So geht Rasenmähen umweltfreundlich

Der umweltfreundlichste Rasenmäher ist das Schaf oder die Sense, doch die meisten Gartenfreunde bedienen sich lieber der modernen Technik, um das Grün zu stutzen. Unüberhörbar „knattern“ in der warmen Jahreszeit vielerorts motorisierte Rasenmäher und sind dabei oftmals Quelle für Luftschadstoffe und Lärmbelastungen im Garten.

stigaEin lauter 2-Takt-Benziner verursacht schon mal Lärm bis zu 96 Dezibel und stößt so viel krebserregende Kohlenwasserstoffe aus, wie rund 150 mit Katalysatoren ausgerüstete Autos. Die Verbrennungsmotoren der Mäher tragen so dazu bei, bodennahes Ozon und damit Sommersmog zu bilden. „Aus Umweltsicht ist bei einer Rasengröße unter 200 Quadratmeter der Einsatz von Handgeräten zu empfehlen.“, meint deshalb Christian Böhme Umweltberater der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. „So stärkt der Verbraucher nicht nur seine Fitness, sondern Handmäher liefern oft auch den saubersten Schnitt.“

Aber auch wer es gern bequem hat, kann seinen Rasen mit weniger Krach und Gestank stutzen. Hier sind elektrische Rasenmäher, die sinnvollere Alternative. Sie sind abgasfrei und zeichnen sich durch geringere Geräuschbelastung aus. Leise Elektromäher kommen kaum über 84 Dezibel. Sie gibt es ebenfalls in der Variante mit Akku-Betrieb. Diese sind aber meist teurer und bringen zusätzliche Entsorgungsprobleme für die Akkus.

Wenn auf einen benzinbetriebenen Rasenmäher nicht verzichtet werden kann, ist es besser einen 4-Takt-Motor mit Katalysator zu verwenden, da dieser einen um 80 Prozent reduzierten Schadstoffausstoß hat. Ein Benzinmäher lohnt sich erst ab einer Fläche von 500 Quadratmetern. Gartenbesitzer sollten der Umwelt zu Liebe möglichst selten mähen und einen Teil des Rasens als Wildblumenwiese wachsen lassen. Dies lockt Schmetterlinge und seltene Vogelarten in den Garten. Bunte Wiesen bieten dem Auge außerdem mehr Erholung als steriles Sportplatzgrün.

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Hinweise:
– Nach der „Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung“ (32. BImSchV) dürfen Motorrasenmäher, auch Elektromäher in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten, an Sonn- u. Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit von 20.00 bis 7.00 Uhr nicht betrieben werden. In kommunalen Verordnungen können bestimmte einzuhaltende Ruhezeiten noch ausgeweitet sein.
– Achten Sie beim Kauf des Rasenmähers auf den Geräuschpegel am Typenschild.
– Suchen Sie nach lärmarmen Geräten mit dem „Blauen Engel“

Kommentar schreiben Freitag, 18. Juni 2010 M. Morell


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