Kategorie 'Rasenpflege'
Wenn die Halme so kurz stehen, wie dieser Text hoch ist, wären sie zu kurz. Das ist schonmal klar.Und die erste Maht ist kritisch. Man fängt lang an und geht die nächsten Male immer tiefer. Das ist gut für den Wuchs, sonst macht man sich die Grasnarbe schon zu Anfang der Saison kaputt.
»Das Schneiden des Rasens ist immer dann angesagt, wenn die Halme um die Hälfte länger geworden sind, als sie sein sollen«. So steht es auf der Website von John Langley, dem Fernsehgärtner des NDR. Mehr von ihm hier.
Näheres hier zu Rasen-Ideallänge und Rasenmähereinstellungen

Donnerstag, 10. Mai 2012
M. Morell
Ich erhalte Herbst und Frühjahr vermehrt Anrufe zu Rasenproblemen. Warum? Nicht alles, was als Rasen grün wurde, verschafft übers ganze Jahr nachhaltig Freude, insbesondere “Alles-Selbermacher” sind oft frustriert über das Ergebnis ihr Mühen.
Ich predige dann immer: Bei Rasensaatgut gibt es große Qualitätsunterschiede.
Hochwertige Rasengräser können im Vergleich zu billigen Gräsern nur mit erheblichem Mehraufwand produziert werden und die Erntemengen sind von Natur aus geringer als bei qualitativ schlechteren Arten und Sorten. Im Fachhandel gibt es eine unüberschaubare Menge an Sorten und Arten unter verschiendensten Bezeichnungen. Nicht alle Gräser sind für jeden Zweck geeignet, das ist klar. Je nach der angestrebten Nutzung muß man die geeignete Mischung auswählen. Die populärsten Rasenmischungen bestehen in der Regel aus folgenden Gräsern:
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
- Wiesenrispe (Poa pratensis)
- Rotschwingelarten (Festuca ssp.)
- Straußgrasarten (Agrostis ssp.)
- Schafschwingelarten (Festuca ovina ssp.)

Diese Arten werden aufgrund ihrer Eigenschaften in unterschiedlichen Anteilen zusammen gemischt, um den verschiedenen Anforderungen der Rasentypen gerecht zu werden.
Vorteil von Qualitätsmischungen: es werden deutlich geringere Aussaatmengen verbraucht. 40 – 50 g / m² einer einfachen Berliner Tiergarten Mischung stehen 20 – 25 g / m² einer Qualitätsmischung gegenüber. Qualität hat ihren Preis, der sich durch kleinere Saatmenge, Dauerhaftigkeit und leichtere Pflege schnell bezahlt macht. Wir empfehlen natürlich Qualitätssaatgut. Und Rollrasen. Noch Fragen? (Foto: Garpa)
Mehr:
www.rasengesellschaft.de
Mittwoch, 9. Mai 2012
M. Morell
Entscheidend für die Vorbereitung des Bodens und die Auswahl des Rasensaatgutes ist die Frage nach der vorgesehene Nutzung der Rasenfläche.
Das ist logisch, die Frage wird aber meist nicht gestellt oder nicht richtig beantwortet. Meistens soll ein Rasen am Haus unkompliziert und belastbar sein. Darauf laufen, spielen, liegen und feiern will man können, und die regelmäßigen Pflegearbeiten sollen nicht sehr aufwändig sein. Für diesen Verwendungszweck kommen die Rasengräser Ausdauerndes Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel und Lägerrispe in Frage.
Andererseits kann ein Hausrasen aber auch rein repräsentativen Zwecken dienen. In diesem Fall wird er kaum betreten oder belastet. Für einen Zierrasen sind die Rasengräser Rotschwingel, Wiesenrispe und Lägerrispe geeignet. In beiden Fällen müssen bei der Auswahl der Gräser noch besondere Standortbedingungen wie z.B. Schatten oder Trockenlage berücksichtigt werden. Im Zweifel helfen Fachleute oder Nachbarn, die Rasenerfolg haben. Mehr Informationen finden sich auch in folgenden Artikeln zum Thema:
“Anlage von Hausrasen” der Deutschen Rasen Gesellschaft e.V.
http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenbasis/rasentypen_hr_anlage.php
“Typen wählen je nach Zweck”
http://www.rasenblogger.de/2006/10/12/typen-waehlen-je-nach-zweck/
“Gras, die Mischung macht’s”
http://www.rasenblogger.de/2006/05/07/gras-die-mischung-machts/
“Qualitäts-Saatgut rechnet sich immer”
http://www.rasenblogger.de/2006/04/09/qualitaetssaatgut-rechnet-sich-immer/
(Photo: WOLF-Garten)

Sonntag, 6. Mai 2012
M. Morell
Auf der Seite gartenatelier.de findet man eine Anleitung zum Trimmen von abgewirtschaftetem Rasen. Und das liest sich so:
»Nach mehreren Jahren siedeln sich im Rasen Fremdgräser und Wildkräuter an, und die Rasennarbe ist durch zu starkes Begehen zerstört. Sollte der Rasen sich nicht mehr aus eigener Kraft erneuern, dann muss er behandelt werden. Heute kann man schon nach sechs bis acht Wochen wieder einen dichten Rasen haben, ohne ihn vorher komplett umzugraben.
Dies vollzieht sich in folgenden Arbeitsschritten:
- alten Rasen so tief wie möglich mähen, Schnittgut entfernen
- Rasen vertikutieren, Rasenfilz beseitigen
- Fläche mit einem Starterdünger gleichmäßig düngen
- Saatgut gleichmäßig und sparsam aufbringen
- gesamte Fläche mit einer dünnen Schicht Torf bedecken
- Fläche fein beregnen, 1 – 2 Wochen feuchthalten, der Torf darf nie abtrocknen
- nach vier Wochen etwa einen Spezialdünger auf die Rasenfläche ausstreuen
- sind die Gräser etwa 8 cm hoch sind, auf ca. 4 cm Höhe heruntermähen
- einmal wöchentlich mähen
- nach 6 Wochen ist der Rasen dicht«
Nun frage ich mit ernsthaftem Interesse: Ist das der Weg? Geht das? Ist das der Weg der Profis? Oder ist das ein PR-Vorstoss der Torf- und Dünger-Vertreiber?
Bitte Feedback, wir wollen es wirklich, wirklich wissen.

Montag, 30. April 2012
M. Morell
Wie so oft, macht erst der Schliff die Sache rund. Stumpfe, malträtierte Mäher-Messer voller Kerben und Dellen schlagen den Grashalm nur ab und fransen ihn in der Spitze aus. Wie auch sonst?
Zwar heilt der Grashalm diese Verletzungen zwischen zwei Schnitten – gut Erkennbar sind diese Wundheilungen an braunen Spitzen am Grashalm. Je nach scharfem oder fransigem Schnitt fallen sie größer oder kleiner aus. Damit bestimmen sie auch entscheidend das gepflegte Aussehen der Rasenfläche.
Für die Rasen-Optik und den Erhalt des teuren Mähers soll man jährlich einen fachgerechten Schliff des Rasenmähermessers vornehmen. Aber bitte nur von einem Fachmann ausführen lassen, der hat entsprechendes Spezialgerät. Ungleichmäßiges Schleifen führt zu einer Unwucht, die – ähnlich wie bei einem Autoreifen – ausgeglichen werden muss. Geschieht dies nicht, kommt es zur ungleichmäßigen Verteilung der Fliehkräfte, was letztlich Auswirkungen auf die Welle und damit auf die Laufleistung des Motors hat. Vibrationen und zunehmende, metallische Mergelgeräusche sind da ein untrügliches Zeichen. Da ist es aber meist schon zu spät. Machen Sie die Schärfung jetzt und schützen Sie das Blatt mit Öl. Mein Lehrmeister brachte es immer erst zum Glühen und bestrich es dann mit Leinöl. “Macht hart und hält scharf”, sagte er mit einem speziellen Lächeln.

Mittwoch, 25. April 2012
M. Morell
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