Rasenmähen wird nach Aussagen der Gartengeräte-Hersteller meist von Frauen erledigt. Denn nach landläufiger Meinung soll Gartenarbeit zur Hausarbeit zählen und darf damit aus Männersicht ohne schlechtes Gewissen als ‘brauch ich nicht zu machen’ abgehakt werden.
Das legt den Schluss nahe: Wenn schon Frauen diese Arbeit überwiegend tun, dann sollten auch ihre speziellen Bedürfnisse Berücksichtigung finden, oder? Die neuen Mäher-Exemplare, die ich auf der Messe sah, waren geräuscharmer, leichter und formschöner. Es gibt einen Weg weg von martialischer Garten-Power-Ästhetik. Die Zahl der Geräte mit unterstützenden Rad-Antrieben scheint auch zu wachsen. Das hat auch mit der überalternden Gesellschaftund sich wandelnden Bedürfnissen zu tun. Unbeschwert bis ins hohe Alter den Garten geniessen - da braucht es manch Erleichterung von technischer Seite . Aber das ist wieder ein Extra-Thema für sich.
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Bei Simplify Your Life gibt es Gartentipps, die simpel und sehr sehr leicht daherkommen. Sie lassen kurz vergessen, dass das alles auch Arbeit bedeutet und Erfahrung braucht. Ein Beispiel frisch von heut:
“Vertikutieren meint nichts anderes, als Filz zu entfernen. Dieser entsteht im Lauf der Jahre, wenn sich abgestorbenes Pflanzenmaterial im Rasen anreichert. Die Folge ist, dass die unteren Schichten nicht mehr genügend Luft erhalten und Oberflächenwasser abfließt statt zu versickern. Für größere Rasenflächen können Sie einen motorgetriebenen Vertikutierer mieten.
Im Lauf der Zeit kann sich auch der Untergrund eines stark genutzen Rasen verdichten. Dagegen hilft nur Belüften. Stechen Sie dazu mit einer Grabegabel etwa 10 bis 15 cm Löcher in den Boden. Ganz zum Schluss verteilen Sie eine Mischung aus drei Teilen gesiebter Gartenerde, zwei Teilen groben Sand und einem Teil gesiebten Gartenhumus auf der Fläche. So füllen sich die entstandenen Löcher wieder und die oberste Erdschicht wird mit Nährstoffen angereichert.”
Hier ein sagenhaftes Video. Ganz ruhig erklärt der Hobby-Gartenbesitzer, warum ein naturbelassener Garten schön sein kann und es nichts macht, wenn der Salbei die Waschbetonplatten überwuchert. Die Scharfgarbe ist da und auch die Bienen kommen wieder. Anfangs dachte ich, es sein ein Satirebeitrag. Auch, wenn es in den Fingern juckt: schön, wenn die Bienen und Hummeln summen, der Lavendel duftet. Und Löwenzahnsamen segeln durch die Luft und Giersch ist auch irgendwo versteckt. Jedem sein ganz eigenes Paradies. Auch mit Giersch meinetwegen.
Viele Gärten auch im attraktiven Umland der Metropolen sind in die Jahre gekommen, selbst in allerbesten Wohnlagen. Der Rasen leidet, die Wegeplatten sind verrutscht und an einigen Stellen von Wurzeln größerer Bäume angehoben; die Beete sind stellenweise nicht mehr schön, von Blütenpracht keine Spur. Die Gründe dafür sind verschieden: Sei es, weil man gegen Ende der Bauphase einfach die Nase voll hatte und mehr oder weniger zufällig ausgewählte, einfache Sträucher gepflanzt hat. Oder, weil man das Haus mit bestehendem Garten gekauft hat und sich nicht gleichzeitig an die Renovierung von drinnen und draußen gewagt hat. Oft bleiben bei einer Hausfinanzierung nur 1-3% für Gartenanlage- und -Renovierung eingerechnet. Dies rächt sich schon mittelfristig. Sicher ist, dass das Auge und die Hand eines Fachmanns vielen Gärten sehr gut tun würde. Doch vor dem Schritt, eine Beratung des Gartengestalters in Anspruch zu nehmen, davor scheuen einige Gartenbesitzer zurück.
Warum nicht? Schade eigentlich - und gar nicht nötig
Wer glaubt, dass eine Grundrenovierung oder gar komplette Neu-Anlage des Gartens nur mit großem Budget möglich ist, liegt falsch. Am Geld jedenfalls sollte die Erfüllung des Gartentraums nicht scheitern. Denn wie bei anderen Anschaffungen, die über einen längeren Zeitraum genutzt werden sollen, ist auch die Investition in den Garten finanzierbar: über eine Ratenzahlung. Das Zauberwort für wirtschaftlich denkende Menschen, die den Garten als wesentlichen Teil der Lebensqualität verstehen, heißt: Hausgartenkreditfinanzierung. Statt einer Standardversion oder einem unfertigen Zufallsprodukt – beides macht wenig Freude und wird erfahrungsgemäß nach einigen Jahren komplett gerodet – bietet der solide geplante und fachmännisch angelegte Garten viele Vorteile. Denn je früher die richtigen Pflanzen im Garten wachsen, umso eher werden die Bewohner in den Genuss von blühenden Beeten und schattenspendenden Bäumen kommen. Da die Investition in den Garten auch eine wertsteigernde Komponente für die gesamte Immobilie darstellt, macht die Finanzierung gleich doppelt Sinn. So nämlich wird es möglich, den neuen Garten aus dem laufenden Haushaltsgeld zu bezahlen und von Anfang an voll zu nutzen.
Die Familie wird’s danken! Fragen Sie Ihren Landschaftsgärtner
“Der Vorteil der Hausgarten Kredit-Finanzierung ist, dass sie immer maßgeschneidert ist“, so Christian Bahl von den Gärtnern von Eden in Kiebitzreihe bei Hamburg. Der Landschaftsgärtner plant mit dem Gartenbesitzer die Gestaltung und macht Vorschläge für die Erfüllung der individuellen Gartenträume. Der Kunde bestimmt das Investitionsvolumen und passt die Laufzeit und die monatliche Rate seinen Möglichkeiten an. Eine Grundbucheintragung ist nicht erforderlich. Übrigens: Auch wer gerade neu gebaut hat und den Garten zum Einzug schön anlegen will, ist mit der Hausgarten Kredit Finanzierung gut beraten. Fragen Sie den Gärtner Ihres Vertrauens, er hat Erfahrung damit und kann Ihnen unbürokratisch die Hausgartenkreditfinanzierung vermitteln.
Der umweltfreundlichste Rasenmäher ist das Schaf oder die Sense, doch die meisten Gartenfreunde bedienen sich lieber der modernen Technik, um das Grün zu stutzen. Unüberhörbar „knattern“ in der warmen Jahreszeit vielerorts motorisierte Rasenmäher und sind dabei oftmals Quelle für Luftschadstoffe und Lärmbelastungen im Garten.
Ein lauter 2-Takt-Benziner verursacht schon mal Lärm bis zu 96 Dezibel und stößt so viel krebserregende Kohlenwasserstoffe aus, wie rund 150 mit Katalysatoren ausgerüstete Autos. Die Verbrennungsmotoren der Mäher tragen so dazu bei, bodennahes Ozon und damit Sommersmog zu bilden. „Aus Umweltsicht ist bei einer Rasengröße unter 200 Quadratmeter der Einsatz von Handgeräten zu empfehlen.“, meint deshalb Christian Böhme Umweltberater der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. „So stärkt der Verbraucher nicht nur seine Fitness, sondern Handmäher liefern oft auch den saubersten Schnitt.“
Aber auch wer es gern bequem hat, kann seinen Rasen mit weniger Krach und Gestank stutzen. Hier sind elektrische Rasenmäher, die sinnvollere Alternative. Sie sind abgasfrei und zeichnen sich durch geringere Geräuschbelastung aus. Leise Elektromäher kommen kaum über 84 Dezibel. Sie gibt es ebenfalls in der Variante mit Akku-Betrieb. Diese sind aber meist teurer und bringen zusätzliche Entsorgungsprobleme für die Akkus.
Wenn auf einen benzinbetriebenen Rasenmäher nicht verzichtet werden kann, ist es besser einen 4-Takt-Motor mit Katalysator zu verwenden, da dieser einen um 80 Prozent reduzierten Schadstoffausstoß hat. Ein Benzinmäher lohnt sich erst ab einer Fläche von 500 Quadratmetern. Gartenbesitzer sollten der Umwelt zu Liebe möglichst selten mähen und einen Teil des Rasens als Wildblumenwiese wachsen lassen. Dies lockt Schmetterlinge und seltene Vogelarten in den Garten. Bunte Wiesen bieten dem Auge außerdem mehr Erholung als steriles Sportplatzgrün.
Hinweise:
- Nach der „Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung“ (32. BImSchV) dürfen Motorrasenmäher, auch Elektromäher in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten, an Sonn- u. Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit von 20.00 bis 7.00 Uhr nicht betrieben werden. In kommunalen Verordnungen können bestimmte einzuhaltende Ruhezeiten noch ausgeweitet sein.
- Achten Sie beim Kauf des Rasenmähers auf den Geräuschpegel am Typenschild.
- Suchen Sie nach lärmarmen Geräten mit dem „Blauen Engel“
Husqvarna bringt diese Saison zahlreiche neue Rasenmäher-Modelle auf den Markt. Diese sechs neuen Modelle präsentieren sich mit einem neuen, ergonomischen Design und passen sich ganz an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers an.
Die neuen Rasenmäher von Husqvarna wurden so konzipiert, dass sie den vielfältigen Ansprüchen von Rasenbesitzern gerecht werden. Husqvarna ist es gelungen, mit der neuen Ergo series eine Geschwindigkeitskontrolle der neuen Arteinzuführen.
Mit der Antriebsfunktion Comfort cruise kann die Fahrgeschwindigkeit nicht nur konstant geregelt, sondern ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Benutzers eingestellt werden. Jeder Rasenmäher ist mit mehreren Mähsystemen ausgestattet. Zur Auswahl stehen die BioClip-Methode zum Mulchen, die Grasfangbox sowie der Heck- oder Seitenauswurf. Mit BioClip wird das Schnittgut besonders fein gehäckselt und dann als natürlicher Dünger auf dem Rasen belassen.
„Vor der Markteinführung haben wir 30.000 Stunden in Forschung und Entwicklung und weitere 3.500 Stunden in Tests investiert”, so Heiko Pfister von Husqvarna Deutschland.
Und das sind die Vorteile der neuen Mäher-Mannschaft: Dank unterschiedlicher Mähsysteme ist ein perfektes Schnittergebnis jederzeit garantiert - auch bei unterschiedlicher Beschaffenheit des Rasens. Durch das benutzerfreundliche Design ist komfortables, ergonomisches Arbeiten eine Selbstverständlichkeit. Die hochwertigen Bauteile und der robuste Rahmen schließlich sorgen für Langlebigkeit.
Rasenliebhaber erzählen von der Bedeutung eines kulturellen und ökologischen Phänomens.
“Kein Anblick ist erhabener als jener von feinem, dichtem, kurz geschorenem Gras!”, schrieb im 13. Jahrhundert der Philosoph und Naturforscher Albertus Magnus. Zwar ausschließlich aus Gräsern bestehend, ist Rasen weit mehr als Gras - und alles andere als natürlich. Unkräuter haben auf einer Rasenfläche keine Chance, sie werden erbarmungslos entfernt. Ein Rasen wird regelmäßig gepflegt, denn nur so erhält er seine wunderbar weiche Struktur. Was für die einen bloß ein alltägliches Grün darstellt, das sie achtlos betreten, ist für andere ein Objekt der Besessenheit, dem sie sich vollkommen verschrieben haben. Mehr dazu in diesem arte-Film.
Die Geschichte des Zierrasens geht bis in die Antike zurück, doch waren es die Briten, die ihn im 18. Jahrhundert zum Lebensstil erklärten. Überall in Großbritannien wurden weite Landschaftsparks und perfekte “Pleasure Grounds” zum ästhetischen Ideal der Aufklärung. In der Neuen Welt erreichte die Rasenkultur ihre Blüte. Seit den 50er Jahren sind große, freie Rasenflächen aus keinem nordamerikanischen Vorort mehr wegzudenken. Der kurz geschnittene Rasen symbolisiert in den USA gesellschaftlichen Erfolg und steht für das Lebensgefühl des verwirklichten amerikanischen Traums. Und so ist das satte Grün längst ein enormer Wirtschaftsfaktor, für den in den Vereinigten Staaten jährlich 40 Milliarden Dollar ausgegeben werden und der dort mehr Fläche als jede andere Kulturpflanze - einschließlich Weizen, Mais und Tabak - beansprucht.
Während es sogar Golfplätze in der Wüste gibt und man wegen Nicht-Mähens verhaftet werden kann, wird in Laboren auf der ganzen Welt nach immergrünen Mischungen geforscht. Von der Rasenfarbe bis zum Mähroboter entfacht die Suche nach dem perfekten Rasen die Leidenschaft des Menschen. Zum Video geht es hier.
Wieviel Rasen braucht eigentlich ein Garten? Oft wird bereits bei der Planung der Grasteppich überdimensioniert angelegt. Doch es gibt attraktivere Alternativen zu monotonen Grünflächen.
Wer immer noch glaubt, dass Rasen pflegeleichter sei als blühende Staudenbeete, aktive Teiche oder sichtschützende Gehölzpflanzungen, sollte bedenken: pflegeleicht ist ein Rasen nur, wenn er sich zur “richtigen” Wiese entwickeln darf. Wer dabei spontan an buntblumige Oasen mit seltenen Kräutern und interessanten Gräser denkt, muss umdenken. Wiesen sind von Natur aus auf nährstoffreichen Böden im Flachland artenärmer und hochwüchsiger, als ihre farbigen Verwandten im Mittelgebirge oder in den Alpen, die man spontan im Kopf hat, wenn man an wogende Mohn- und Kornblumenareale denkt.
Viel Arbeit und oft auch Ärger bereitet ein ganz “normaler” Scherrasen. Warum? Es soll Menschen geben, die davon ausgehen, dass sich ihre Grasnabe zu einem Golfplatz-Rasen entwickelt, wenn sie ihn intensiv in der Mittagszeit und nach 20.00 Uhr mit dröhnendem Motor-Rasenmäher bearbeiten. Es ist bewiesen, dass speziell diese Mähzeiten keinerlei positiven Einfluss auf Dichte, Wachstum und Wurzelbildung eines Rasens haben. Rasen muss gedüngt, vertikutiert, getrimmt, versandet, aerifiziert und bei Vertiefungen durch Auffüllen von Oberboden angeglichen werden. Kanten wollen akkurat abgestochen sein (empfehlenswert hier eine Rasenkante aus Klinker oder Natursteinpflaster), damit die rotierenden Mähermesser schadensfrei trennen können.
Wer einmal kritisch über sein eigenes Grün schaut, wird feststellen, dass diese künstliche Lebensgemeinschaft sehr anfällig ist. Das ist ganz natürlich. Natur ist immer bestrebt, die monotone Fläche von selbst zu “renaturieren”. Wühlmäuse, Maulwürfe, unterschiedlichste “Unkräuter”, unzählige sichtbare und versteckte Pilze, selbst eine permanente Vermoosung sind sichtbare Symptome dafür. So altert der Rasen schnell und wird bald doch zu einer Art aber nicht artenreichen Wiese, an der “ordnungsliebende” Naturen natürlich so gar keinen Gefallen finden.
Rasenflächen, oft bestehend aus nur fünf Grasarten, sind häufig noch durch “Un”krautvernichtungsmittel oder Überdüngung belastet. Kein Wunder, wenn dann kaum noch tierisches Leben im Boden stattfindet. Hinzu kommt noch, dass wegen der kurzen Schnitthöhe die Verdunstung an wärmeren Tagen besonders hoch ist. Die Bodenqualität unter der Grasnarbe leidet durch Nährstoffentzug, Auswaschung und Verdichtung immer mehr. Fazit: Allmählich verarmt die grüne Monokultur.
Ein Garten sollte aber lebendig und naturverträglich sein. Dort, wo gespielt und getobt wird, macht Rasen möglicherweise Sinn. Und wenn es denn mal kein “englischer” Zierrasen sein soll, hat sich eine bodenbeständige Scherrasenmischung mit vielen unterschiedlichen Kräutern bewährt. Dann blüht wenigstens immer etwas, selbst auf sandigen, lehmigen und tonigen Böden - egal wie oft das Flächengrün geschnitten wird.