Kategorie 'Rollrasen'
Aus gegebenem Anlass gebe ich eine Warnung ab. Die Tetanus-Impfrate ist in Deutschland gering, das Bewusstsein für die realen Übertragungs-Gefahren ist kaum vorhanden. Tetanus, der so genannte Wundstarrkrampf, ist eine schwere Erkrankung, die sich durch Muskelkrämpfe äußert und tödlich enden kann. Da sich der Erreger oft im Erdboden finden lässt, können schon Bagatellverletzungen bei der Gartenarbeit bei nicht ausreichendem Immunschutz zu einer Infektion führen. Die resistenten Sporen kommen überall vor, auch im Gartenstaub, in der Gartenerde sowieso, sogar im Staub der Stadt. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium vermehrt sich und sondert die Toxine Tetanospasmin und Tetanolysin ab. Der Todeskampf wird anschaulich bei Wikipedia beschrieben. Als ich meine Lehre in der Landwirtschaft begann, habe ich meinen Impfschutz sofort aufgefrischt und tue das seitdem alle 10-15 Jahre. Das Robert Koch Institut hat dem Thema Garten und Tetanus einen extra Beitrag gewidmet.



Montag, 19. Juli 2010
M. Morell
Fakten: 255 Betriebe produzieren in Sachsen auf rund 20.000 Hektar Saat- und Pflanzgut für mehr als 300 verschiedene Sorten. Das sind etwa 9,5% aller deutschen Vermehrungsflächen und drei Prozent der sächsischen Felder. Bei Grassamen (88 Sorten) sind es fast 8.000 Hektar mit rund 7.800 Tonnen. Das sind über20% des deutschen Grassamens.
Fast 95% davon werden auf dem internationalen Markt angeboten. „Diese Zahl spricht für die Qualität der sächsischen Gräser, denn die internationalen Standards sind besonders hoch“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich auf Gabot.de.


Samstag, 17. Juli 2010
M. Morell
Ein wunderbares Motto für Rollrasen, das die Leute von Rasenprofi.de und zugleich rollrasendiscount.ch für sich reklamieren. Auch hier findet sich Allbekanntes. Sogar eine Verlegeanleitung, wie sie kürzer und wahrer nicht sein kann. Freund Jonni versichert aber, dass eine Walze nicht zwingend zum Verlege-Gelingen beitragen muss. Er selber verleiht deshalb auch keine. Schon wieder ein Stück Komplexität weniger.


Dienstag, 13. Juli 2010
M. Morell
Schon im März stellen verunsicherte Gartenbesitzer meinen Kunden die Frage „Kann man denn schon säen?“. Und Ende Oktober heißt es dann „Ist Säen überhaupt noch möglich?“. Doch in beiden Fällen ist Warten bis zum Mai angesagt, weil das Risiko zu groß ist und immer ein Teilverlust zu erwarten ist. Wenn man lückenlos bewässern kann, darf auch im Juli und August ausgesät werden. Doch hier muss unbedingt täglich gegossen werden, sonst trocknet der Keimling aus. Katastrophal ist ausgiebiger Regen, der die Saat wegwäscht und in Rinnen oder Senken (die es nicht geben darf) sammelt.
Am besten geeignet sind die ruhigeren Monate Mai, eventuell auch schon Ende April, sowie September und Oktober. Zum einen keimt der Grassamen nur bei einer Wärme, die auch nachts nicht unter 10° C sinkt und braucht hierfür, je nach Sorte, auch mehr als eine Woche dieser konstant warmen Temperaturen. Demzufolge wären auch die Monate Juni, Juli und August geeignet. Doch hier drohen Gefahren. Heftige Regengüsse, Hagelschlag und Trockenperioden können die Arbeit und das investierte Kapital zunichte machen. Rollrasen ist hier wieder eine gute Alternative.
Rasensaat und Dünger gibt es im Rasenblogger-Shop hier


Sonntag, 11. Juli 2010
M. Morell
Je nach Lebensart, nach Garten-Vorlieben und alltäglichen Nutzungsvorstellungen des Grüns sind verschiedene Rasentypen klar voneinander zu trennen.
Die Rasen-Typen setzen sich aus verschiedenen Grassorten zusammen, die sich in in ihrer Strapazierfähigkeit sowie ihren Pflege- und Umweltansprüchen unterscheiden. Durch den sinnigen und zweckgebundenen Einsatz der Rasentypen wird der Grundstein für dauerhafte Qualität der Grünflächen gelegt. Das klingt trocken, bleibt aber ewig wahr. Ein Riesen-Thema, über das man auch ewig diskutieren kann. Auch über die miese Qualität, die massenhaft in Baumärkten mitgenommen wird (”Schatz, wir brauchen noch Samen, ein Mal Berliner Tiergarten bitte, oder wie hiess der billige noch …”).
Eine saubere Kurzübersicht bietet Rasen.de und die Deutsche Rasengesellschaft. Noch mehr gibt es beim TV-Gärtner John Langley. Wie schreibt er so schön und richtig:
»Die hochwertigen Rasenmischungen der guten Züchter sind individuell auf alle auftretenden Standortprobleme abgestimmt und haben zudem noch den Vorteil, nicht so “ins Kraut zu schießen” wie die Pauschalmischungen. Sie bringen wenig Schnittgut, was ja auch gewollt ist. Richtig ist es deshalb, bevorzugt RSM-Saatgut zu verwenden. Bei Verwendung von Regel-Saatgutmischungen (RSM) hat man eine gewisse Gewähr für gute Qualität des Saatgutes. In diesen Mischungen werden die besten Sorten jeder Art verwendet, und die Mindestkeimfähigkeit ist höher als bei anderen Mischungen. «
Rasensaaten und Dünger gibt es übrigens hier im Rasenblogger-Shop.

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
Dieser Jahrhundertsommer enttäuscht nicht.
Niemand kann sich beschweren über zu wenig an mediterraner Stimmung: Eher zu viel Sonne haben wir, zu viel Hitze und viel zu selten Regen. Ein ewig wahrer Tipp, damit der Rasen sommer- und ferienfit bleibt: Rasen mähen bitte! Bevor es in den Urlaub geht, sollte der Rasen unbedingt noch einmal gemäht werden. Ist er bei der Rückkehr zu hoch, dann nicht sofort auf die Normallänge (Stufe 3 ist später ideal) kürzen, sondern in 2 Tagesetappen zuerst auf Stufe fünf bis sechs und dann erst kürzen. Der Rasen würde im kräftigen Sonnenlicht schlichtweg verbrennen. Das sehe ich in meiner Nachbarschaft in jedem 2. Garten.
Maik Rübner hat hier einen schönen Text zum richtigen Gartensprengen geschrieben. Alles zum Rasensprengen und mehr gibt es im Rasenblogger-Shop.

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
Nun ist gartentechnisch sicherlich noch immer Hochsaison und es gibt Rasenblogger-Themen genug. Bei der Recherche fand ich heute diesen Rasenmäher-Witz, den ich nicht für mich behalten kann.
“Stehen ein Schaf und ein Rasenmäher auf einer Wiese. Blökt das Schaf: “Määääähhhhhhh!”
Antwortet der Rasenmäher: “He blödes Schaf, Du hast mir garnichts zu befehlen!”
… nett am Rande.
Maik Rübner hat hier einen schönen Text zum richtigen Gartensprengen geschrieben. Und witzige und nützliche Sachen für den Garten gibt es im Rasenblogger-Shop.

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
Jedes Jahr beobachte ich Nachbarn, die die Schnitthöhe ab Hochsommer kontinuierlich zum Herbst hin herunterfahren, und das bei kürzeren Schnitt-Intervallen. Wozu?
Achten Sie beim Rasenmähen darauf, dass Sie ihn nicht zu kurz schneiden. Der Grund: Wird der Rasen zu kurz, können die Gräser keine neuen Triebe entwickeln. Die Folge ist, dass der Rasen ausdünnt. Durch kurze Halme ist der Schattenwurf eh schon zu gering, die Wasser-Verdunstung beschleunigt sich bei Sonne enorm. Die Halme leiden.
Die optimale Schnitthöhe eines normalen Haushaltsrasens liegt bei rund fünf Zentimetern. Im Schatten sollten es ein bis zwei Zentimeter mehr sein. Einen Golfrasen durch geringe Halmhöhe und ordentliche Düngergaben erzeugen zu wollen, ist vergebene Liebesmüh. Der Gang zum Rasenspezailisten ist besser. Möchten Sie einen kürzeren Rasen, wie er etwa auf Fußball- oder Tennisplätzen zu finden ist, dann müssen Sie zuvor die entsprechende Grassorte säen und sich mit Dünger- und Pflege intensiv auseinandersetzen. Brauchbare Hinweise gibt auch die Deutsche Rasengesellschaft. Über optimale Bewässerung zur Qualitätssteigerung und bester Optik schreibe ich an anderer Stelle. Bitte in die Suche gehen.
Schönes und Nützliches wie Beregner, Gummistiefel, Grills oder Lounge-Möbel oder Dünger gibt es im Rasenblogger-Shop.

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
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