Qualitäts-Saatgut rechnet sich immer

Dienstag, 27. Dezember 2011 M. Morell

Ich erhalte Herbst und Frühjahr vermehrt Anrufe zu Rasenproblemen.  Warum? Nicht alles, was als Rasen grün wurde, verschafft übers ganze Jahr  nachhaltig Freude, insbesondere “Alles-Selbermacher” sind oft frustriert über das Ergebnis ihr Mühen.

Ich predige dann immer: Bei Rasensaatgut gibt es große Qualitätsunterschiede.
Hochwertige Rasengräser können im Vergleich zu billigen Gräsern nur mit erheblichem Mehraufwand produziert werden und die Erntemengen sind von Natur aus geringer als bei qualitativ schlechteren Arten und Sorten. Im Fachhandel gibt es eine unüberschaubare Menge an Sorten und Arten unter verschiendensten Bezeichnungen. Nicht alle Gräser sind für jeden Zweck geeignet, das ist klar. Je nach der angestrebten Nutzung muß man die geeignete Mischung auswählen. Die populärsten Rasenmischungen bestehen in der Regel aus folgenden Gräsern:

- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
- Wiesenrispe (Poa pratensis)
- Rotschwingelarten (Festuca ssp.)
- Straußgrasarten (Agrostis ssp.)
- Schafschwingelarten (Festuca ovina ssp.)


Diese Arten werden aufgrund ihrer Eigenschaften in unterschiedlichen Anteilen zusammen gemischt, um den verschiedenen Anforderungen der Rasentypen gerecht zu werden.

Vorteil von Qualitätsmischungen: es werden deutlich geringere Aussaatmengen verbraucht. 40 – 50 g / m² einer einfachen Berliner Tiergarten Mischung stehen 20 – 25 g / m² einer Qualitätsmischung gegenüber. Qualität hat ihren Preis, der sich durch kleinere Saatmenge, Dauerhaftigkeit und leichtere Pflege schnell bezahlt macht. Wir empfehlen natürlich Qualitätssaatgut. Und Rollrasen. Noch Fragen? (Foto: Garpa)

Mehr:
www.rasengesellschaft.de

Archiviert unter: Rasenpflege, Rasensaat und Rollrasen

2 Kommentare Kommentar schreiben

  • 1. Gastautor John Langley  |  9. April 2006, 18:19 Uhr

    Ein Tipp, der nicht unter den Rasen gekehrt werden sollte: Die beste Stunde für die Aussaat kommt an einem trockenen Tag, der wolkig verhangen, aber windstill ist. Das ist nötig, weil die staubfeinen Samenkörner schon beim leisesten Hauch auf und davon fliegen. Die Mindesttemperatur sollte über 8°C liegen (optimale Keimtemperatur 16-21°C), ausreichende Feuchtigkeit ist erforderlich. Gruß John

  • 2. Birdie  |  28. Oktober 2007, 20:59 Uhr

    Ich habe im letzten Jahr auch einen Garten neu angelegt und bin überzeugt davon, dass nur Qualitätssaatgut zu einem schönen Rasen verhilft. Alles andere ist m.M.n. Verschwendung.
    Schön, dass ihr das auch so seht, denn viele haben immernoch einen ganz anderen Standpunkt.

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