigsten anerkannte Berufskrankheit. Sie führt, allein was die Renten anbetrifft, zu Kosten von etwa 170.000 Euro pro Fall. Hinzu kommen aber auch noch Kosten die sich durch Lärmstress zum Beispiel ergeben, durch Unfälle und durch Leistungsminderung.

Weil Lärm so gefährlich ist, gibt es Gesetze, die uns am Arbeitsplatz vor zu viel Krach schützen sollen und dazu dienen sollen, dass mehr leisere Maschinen entwickelt und gekauft werden. Auch für privat genutzte Maschinen wie Rasenmäher oder Heimwerkergeräte können diese Vorschriften genutzt werden.

Die Hersteller sind verpflichtet, in Europa nicht nur leise Maschinen zu bauen sondern auch darüber zu informieren wie laut und leise die jeweiligen Maschinen sind. Das tun sie mithilfe der Angabe von Geräusch-Emissionswerten, die aber für den Laien leider schlecht verständlich sind. Für den Laien bleibt aber letztlich als Lösung dabei übrig, schlicht und einfach die Maschine auszuwählen, wo der Hersteller niedrigere Werte angibt.

Doch wie macht man das? Wenn man im Baumarkt steht und zwanzig Rasenmäher oder Handkreissägen vor sich hat, fällt es ohnehin schon schwer, sich zu entscheiden. Tipps von Susanne Woelk von der Aktion DAS SICHERE HAUS:

„Verbraucher müssen einfach ihre Macht nutzen und gezielt danach fragen, welcher Rasenmäher zum Beispiel oder welche Handkreissäge nicht nur sicher ist sondern auch leise. Wenn der Verkäufer dazu keine Angaben machen kann, dann kann man sich das Gerät ja mal vorführen lassen. Und dann entscheiden, welches Gerät nicht nur von der Sicherheit sondern auch von der Lautstärke zu einem passt. Und wenn das in dem Baumarkt nicht geht dann geht man halt in den nächsten.“

Ohne die Verbraucher geht es nicht. Erst wenn viele Menschen erkennen, dass Lärm unsere Gesundheit gefährdet und erst wenn sie darauf achten, leise Geräte zu kaufen, werden die Hersteller Maschinen produzieren, die möglichst wenig Krach machen.

1 Kommentar Freitag, 18. März 2011 M. Morell


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