Geht los: Luft und Licht machen den Rasen schön

Schnee, Eis und Frost haben den meisten Rasenflächen kräftig zugesetzt. Die Folgen sieht man erst jetzt im Frühjahr: Es gibt kahle Stellen in der Grasnarbe, und Moos und Kräuter haben sich breit gemacht.

Wer jetzt etwas dagegen unternehmen will, sollte demnächst damit beginnen, denn jetzt beginnt die optimale Zeit für die Rasenpflege, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Von Ende März bis Mitte April sollte der Rasen vertikutiert werden. Elektrische oder motorbetriebene Vertikutierer leiht der Fachhandel aus. Mit den Geräten wird verfilztes, abgestorbenes Gras aus der Narbe gekämmt. Gleichzeitig wird der Boden belüftet und die Graswurzeln angeschnitten. Luft, Licht und Wurzelschnitt fördern die Bestockung der Gräser und lassen den Rasen in neuer sattgrüner Frische erstrahlen.

Warum Kunden nicht kaufen: Die Absatzwirtschaft disst Baumarkt-Verkäufer. „Ihnen mangele es oft am nötigen Engagement“ bit.ly/JaTHnQ

Nach dem Vertikutieren freut sich der Rasen über eine Startdüngung. Der exakte Bedarf an Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalk lässt sich über die Analyse einer Bodenprobe ermitteln. Wer diese bei der LUFA, Jägerstr. 23-27 in 26121 Oldenburg einsendet, erhält für 32,20 Euro zzgl. MwSt. die Ergebnisse inklusive einer verständlichen Düngeempfehlung. Am besten wird kurz vor einem Regenschauer gedüngt. So lösen sich die Körner schnell auf und die Nährstoffe stehen den Gräsern schon nach kurzer Zeit zur Verfügung. Spezielle Langzeitdünger sind für den Rasen besonders zu empfehlen, denn sie lassen die Nährstoffe nur langsam fließen und versorgen die Pflanzen über mehrere Monate optimal.

Ein dichter, kräftiger Rasen und regelmäßige Kalkgaben alle zwei bis drei Jahre drängen das Moos zurück. Es hat zwischen den dicht stehenden Grashalmen und einem nicht zu sauren Boden keine Chance. Auch siedeln sich im Sommer hier kaum Ameisen an, denn diese bevorzugen den sandigen, offenen Boden mit wenig Grasbewuchs. Zweikeimblättrige Kräuter wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee oder Ehrenpreis können im Rasen nur mit Herbiziden entfernt werden. Zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten sind im Fachhandel erhältlich. Bevor sie eingesetzt werden, sollte genau überlegt werden, ob ihr Einsatz sinnvoll ist. Kräuter im Rasen erhöhen die Vielfalt im Garten und haben eine positive ökologische Wirkung.

Wem diese Arbeiten zu lästig sind, der kann einen Gärtner mit der kompletten Rasenpflege inklusive Düngung und Abtransport des anfallenden Vertikutiergutes beauftragen. Wer dagegen nur Fragen hat, ist beim Expertentelefon der Niedersächsischen Gartenakademie gut aufgehoben. Immer montags und freitags von 9 bis 12 Uhr beraten Fachleute unter der Telefonnummer 04403 9838-11 kostenlos.

Kommentar schreiben Donnerstag, 10. März 2011 M. Morell

Rasen ist Grüne Monokultur, na und?

Wieviel Rasen braucht eigentlich ein Garten? Oft wird bereits bei der Planung der Grasteppich überdimensioniert angelegt. Doch es gibt attraktivere Alternativen zu monotonen Grünflächen.

agardenWer immer noch glaubt, dass Rasen pflegeleichter sei als blühende Staudenbeete, aktive Teiche oder sichtschützende Gehölzpflanzungen, sollte bedenken: pflegeleicht ist ein Rasen nur, wenn er sich zur „richtigen“ Wiese entwickeln darf. Wer dabei spontan an buntblumige Oasen mit seltenen Kräutern und interessanten Gräser denkt, muss umdenken. Wiesen sind von Natur aus auf nährstoffreichen Böden im Flachland artenärmer und hochwüchsiger, als ihre farbigen Verwandten im Mittelgebirge oder in den Alpen, die man spontan im Kopf hat, wenn man an wogende Mohn- und Kornblumenareale denkt.

Viel Arbeit und oft auch Ärger bereitet ein ganz „normaler“ Scherrasen. Warum? Es soll Menschen geben, die davon ausgehen, dass sich ihre Grasnabe zu einem Golfplatz-Rasen entwickelt, wenn sie ihn intensiv in der Mittagszeit und nach 20.00 Uhr mit dröhnendem Motor-Rasenmäher bearbeiten. Es ist bewiesen, dass speziell diese Mähzeiten keinerlei positiven Einfluss auf Dichte, Wachstum und Wurzelbildung eines Rasens haben. Rasen muss gedüngt, vertikutiert, getrimmt, versandet, aerifiziert und bei Vertiefungen durch Auffüllen von Oberboden angeglichen werden. Kanten wollen akkurat abgestochen sein (empfehlenswert hier eine Rasenkante aus Klinker oder Natursteinpflaster), damit die rotierenden Mähermesser schadensfrei trennen können.

Wer einmal kritisch über sein eigenes Grün schaut, wird feststellen, dass diese künstliche Lebensgemeinschaft sehr anfällig ist. Das ist ganz natürlich. Natur ist immer bestrebt, die monotone Fläche von selbst zu „renaturieren“. Wühlmäuse, Maulwürfe, unterschiedlichste „Unkräuter“, unzählige sichtbare und versteckte Pilze, selbst eine permanente Vermoosung sind sichtbare Symptome dafür. So altert der Rasen schnell und wird bald doch zu einer Art aber nicht artenreichen Wiese, an der „ordnungsliebende“ Naturen natürlich so gar keinen Gefallen finden.  

Rasenflächen, oft bestehend aus nur fünf Grasarten, sind häufig noch durch „Un“krautvernichtungsmittel oder Überdüngung belastet. Kein Wunder, wenn dann kaum noch tierisches Leben im Boden stattfindet. Hinzu kommt noch, dass wegen der kurzen Schnitthöhe die Verdunstung an wärmeren Tagen besonders hoch ist. Die Bodenqualität unter der Grasnarbe leidet durch Nährstoffentzug, Auswaschung und Verdichtung immer mehr. Fazit: Allmählich verarmt die grüne Monokultur.

Ein Garten sollte aber lebendig und naturverträglich sein. Dort, wo gespielt und getobt wird, macht Rasen möglicherweise Sinn. Und wenn es denn mal kein „englischer“ Zierrasen sein soll, hat sich eine bodenbeständige Scherrasenmischung mit vielen unterschiedlichen Kräutern bewährt. Dann blüht wenigstens immer etwas, selbst auf sandigen, lehmigen und tonigen Böden – egal wie oft das Flächengrün geschnitten wird.

1 Kommentar Freitag, 28. Mai 2010 John Langley

Rasen mähen: Egal ob hin oder her, kreuz oder quer

Frauen haben oft (oder sehr oft), aber nicht immer Recht. Egal ob hin oder her, kreuz oder quer. Wer seinen Rasen wie mäht, bleibt einem selbst überlassen. Ob die grüne Fläche später wie „Repräsentierrasen“ aussieht, das ist nicht die Frage. Strebt man in seinem Garten nach einem kurzgemähten „Sportrasen“, so muss beispielsweise in Hitzeperioden fast täglich bewässert werden.

In längeren Trockenperioden sollte man auf keinen Fall mähen, sonst verbrennt die Grasnarbe. Beim Mähen stellt man(n) dann eine Höhe von 3-5 cm ein, nicht kürzer, sonst kommt es rasch zur Verunkrautung, Moos und Sonnenbrandschäden.

Ein gepflegter Rasen will allerdings häufiger gemäht werden! Dabei kann das wenige anfallende Schnittgut als gern als Mulch liegen bleiben, oder es wird nach dem Antrocknen zusammengeharkt und anderweitig zum Mulchen (beispielsweise unter Moorbeetpflanzen) verwendet. Mähen von März bis November (13.- 45. Woche)




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Kommentar schreiben Montag, 30. April 2007 John Langley


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