Wozu „aerifizieren“, wozu „besanden“

Liegt der Rollrasen einige Jahre, so können auch bei bester Pflege Störungen auftreten. In lockerer Folge will ich die augenscheinlichsten aufzählen. So schaue ich nach bei www.rasen.de oder www.gartentechnik.de und dort stehen die Antworten auf immer wiederkehrene Fragen der Rasen-Kunden. Zum Beispiel: „Wozu aerifizieren, wozu besanden?“:

Beim Aerifizieren wegen zu starker Verdichtung des Bodens mit zu feuchtem Mikro-Klima werden mechanisch bis zu 8 cm tiefe Löcher in den Rasen gestochen. Entweder mit „Vollzinken“, angespitzten Metallstäben, die das Erdreich nach außen verdrängen oder mit „Hohlzinken“, Metallhülsen, die in den Boden eindringen und den in der Hülse steckenden Boden entfernen. Die „Stöpsel“ bleiben auf dem Rasen liegen und können entfernt werden. Die Effektivität der Maßnahme, so liest man bei rasen.de, hängt sehr stark von der Dichte der Zinken bzw. der Einstiche ab. Sie ergibt sich aus der Anzahl von Zinken am Gerät und der Arbeitsgeschwindigkeit. Je mehr Einstiche pro Flächeneinheit gemacht werden, desto wirksamer ist die Maßnahme. Das klingt logisch.

Besanden: Die entstandenen Löcher werden anschließend mit trockenem Sand verfüllt. Dieser wird flächig ausgebracht und schließlich leicht in die Löcher gekehrt. 1 – 3 Liter je m² sind sinnvoll und notwendig, um die Löcher gut zu verfüllen. Verwendet werden sollten grobe und scharfkantige Sande. Das erhöht das Porenvolumen. Wasser kann leichter abfließen und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Eine Beratung durch einen Fachhändler ist anzuraten. Gewaschener Sand, bei dem dadurch abschlämmbare Feinteile entfernt wurden, ist vorzuziehen.

Weitere Maßnahmen, mit denen in den Boden eingegriffen und so z.B. Staunässe bekämpft werden kann, sind das Tiefenlockern und das Schlitzen. Auf Sportplätzen sollten sie regelmäßig angewendet werden.

22 Kommentare Montag, 11. Juli 2011 M. Morell

Federndes Fussball-Grün: Weniger Verletzungen durch Besandung

rinkeDer FC Barcelona will am 27. Mai in Rom die Champions League gewinnen. In der Stadionwelt lesen wir nun: Um die Knochen und Gelenke der Ballkünstler zu entlasten, hat man den Spielrasen des heimischen Camp Nou Stadions durch das Unternehmen Redexim Charterhouse vorsorglich besanden und aerifizieren lassen. Hierbei kam die Rasenpflegemaschine Rink 1010 zum Einsatz, um den Spezialsand präzise zu dosieren und flächendeckend bis in die letzte Ecke zu verteilen. Dann hat ihn die Maschine Verti Drain noch tiefer in den Boden gebracht und so eine optimale Auflockerung hinbekommen. Das Gerät bricht wie eine Grabgabel mit Stahlzinken die Vegetationsschicht und den Unterboden bis in eine Tiefe von 30 cm auf. Es ersetzt andere, weniger effiziente Aerifizierungsmaßnahmen und sollte zur regelmäßigen Ehaltungspflege gehören. Jetzt ist das Spanische Spielfeld deutlich elastischer und federnder, was wiederum Knochen und Gelenke der Elf schont und so die Verletzungsgefahr reduziert. Was die Profis fordern, kann der Privatmann theoretisch auch haben. Einfach den Spezialisten vor Ort fragen.

1 Kommentar Freitag, 22. Mai 2009 M. Morell

Was es so um Rasen alles gibt …

Mit Fliehkraft vertikutieren? Das soll mit mobiler Technik kein Problem mehr sein. Wer einen total verdichteten, verfilzten und vermoosten (nicht famosen) Rasen mit besonders vielen Knick- und Wirrhalmen hat, dazu noch einen megaschlechten Luft-und Nährstoffwechsel vorfindet, ist immer auf der Suche nach Lösungen.

Hier verspricht die Werbung die ultimative Moosbefreiung auf dem hart umworbenen Schnäppchenmarkt mit der Super – Messer – Kraftharke mit Fliehkraftfeder. Diese braucht nur ganz einfach anstelle des Messerbalkens unter den geeigneten Rasenmäher geschraubt zu werden – schon ist eine (so versprechen es diverse Anbieter) kraftvolle Motorrasenharke einsatzbereit.

Der leidige Kampf mit Moos & Co kann beginnen. Filz und Moos werden ausgekämmt, Knick- und Wirrhalme gekappt. Das fördert nachhaltig den Luft-, Wasser- und Nährstoffaushalt. Und wer mit einer Fahrt über die kunterbunte grüne Fläche auch kleinere Mulden und Maulwurfshügel auffüllen oder einebnen will: Klar, auch hier soll die Kraftharke das ideale Gartengerät sein.

Fliehkraftfederdorne durchkämmen mit kraftvollen Rotationsbewegung den Rasen im erdnahen Bereich. Es entsteht wie im Fluge ein eine Befreiung der Rasenverdichtung. Kantensteine sollen davon total unberührt bleiben (das ist auch gut so) – die Fliehkraftfeder weicht diesen und anderen Hindernissen blitzschnell aus.

Wer hat mit dieser ultimativen Wunderwaffe bei Rasenbelüftung und Vertikutieren seine eigenen Erfahrungen gemacht? Wie befestigt man(n) (oder frau) die Kraftharke unter einem Flymo-Mäher? Regeneriert das so enthauptete Gras wieder, ohne in Stress zu geraten? Wer kennt diese umweltschonende Moos-Schleuder? Macht die Anschaffung der Kraftharke für den Rasenmäher überhaupt Sinn? Fragen über Fragen…..vielen Dank für aufklärende Worte hier im Rasenblogger.

Gruß
John Langley

2 Kommentare Samstag, 12. Mai 2007 John Langley


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