Top-Rasenschnitt: Der Schliff macht’s

Mittwoch, 25. April 2012 M. Morell

Wie so oft, macht erst der Schliff die Sache rund. Stumpfe, malträtierte Mäher-Messer voller Kerben und Dellen schlagen den Grashalm nur ab und fransen ihn in der Spitze aus. Wie auch sonst?

Der Schliff ist das A und OZwar heilt der Grashalm diese Verletzungen zwischen zwei Schnitten – gut Erkennbar sind diese Wundheilungen an braunen Spitzen am Grashalm. Je nach scharfem oder fransigem Schnitt fallen sie größer oder kleiner aus. Damit bestimmen sie auch entscheidend das gepflegte Aussehen der Rasenfläche.

Für die Rasen-Optik und den Erhalt des teuren Mähers soll man jährlich einen fachgerechten Schliff des Rasenmähermessers vornehmen. Aber bitte nur von einem Fachmann ausführen lassen, der hat entsprechendes Spezialgerät. Ungleichmäßiges Schleifen führt zu einer Unwucht, die – ähnlich wie bei einem Autoreifen – ausgeglichen werden muss. Geschieht dies nicht, kommt es zur ungleichmäßigen Verteilung der Fliehkräfte, was letztlich Auswirkungen auf die Welle und damit auf die Laufleistung des Motors hat. Vibrationen und zunehmende, metallische Mergelgeräusche sind da ein untrügliches Zeichen. Da ist es aber meist schon zu spät. Machen Sie die Schärfung jetzt und schützen Sie das Blatt mit Öl. Mein Lehrmeister brachte es immer erst zum Glühen und bestrich es dann mit Leinöl. „Macht hart und hält scharf“, sagte er mit einem speziellen Lächeln.

Archiviert unter: Rasenpflege und Rollrasen

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