Wann Rasen kalken?

Samstag, 25. Februar 2012 M. Morell

Eine nette Gartenbegeisterte aus Elmshorn traf ich im dortigen Garten-Paradies von Isolde Fritsch-Hamann und Mann Piet. Sie meint, dass Kalk – wenn überhaupt – erst im Frühjahr, etwa im März, auf den Rasen gebracht werden muss. Sie hat es trotzdem bereits hinter sich und es sieht jetzt wie Rauhreif aus. Wir haben Winter bei über 10 Grad Celsius. Nun lese ich in „Land und Garten“, man solle bereits im November oder Dezember kalken. Welche Aussage stimmt nun?

Meine Gartenbau-Kunden verhalten sich zum Thema Kalken uneindeutig: Im Prinzip ist beides richtig. Das Wichtigste ist, dass Kalk nie zusammen mit Stickstoffdünger auf den Rasen gebracht wird. Denn dabei wird Nitratstickstoff freigesetzt. Zwischen der Gabe von Kalk und der Stickstoffdüngung sollten deswegen mindestens vier Wochen liegen. Wenn die Düngung erst im April erfolgt, kann also auch Anfang März gekalkt werden. Weil die Kalkgaben einen Vorrats-Effekt von zwei bis drei Jahren haben, kann aber ebenso gut in den Wintermonaten gekalkt werden. Nun wissen wir’s.

Tipp: Kalken sollten Sie nur bei regnerischem Wetter tun. So vermeiden Sie verbrannte Stellen im Flor. So gepflegt kann Ihr Rasen nun ordentlich wachsen und wird Ihnen mit seinem satten Grün viel Freude bereiten.

—> Mehr zum Thema Gartengestaltung und Gartenpflege findet sich bei den Freunden von garten-ratgeber.net

Archiviert unter: Gartenpflege, Rasenpflege und Rollrasen

3 Kommentare Kommentar schreiben

  • 1. John Langley  |  4. April 2006, 14:18 Uhr

    Weiß auf Grün

    Jetzt ist in der Tat die Zeit günstig, um den wintergestressten Rasen zu kalken. Wer es hier allerdings zu gut mit der „weißen Natur“ meint oder nach dem Motto „mehr hilft mehr“ verfährt, sorgt unweigerlich dafür, dass sich Rasengräser gelb färben und dann unabwendbar verbrennen. Die Folge: Es treibt nix mehr durch eine Nährstoffblockierung. Wichtig ist aber: Bevor gedüngt wird, sollten zunächst die vorhandenen Nährstoffe im Boden ermittelt werden. Nicht nur Gartencenter bieten hier durchweg kostengünstige Bodenanalysen an. Bei solchen einfachen Bodentests wird umgehend festgestellt, was die Natur a la carte zu speisen wünscht.

    John Langley

  • 2. Lina  |  28. Februar 2011, 10:25 Uhr

    Ui, da hab ich jetzt wieder was gelernt. Man man, so ein einfacher Rasen ist ja bald komplizierter zu pflegen ale ein Haustier zu halten 😀

  • 3. Andrea  |  21. März 2011, 16:54 Uhr

    Wow
    jetzt bin ich platt. Das wusste ich auch noch nicht.
    Warum ist das den so kompliziert?
    kann ich nicht auch einfach den Spielrasen, den ich jetzt schon als Samen gekauft habe auf die abgenutzten Flächen säen?
    Ui, ich wurde im Baumarkt wohl völlig falsch beraten. 🙁

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