Kategorie 'Gesundheit'

Schimmelpilz-Allergie vom Rasenschnitt, gibt es das?

Haushalte mit allergiegefährdeten Personen sollen organische Abfälle nicht in der Nähe kompostieren.

Gräserpollen sind die klassischen Allergieauslöser im Sommer. „Überempfindliche Menschen sollten aber auch an Schimmelpilz-Sporen denken“, erklärt Privatdozent Dr. med. Jörg-Kleine Tebbe von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). In verfaulendem Rasenschnitt und anderen organischen Abfällen können große Mengen einer Schwarzschimmelart (Alternaria alternata) entstehen, deren Sporen Allergien auslösen. Bevorzugte Monate sind Juli und August. Anders als Pollen fliegen Schimmelpilzsporen auch nach Regenschauern und Gewittern.

Wer dann Allergie-Symptome hat, wie tränende Augen und Nase, vermehrtes Niesen oder Atemwegsreizungen, muss an die Schimmelpilze denken. Es kommen auch schwere Asthmaanfälle vor. Die Schimmelpilzallergie kann mit einem Haut- oder Bluttest auf IgE-Antikörper nachgewiesen werden. Ist sie gesichert, empfiehlt Kleine-Tebbe die Hyposensibilisierung („spezifische Immuntherapie“).

Dabei bekommen die Patienten ein gereinigtes Präparat aus den Schimmelpilzen über eine lange Zeit in ansteigender Dosierung gespritzt. Dadurch lernt der Körper sie zu tolerieren. Das Schimmelpilzallergen kann nicht mit Pollenextrakten zusammen, sondern nur allein verabreicht werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)

Kommentar schreiben Sonntag, 17. Juli 2011 M. Morell

Gartenarbeit bringt Tetanus-Gefahr

Aus gegebenem Anlass gebe ich eine Warnung ab. Die Tetanus-Impfrate ist in Deutschland gering, das Bewusstsein für die realen Übertragungs-Gefahren ist kaum vorhanden.

Bagatelle mit FolgenTetanus, der so genannte Wundstarrkrampf, ist eine schwere Erkrankung, die sich durch Muskelkrämpfe äußert und tödlich enden kann. Da sich der Erreger oft im Erdboden finden lässt, können schon Bagatellverletzungen bei der Gartenarbeit bei nicht ausreichendem Immunschutz zu einer Infektion führen. Die resistenten Sporen kommen überall vor, auch im Gartenstaub, in der Gartenerde sowieso, sogar im Staub der Stadt. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium vermehrt sich und sondert die Toxine Tetanospasmin und Tetanolysin ab. Der Todeskampf wird anschaulich bei Wikipedia beschrieben. Als ich meine Lehre in der Landwirtschaft begann, habe ich meinen Impfschutz sofort aufgefrischt und tue das seitdem alle 10-15 Jahre. Das Robert Koch Institut hat dem Thema Garten und Tetanus einen extra Beitrag gewidmet.

1 Kommentar Montag, 19. Juli 2010 M. Morell


Kalender

Juli 2017
M D M D F S S
« Mai    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Archiv

Kategorien