Gerade jetzt: Rasen immer kräftig und tief wässern – der Spatentest zeigt es

Bis zu drei Liter Wasser pro Quadratmeter braucht Rasen am Tag, damit die Grasfläche dicht und saftig grün bleibt. Das entspricht etwa drei Millimetern Niederschlag. Regnet es weniger, muss man gießen. Allerdings sollte das nicht täglich, sondern nur ein- bis zweimal in der Woche erfolgen – und zwar mit reichlich Wasser. 13 bis 15 Liter sollte jeder Quadratmeter Rasenfläche aufsaugen dürfen.

Eine Binsenwahrheit – trotzdem machen es die Nachbarn immer falsch: Gegossen wird am besten abends. Dann kann das Wasser ohne Verdunstungsverlust über Nacht versickern. Die Rasenpflanzen brauchen die Feuchtigkeit, um die im Boden vorhandenen Nährstoffe zu lösen. Die durchdringende Bewässerung sorgt dafür, dass die Gräser in die Tiefe und nicht in die Breite wachsen und Unkraut erfolgreicher abwehren können. Auch eine Binsenwahrheit: Je besser der Boden durchwurzelt ist, umso leichter übersteht der Rasen Trockenperioden. Etwa zehn Zentimeter tief sollte das Wasser in den Boden eindringen. Kontrollieren lässt sich das am besten mit dem Spaten: Man sticht ihn senkrecht in die Rasenfläche und bewegt ihn hin und her, so dass ein Spalt entsteht. An der dunkleren Farbe des Bodens lässt sich erkennen, bis wohin das Wasser eingesickert ist.

2 Kommentare Samstag, 7. Mai 2011 M. Morell

Jetzt lüften und vertikutieren

Schöner Rasen braucht laufend Pflege , so ist das nun mal. Im Frühjahr und Herbst sollte er vertikutiert und zwischendurch immer mal wieder gelüftet werden. Viele wollen gern ohne diese Aktivitäten auskommen. Diese Hingabe ans Grün lohnt sich aber.

Walze gewechselt und los geht'sDas Vertikutieren kämmt den dichten Rasenfilz aus der Grasnarbe und ritzt den Boden gleichzeitig mit Spezialmessern leicht an. Das gbt einen Wachstums-Reiz und gleichzeitig können Gräser und Boden frei durchatmen und Niederschläge können besser durchsickern. Das Lüften des Rasens hält die guten Wachstumsbedingungen dann während der gesamten Saison aufrecht. Es beugt auch schonend dem Ausbreiten von Moos vor und lässt im Sommerhalbjahr neuen Rasenfilz gar nicht erst entstehen. So lerne ich’s vom Kunden: Vertikutieren ist für den Rasen die Intensiv- Kur und Lüften ist die Pflege-Kur.

Gerade entdeckt: ein Gerät, das beides kann: vertikutieren und lüften. Es heißt Comfort 38 VLE Combi Care (Warum nur immer diese Anglizismen) und ist von Alko. Bei diesem Elektrogerät lässt sich je nach Gusto die Vertikutierwalze werkzeuglos gegen eine Lüfterwalze austauschen. Die Kombi kenne ich so noch nicht und in Hamburg habe ich das Gerät noch nicht gesehen.

2 Kommentare Montag, 28. März 2011 M. Morell

Rasen gerade jetzt nicht zu kurz kappen

Jedes Jahr beobachte ich Nachbarn, die die Schnitthöhe ab Hochsommer kontinuierlich zum Herbst hin herunterfahren, und das bei kürzeren Schnitt-Intervallen. Wozu?

Feng ShuiAchten Sie beim Rasenmähen darauf, dass Sie ihn nicht zu kurz schneiden. Der Grund: Wird der Rasen zu kurz, können die Gräser keine neuen Triebe entwickeln. Die Folge ist, dass der Rasen ausdünnt. Durch kurze Halme ist der Schattenwurf eh schon zu gering, die Wasser-Verdunstung beschleunigt sich bei Sonne enorm. Die Halme leiden.

Die optimale Schnitthöhe eines normalen Haushaltsrasens liegt bei rund fünf Zentimetern. Im Schatten sollten es ein bis zwei Zentimeter mehr sein. Einen Golfrasen durch geringe Halmhöhe und ordentliche Düngergaben erzeugen zu wollen, ist vergebene Liebesmüh. Der Gang zum Rasenspezailisten ist besser. Möchten Sie einen kürzeren Rasen, wie er etwa auf Fußball- oder Tennisplätzen zu finden ist, dann müssen Sie zuvor die entsprechende Grassorte säen und sich mit Dünger- und Pflege intensiv auseinandersetzen. Brauchbare Hinweise gibt auch die Deutsche Rasengesellschaft. Über optimale Bewässerung zur Qualitätssteigerung und bester Optik schreibe ich an anderer Stelle. Bitte in die Suche gehen.

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Mythen in Tüten: Rasen weniger mähen durch weniger Düngereinsatz?

araseEinige Hobbygärtner glauben ernsthaft: »Wenn ich nicht dünge, dann brauche ich nicht mähen.« Gleichzeitig fällt nicht so viel Schnittgut an, das ich auf irgendeine Art und Weise verarbeiten oder entsorgen muss. Dies ist eine Milchmädchen-Rechnung und gehört zu den ewig doofen Garten-Mythen.

Klar: Ohne Wachstum bilden sich die Gräser zurück und der Rasen wird immer lückiger bis er schließlich ganz verschwindet. Für ein gutes Wachstum sorgen Nährstoffe, die über die Düngung zugeführt werden müssen. Das Wachstum der Gräser erfordert aber auch ein regelmäßiges Mähen, damit die Gräser wirklich einen Rasen bilden. Für die anfallenden Schnittgutmengen viel entscheidender als die Düngung sind die in der Saatmischung verwendeten Gräsersorten.

Billige Mischungen enthalten oft Gräserarten und Gräsersorten, die eigentlich für die Futternutzung in der Landwirtschaft gezüchtet wurden und für Rasen nicht geeignet sind. Kein Wunder: Der günstige Klassiker „Berliner Tiergarten“ wächst in gleicher Zeit fast doppelt so schnell wie hochwertigere und teurere Mischungen diverser Hersteller. „Berliner Tiergarten“ produziert bei vergleichbarer Narbendichte bis zu 40% mehr Schnittgut als eine spezielle Rasenmischung aus dem Fachhandel. Fragen Sie mal den Gartenbauer Ihres Vertrauens. Der hat die richtigen Tüten auf Lager.

1 Kommentar Sonntag, 27. Juni 2010 M. Morell


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