Rasenmäher-Problem: kleine Schnittbreite und kleine Fangkörbe

Immer wieder zu beobachten – und das nicht nur in Kleingärten:

Oft werden zu kleine Schnittbreiten oder Mini-Grasfangkörbe verwendet. Jede Unterbrechung des Mähens und eine Entleerung des Grasfangkorbes kosten jedoch Zeit, die die Gesamtmähzeit in die Länge zieht. Deshalb ist hier eine umfassende Beratung zur Mähergröße und Antriebsart wichtig. Die kann nur der gut ausgebildete Fachhändler oder Gartenbauer leisten. Als Faustzahl gilt, daß bei Rasenflächen bis 1oo qm Größe Schnittbreiten unter 45 cm möglich sind, darüber aber unbedingt höhere Schnittbreiten mit einem größeren Grasfangsack zum Einsatz kommen sollten. Der Rasenschnitt sollte immer mit einem scharfen Messer erfolgen. Viele Selbermacher schärfen über Jahre nicht und machen sich das Leben zusätzlich schwer. Vom Leiden des Rasenbildes einmal ganz abgesehen.

Kommentar schreiben Samstag, 12. Mai 2012 M. Morell

Wozu „aerifizieren“, wozu „besanden“

Liegt der Rollrasen einige Jahre, so können auch bei bester Pflege Störungen auftreten. In lockerer Folge will ich die augenscheinlichsten aufzählen. So schaue ich nach bei www.rasen.de oder www.gartentechnik.de und dort stehen die Antworten auf immer wiederkehrene Fragen der Rasen-Kunden. Zum Beispiel: „Wozu aerifizieren, wozu besanden?“:

Beim Aerifizieren wegen zu starker Verdichtung des Bodens mit zu feuchtem Mikro-Klima werden mechanisch bis zu 8 cm tiefe Löcher in den Rasen gestochen. Entweder mit „Vollzinken“, angespitzten Metallstäben, die das Erdreich nach außen verdrängen oder mit „Hohlzinken“, Metallhülsen, die in den Boden eindringen und den in der Hülse steckenden Boden entfernen. Die „Stöpsel“ bleiben auf dem Rasen liegen und können entfernt werden. Die Effektivität der Maßnahme, so liest man bei rasen.de, hängt sehr stark von der Dichte der Zinken bzw. der Einstiche ab. Sie ergibt sich aus der Anzahl von Zinken am Gerät und der Arbeitsgeschwindigkeit. Je mehr Einstiche pro Flächeneinheit gemacht werden, desto wirksamer ist die Maßnahme. Das klingt logisch.

Besanden: Die entstandenen Löcher werden anschließend mit trockenem Sand verfüllt. Dieser wird flächig ausgebracht und schließlich leicht in die Löcher gekehrt. 1 – 3 Liter je m² sind sinnvoll und notwendig, um die Löcher gut zu verfüllen. Verwendet werden sollten grobe und scharfkantige Sande. Das erhöht das Porenvolumen. Wasser kann leichter abfließen und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Eine Beratung durch einen Fachhändler ist anzuraten. Gewaschener Sand, bei dem dadurch abschlämmbare Feinteile entfernt wurden, ist vorzuziehen.

Weitere Maßnahmen, mit denen in den Boden eingegriffen und so z.B. Staunässe bekämpft werden kann, sind das Tiefenlockern und das Schlitzen. Auf Sportplätzen sollten sie regelmäßig angewendet werden.

22 Kommentare Montag, 11. Juli 2011 M. Morell


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