Kategorie 'Rollrasen'
Eine nette Gartenbegeisterte aus Elmshorn traf ich im dortigen Garten-Paradies von Isolde Fritsch-Hamann und Mann Piet. Sie meint, dass Kalk – wenn überhaupt – erst im Frühjahr, etwa im März, auf den Rasen gebracht werden muss. Sie hat es trotzdem bereits hinter sich und es sieht jetzt wie Rauhreif aus. Wir haben Winter bei über 10 Grad Celsius. Nun lese ich in “Land und Garten”, man solle bereits im November oder Dezember kalken. Welche Aussage stimmt nun?
Meine Gartenbau-Kunden verhalten sich zum Thema Kalken uneindeutig: Im Prinzip ist beides richtig. Das Wichtigste ist, dass Kalk nie zusammen mit Stickstoffdünger auf den Rasen gebracht wird. Denn dabei wird Nitratstickstoff freigesetzt. Zwischen der Gabe von Kalk und der Stickstoffdüngung sollten deswegen mindestens vier Wochen liegen. Wenn die Düngung erst im April erfolgt, kann also auch Anfang März gekalkt werden. Weil die Kalkgaben einen Vorrats-Effekt von zwei bis drei Jahren haben, kann aber ebenso gut in den Wintermonaten gekalkt werden. Nun wissen wir’s.
Tipp: Kalken sollten Sie nur bei regnerischem Wetter tun. So vermeiden Sie verbrannte Stellen im Flor. So gepflegt kann Ihr Rasen nun ordentlich wachsen und wird Ihnen mit seinem satten Grün viel Freude bereiten.
—> Mehr zum Thema Gartengestaltung und Gartenpflege findet sich bei den Freunden von garten-ratgeber.net
Freitag, 30. Dezember 2011
M. Morell
Ich erhalte Herbst und Frühjahr vermehrt Anrufe zu Rasenproblemen. Warum? Nicht alles, was als Rasen grün wurde, verschafft übers ganze Jahr nachhaltig Freude, insbesondere “Alles-Selbermacher” sind oft frustriert über das Ergebnis ihr Mühen.
Ich predige dann immer: Bei Rasensaatgut gibt es große Qualitätsunterschiede.
Hochwertige Rasengräser können im Vergleich zu billigen Gräsern nur mit erheblichem Mehraufwand produziert werden und die Erntemengen sind von Natur aus geringer als bei qualitativ schlechteren Arten und Sorten. Im Fachhandel gibt es eine unüberschaubare Menge an Sorten und Arten unter verschiendensten Bezeichnungen. Nicht alle Gräser sind für jeden Zweck geeignet, das ist klar. Je nach der angestrebten Nutzung muß man die geeignete Mischung auswählen. Die populärsten Rasenmischungen bestehen in der Regel aus folgenden Gräsern:
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
- Wiesenrispe (Poa pratensis)
- Rotschwingelarten (Festuca ssp.)
- Straußgrasarten (Agrostis ssp.)
- Schafschwingelarten (Festuca ovina ssp.)
Diese Arten werden aufgrund ihrer Eigenschaften in unterschiedlichen Anteilen zusammen gemischt, um den verschiedenen Anforderungen der Rasentypen gerecht zu werden.
Vorteil von Qualitätsmischungen: es werden deutlich geringere Aussaatmengen verbraucht. 40 – 50 g / m² einer einfachen Berliner Tiergarten Mischung stehen 20 – 25 g / m² einer Qualitätsmischung gegenüber. Qualität hat ihren Preis, der sich durch kleinere Saatmenge, Dauerhaftigkeit und leichtere Pflege schnell bezahlt macht. Wir empfehlen natürlich Qualitätssaatgut. Und Rollrasen. Noch Fragen? (Foto: Garpa)
Mehr:
www.rasengesellschaft.de
Dienstag, 27. Dezember 2011
M. Morell
Himmelfahrt und: Vatertag. Was tut man da? Rasenmähertreckerfahren in Krautsand natürlich. Der Termin gehört in den Kulturkalender.
Krautsand liegt auf einer traumhaft ruhigen Halbinsel gleichen Namens in der Elbe bei Hamburg und gehört zu den Orten, wo die Häuser auf ihren Grundstücken noch viel Platz haben und der Rasen daher mit Aufsitzrasenmähern gemäht wird. Der Rasenmäher- Motorsport hat sich durch eine Wette in den Neunziger Jahren auf Krautsand entwickelt, und seit 1997 gibt es hier jedes Jahr im Mai, immer an Himmelfahrt, die Weltmeisterschaft der Rasenmähertrecker.
Bis zu 8000 begeisterte Zuschauer finden sich alljährlich im Mekka des Rasenmäherrennens ein, um diese Kult- Veranstaltung der letzten Helden des Motorsports, eine Mischung aus Profi- Motorsport und Volksfest mit zu erleben, wie es im Pressetext heisst. Die Veranstaltung findet wieder auf dem Platz im Aussendeichgelände statt, wo Zuschauer die ganze Strecke mit Blick auf die Elbe einsehen können. Dort befand sich auch das legendäre Ausflugslokal mit den größten Aussengrills der Region. Es wurde abgerissen. Aber das ist ein anderes Thema. Hier noch ein OBI Autobahn-Rasenmäher-Spot zum Thema.
Krautsand-Website www.elbinsel-krautsand.de
Dienstag, 2. August 2011
M. Morell
Der Sommer geht auf seinen Höhepunkt zu und viele haben im Frühjahr neue Pflanzen eingesetzt, sind aber noch unzufrieden mit Ihrem Rasen. Was kann man tun?
Moose und lichte Stellen trüben das Bild vom schönen Garten. Viele scheuen die oft aufwändige und langandauernde Neuanlage von Rasenflächen, da nicht nur der zeitliche Aufwand groß ist, sondern auch das Ergebnis vielfach nicht dem Erhofften entspricht. Traditionell wird Rasen eingesät und muss viele Wochen wachsen, ohne genutzt werden zu können. Kinder können nicht auf der Grünfläche spielen und zudem ist er alles anderes als ansehnlich, bis sich eine zusammenhängende Gründecke gebildet hat. In der Regel kann der Rasen einen ganzen Sommer nicht genutzt werden, bevor er begehbar bzw. intensiv nutzbar ist.
Mit Rollrasen etabliert sich seit Jahren eine Alternative im Gartenbereich, mit der man nicht nur zeitlich unabhängig ist, sondern auch schnell ein schönes Ergebnis hat, das umgehend genutzt werden kann. So kann der Sommerurlaub auch in den eigenen Garten verlegt werden. In der Regel dauert das Verlegene von Rollrasen nur wenige Tage, häufig reicht sogar ein Tag aus. Die Größe der Fläche, die Beschaffenheit des Bodens und auch die notwendigen Vorarbeiten bestimmen diesen Zeitraum.
Nach Entfernen des alten Rasens wird der Boden aufgelockert und ein Feinplanum erstellt, um eine schöne, ebene Fläche zu erhalten. Daraufhin wird der Boden gewalzt und die Rollrasenbahnen werden Stoß an Stoß verlegt, noch einmal gewalzt und dann sind die konkreten Verlegearbeiten schon beendet. Direkt nach dem Verlegen ist eine gute Wässerung notwendig (15-20l / qm), um ein gutes Anwachsen des Rasens zu gewährleisten.
Auch in den folgenden Tagen sollte eine regelmäßige Wässerung des Rollrasens erfolgen. Nach ca. 5-7 Tagen kann der erste Schnitt erfolgen, wobei nicht weniger als auf die Hälfte der Aufwuchshöhe des Rasens gekürzt werden sollte. Schon nach 2-3 Wochen kann der Rasen benutzt werden, da er bei einer guten Pflege gut durchgewurzelt sein sollte. Nach 3-4 Wochen kann der Rasen intensiver beanspruch werden.
Auf der Website www.rollrasen-verlegung.de gibt es noch viele weitere Tipps zu Rollrasenpflege.
Donnerstag, 28. Juli 2011
M. Morell
Liegt der Rollrasen einige Jahre, so können auch bei bester Pflege Störungen auftreten. In lockerer Folge will ich die augenscheinlichsten aufzählen. So schaue ich nach bei www.rasen.de oder www.gartentechnik.de und dort stehen die Antworten auf immer wiederkehrene Fragen der Rasen-Kunden. Zum Beispiel: “Wozu aerifizieren, wozu besanden?”:
Beim Aerifizieren wegen zu starker Verdichtung des Bodens mit zu feuchtem Mikro-Klima werden mechanisch bis zu 8 cm tiefe Löcher in den Rasen gestochen. Entweder mit „Vollzinken”, angespitzten Metallstäben, die das Erdreich nach außen verdrängen oder mit „Hohlzinken“, Metallhülsen, die in den Boden eindringen und den in der Hülse steckenden Boden entfernen. Die „Stöpsel“ bleiben auf dem Rasen liegen und können entfernt werden. Die Effektivität der Maßnahme, so liest man bei rasen.de, hängt sehr stark von der Dichte der Zinken bzw. der Einstiche ab. Sie ergibt sich aus der Anzahl von Zinken am Gerät und der Arbeitsgeschwindigkeit. Je mehr Einstiche pro Flächeneinheit gemacht werden, desto wirksamer ist die Maßnahme. Das klingt logisch.
Besanden: Die entstandenen Löcher werden anschließend mit trockenem Sand verfüllt. Dieser wird flächig ausgebracht und schließlich leicht in die Löcher gekehrt. 1 – 3 Liter je m² sind sinnvoll und notwendig, um die Löcher gut zu verfüllen. Verwendet werden sollten grobe und scharfkantige Sande. Das erhöht das Porenvolumen. Wasser kann leichter abfließen und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Eine Beratung durch einen Fachhändler ist anzuraten. Gewaschener Sand, bei dem dadurch abschlämmbare Feinteile entfernt wurden, ist vorzuziehen.
Weitere Maßnahmen, mit denen in den Boden eingegriffen und so z.B. Staunässe bekämpft werden kann, sind das Tiefenlockern und das Schlitzen. Auf Sportplätzen sollten sie regelmäßig angewendet werden.
Montag, 11. Juli 2011
M. Morell
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