Jetzt Rasenmäher entmotten und klarmachen

Samstag, 17. März 2012 M. Morell

Der Rasen steht für Ende März dieses Jahr ganz sachte im Wuchs, im Süden ist er bereits weiter. Jetzt wird gekalkt, vertikutiert (muss nicht, siehe „vertikutieren“, aerifiziert oder besandet. In 1-2 Wochen werden wir die ersten Rasenmäher-Motorgeräusche wahrnehmen. Frühjahrsmusik in unseren Ohren!

Vorm Ausmotten und ans-Licht-zerren sollte man seinem Mäher deutlich mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken. Besser für diese Arbeiten ist der Herbst, viele haben es aber nicht mehr geschafft. Bevor wir loslegen: Damit der Motor während der Pflegearbeiten nicht aus Versehen anspringt (selbst schon passiert), sollte der Zündkerzenstecker gezogen werden. Dann werden alle (oft angeschimmelten) Grasreste von Gehäuse, Messer und Rädern entfernt, das Gerät innen und außen geschmiert und die Metallteile mit Rostschutzmittel behandelt. Silikonspray oder Nähmaschinenöl ist auch ein Mittel der Wahl für die Feinmechanik wie Bowdenzüge und Feststellschrauben, nicht ranzende Fette nimmt man für Großflächen und Messer. Gummigriffe fettet man mit Hirschtalg ein, sie bleiben länger griffig und trotzen dem Zerfall wegen UV-Strahlung. Und der Motor und die Messer?

Der Frühling ist der zweitidealste Zeitpunkt für eine Motorenwartung bei Benzinmähern, der Herbst ist eher dafür geeignet: Durch jährliche Motorenwartung reduzieren wir die Abgasmengen, senken den Benzinverbrauch und verlängern die Lebensdauer des Motors deutlich. Es werden Luftfilter, Zündkerze und Öl gewechselt. Für den Herbst/Winter bedenken: In jedem Fall sollte man dem Benzin für die mähfreie Winter-Zeit einen Stabilisator beigeben, sagt mein Tankwart. Der Handel bietet extra Wartungssets an, versierte Selbermacher lächeln darüber nur. Nach Abschluss der Einmottungsarbeiten soll der Mäher an einem trockenen Ort gelagert werden. Das klingt zwingend logisch, wird aber meist nicht beherzigt. Wozu hat man das Gerät denn eingefettet 😉 ?! Das Messer schärfen und auswuchten kann man gleich mitmachen. Aber bitte nicht an der heimischen Werkbank, die man nicht hat. Darüber schrieb ich schon hier. Frühjahrs-oder Herbst-Wartung mit Zündkerze, Ölwechsel, Schärfen und Auswucht kosten bei mir im Dorf 25 Euro. Unschlagbar. Den Rest „mok ick sülbens“ („mach ich selber“ auf plattdeutsch)

Archiviert unter: Rasenmäher und Technik/Wartung

1 Kommentar Kommentar schreiben

  • 1. Marius  |  17. März 2012, 22:12 Uhr

    sehr guter Artikel zum Thema Rasenmäher-Wartung. Ist eigentlich jedes Jahr ein Wechsel der Verbrauchsmaterialien notwendig?

Kommentar schreiben

  Pflicht

  Pflicht, nicht öffentlich

  optional, mit http://

 

Trackback-Link dieses Artikels  |  Kommentare zu diesem Artikel via RSS Feed


Kalender

März 2012
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Neue Artikel