Achtung Rasenbrand: anhaltende Trockenheit und falsche Bewässerung stressen Halm und Wurzel

In vielen Regionen Deutschlands verbrennen zur Zeit immer mehr Rasenflächen, weil kaum noch Niederschlag kommt und mit Leitungswasser gespart oder falsch beregnet wird. Wenn es regnet, reicht die Menge nicht, um tiefer an die Wurzeln zu gelangen. Nach dem Urlaub kommt die Überraschung. Rasen kann sich zwar erholen, es gibt jedoch Grenzen.

Säuft und säuft.Rund um Berlin im „Märkischen Sand“ sind Rasenfreunde zur Zeit in heller Aufruhr. Sattes Grün wandelt sich in beige-braune Steppe. Dieser Sommer ist besonders trocken, Tausende Liter Wasser sind wie ein Tropfen auf den heissen Stein. Man muss wissen: Rasengräser bestehen zu fast 9o Prozent aus Wasser. Ohne Sprengen wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab. Punkt. Abgestorben wirkende Flächen haben jedoch ein erstaunliches Wiederbelebungspotential, das sich nach ausgiebigem Regen immer wieder zeigt. Der Wasserbedarf eines Rasens hängt wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen [Durchlässigkeit] sowie von dem jeweiligen Rasentyp und vom Relief ab.

Vor Welkebeginn sollte der Rasen im Abstand von 7 bis 14 Tagen am besten frühmorgens wurzeltief durchfeuchtet werden, das bedeutet, das Wasser sollte 1o bis 15 cm in den Wurzelbereich eindringen. Daraus ergibt sich je nach Bodenart etc. eine Beregnungsmenge von 15 bis 25 l/qm. So bleiben die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten und wachsen nicht flach, was sich verheerend auswirkt und die Trockenanfälligkeit nur noch erhöht. Deshalb: Zu häufiges Beregnen mit geringen Wassergaben sollte unterbleiben. Bewässern mit zu hohen Wassermengen ebenso. Denn beides verursacht das ungesunde Flachwurzeln. Die beste Zeit zum Beregnen ist frühmorgens, damit der Bestand über den Tag schnell wieder abtrocknet. Gräser unter Bäumen benötigen trotz Schattens häufiger Wasser. Der Baum will auch leben und holt sich, was er braucht.

Automatische Beregnungsanlagen haben sich bewährt. Sie bringen das Wasser effizient an die Wurzeln. So kann auch während des Urlaubs nichts verbrennen. Einbauen braucht Erfahrung. Im Bereich Berlin/Brandenburg ist z.B. Jens Biewendt verstärkt unterwegs. Man kann ihn anrufen: www.potsdamer-gaerten.de

2 Kommentare Sonntag, 5. Juni 2011 M. Morell


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