Rasenansaat wird zu billig angeboten

Schippe mit GrassodenDer Preis für Rollrasen, so meinen viele – auch Profis sind noch darunter – sei teuer. Wie kommt das?

Es gibt Fachleute, die sagen, Rasenansaat werde letztlich zu billig angeboten. Es lohnt sich, das Argument zu prüfen. Fakt ist, dass es bei der klassischen Ansaat viel mehr Reklamationen gibt. Sehr viel mehr als bei Rollrasen. Das Problem der Ausschwämmung, des ungleichmäßigen Anwuchses und des hohen pflegerischen Aufwandes bis zum „vorläufigen Endergebnis“ werden schnell verdrängt. Meine Freunde, die Gartenbauer, meinen, die Wahrscheinlichkeit, daß ein angesäter Rasen wesentlich zum positiven Baustellenergebnis beiträgt, sei in ihrer Praxis eher gering. Unschlagbar bleibt der große Vorteil der raschen Nutzbarkeit. Für sie ist der Einsatz von Rollrasen eine Möglichkeit, sich von Mitbewerbern im Privatgartenbereich positiv abzuheben. Auch kann man mit Rollrasen spezielle Kunden-Ansprüche viel effizienter befriedigen. So muß der sog. Holiday-Rasen nur alle drei Wochen gemäht werden. Die langsam wachsende Grasart Kammschmiele ermöglicht dies. Manche Rasenbesitzer sind durchaus bereit, für diese Arbeitserleichterung und weitere Vorteile auch mehr Geld zu bezahlen. Warum nicht?

4 Kommentare Freitag, 11. Mai 2012 M. Morell

Tipp: Welcher Rasen ist der richtige?

rasenwolfgartenflaschenEntscheidend für die Vorbereitung des Bodens und die Auswahl des Rasensaatgutes ist die Frage nach der vorgesehene Nutzung der Rasenfläche.
Das ist logisch, die Frage wird aber meist nicht gestellt oder nicht richtig beantwortet. Meistens soll ein Rasen am Haus unkompliziert und belastbar sein. Darauf laufen, spielen, liegen und feiern will man können, und die regelmäßigen Pflegearbeiten sollen nicht sehr aufwändig sein. Für diesen Verwendungszweck kommen die Rasengräser Ausdauerndes Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel und Lägerrispe in Frage.

Andererseits kann ein Hausrasen aber auch rein repräsentativen Zwecken dienen. In diesem Fall wird er kaum betreten oder belastet. Für einen Zierrasen sind die Rasengräser Rotschwingel, Wiesenrispe und Lägerrispe geeignet. In beiden Fällen müssen bei der Auswahl der Gräser noch besondere Standortbedingungen wie z.B. Schatten oder Trockenlage berücksichtigt werden. Im Zweifel helfen Fachleute oder Nachbarn, die Rasenerfolg haben. Mehr Informationen finden sich auch in folgenden Artikeln zum Thema:

„Anlage von Hausrasen“ der Deutschen Rasen Gesellschaft e.V.
http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenbasis/rasentypen_hr_anlage.php
„Typen wählen je nach Zweck“
http://www.rasenblogger.de/2006/10/12/typen-waehlen-je-nach-zweck/
„Gras, die Mischung macht’s“
http://www.rasenblogger.de/2006/05/07/gras-die-mischung-machts/
„Qualitäts-Saatgut rechnet sich immer“
http://www.rasenblogger.de/2006/04/09/qualitaetssaatgut-rechnet-sich-immer/
(Photo: WOLF-Garten)

5 Kommentare Sonntag, 6. Mai 2012 M. Morell

Renovierung: Schnelles Vorher/Nachher und alles ohne Umgraben?

Auf der Seite gartenatelier.de findet man eine Anleitung zum Trimmen von abgewirtschaftetem Rasen. Und das liest sich so:

Jibbt det det?»Nach mehreren Jahren siedeln sich im Rasen Fremdgräser und Wildkräuter an, und die Rasennarbe ist durch zu starkes Begehen zerstört. Sollte der Rasen sich nicht mehr aus eigener Kraft erneuern, dann muss er behandelt werden. Heute kann man schon nach sechs bis acht Wochen wieder einen dichten Rasen haben, ohne ihn vorher komplett umzugraben.

Dies vollzieht sich in folgenden Arbeitsschritten:
– alten Rasen so tief wie möglich mähen, Schnittgut entfernen
– Rasen vertikutieren, Rasenfilz beseitigen
– Fläche mit einem Starterdünger gleichmäßig düngen
– Saatgut gleichmäßig und sparsam aufbringen
– gesamte Fläche mit einer dünnen Schicht Torf bedecken
– Fläche fein beregnen, 1 – 2 Wochen feuchthalten, der Torf darf nie abtrocknen
– nach vier Wochen etwa einen Spezialdünger auf die Rasenfläche ausstreuen
– sind die Gräser etwa 8 cm hoch sind, auf ca. 4 cm Höhe heruntermähen
– einmal wöchentlich mähen
– nach 6 Wochen ist der Rasen dicht«

Nun frage ich mit ernsthaftem Interesse: Ist das der Weg? Geht das? Ist das der Weg der Profis? Oder ist das ein PR-Vorstoss der Torf- und Dünger-Vertreiber?
Bitte Feedback, wir wollen es wirklich, wirklich wissen.

3 Kommentare Montag, 30. April 2012 M. Morell


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