Artikel aus Juli 2011

Rasenpflege: Wenn Mulchen gut – dann alles gut

Im eigenen Garten lassen sich die besten Ergebnisse oft dann erzielen, wenn man sich einige Tricks bei Mutter Natur abschaut. So auch beim so genannten Mulchen oder Recycling-Mähen, wo man den natürlichen Vorgang einer ausgewogenen Bodenabdeckung mit organischen Materialien nachahmt.

Das erklärte Ziel für den Gartenliebhaber ist durch richtiges Mulchen eine nachhaltige Schutzdecke für den Boden und damit ein natürlich-gesundes Gartenklima zu schaffen. Die Vorteile des Mulchens sind vielfältig: Durch die gekonnte Anwendung der Technik wird die Gartenfläche besser vor der Austrocknung geschützt, da die Verdunstung der Boden-Feuchtigkeit und die Temperatur der obersten Erdschicht durch den geschaffenen Mulch-Schutzmantel deutlich herabgesetzt ist. Zusätzlich dazu wird der Gartenboden im Falle von heftigem Niederschlag weniger verschlämmt und bei trockenem, windigem Klima kann die Erdoberfläche nicht so leicht abgetragen werden. Außerdem entfällt natürlich die Entsorgung des anfallenden Schnittgutes, aber damit aber nicht genug: Durch die langsame und stetige Verrottung des Mulch-Materials werden dem Gartenboden beständig alle wichtigen Nährstoffe zugeführt. Die Humusbildung wird gefördert und durch die bessere Bodentemperierung ein für viele nützliche Kleinlebewesen günstiges Milieu geschaffen.

Um auf Rasenflächen einen wirklich gleichmäßigen Mulch-Effekt zu erzielen empfiehlt sich der Einsatz sogenannter Mulch-Mäher. Diese Geräte schneiden nur die Grasspitzen – etwa 1/3 der Graslänge – ab und zerkleinern das Schnittgut im geschlossenen Mähergehäuse, welches danach wieder fein auf dem Rasen verteilt wird. Durch den im Mähdeck bestehenden Überdruck wird das feine Mulch-Material zurück in die Grasnarbe gepresst und liegt keineswegs unansehnlich obenauf. Die winzigen Schnittreste behindern dabei das Wachstum des Rasens nicht, vor allem da der Umwandlungsprozess sehr schnell abläuft. Diese Schnittgut-Rückführung erspart nicht nur den ständigen Einsatz von Dünger, sondern bringt auch eine signifikante Verbesserung des Gesamtaspekts Rasen mit sich.

Wichtig beim Mulchmähen ist, dass das Gras trocken und nicht zu lang ist, weil sonst auch der Einsatz des besten Mulch-Rasenmähers kein zufrieden stellendes Resultat bringt. Für gute Ergebnisse und einen schönen, gesunden und gepflegten Rasen sollte man während der Wachstumsperiode alle drei bis fünf Tage mulchmähen. In Sachen Schnitthöhe ist beim Mulchmähen die mittlere Stellung übrigens die beste Lösung.

Alle Rasenmäher-Hersteller bieten Mulch-Mulchmäher an. Sie finden Mulch-Rasenmäher z.B. bei einem IRMS Gartengeräte-Fachhändler in Ihrer Nähe. Wer nicht ganz auf den Fangkorb verzichten möchte, sollte sich für einen Kombi-Rasenmäher mit Mulch-Kit entscheiden. Kombimäher bieten sowohl einen Fangsack oder Seitenauswurf, als auch eine Mulchfunktion. Mit dem Mulch-Kit wird bei einem solchen Mäher einfach der Auswurf-Kanal des Rasenmähers verschlossen.

Apropos: Wenn der Mulch-Mäher richtig arbeitet, ist man im Übrigen keinesfalls gezwungen, öfter als die normalen zweimal im Jahr zu Vertikutieren.

2 Kommentare Freitag, 15. Juli 2011 M. Morell

Trend: Ergonomische Helfer für die Rasenpflege

Das Wetter ist prima. Damit der Garten sich von seiner besten Seite zeigt, ist schon wieder  Rasenschnitt angesagt. Mit neuen Mähern geht die Arbeit leicht und stressfrei von der Hand. Ergonomische Griffe und höhenverstellbare Mäher passen sich dem Gartenliebhaber an.

Die neue Mähergeneration des „Rotak“ beispielsweise hat Bosch mit einem Ergo-Flex-System ausgestattet. Damit wird die Arbeit im Garten angenehmer, natürlicher und gesünder für den Bewegungsapparat. Die neuartigen Griffe ermöglichen unterschiedliche Greifpositionen und die Höhenverstellbarkeit des Mähers einen aufrechten Gang. Kribbeln in den Armen oder eingeschlafene Hände gehören der Vergangenheit an, denn durch Hörnchen am Multi-Positions-Griff kann man während des Arbeitens immer wieder umgreifen und so Muskeln und Sehnen spürbar entlasten. Einhändig, zweihändig, senkrecht oder waagerecht zufassen – das hält länger fit. Für das gesundheitsschonende Design gab es von der „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ (AGR) das begehrte Gütesiegel.

Der Antrieb des „Rotak“ ist deutlich leiser als ein kraftstoffgetriebener Mäher, und keine lästigen Abgase stören die frischen Gartendüfte. Per Knopfdruck geht es gleich los, ob beim Akku- oder Elektromodell. Die Elektromäher geben mit dem „Powerdrive“-Motor richtig Gas. Sogar 30 Zentimeter langes Gras entkommt ihnen nicht: Das starke Untersetzungsgetriebe wandelt die hohe Drehzahl des Motors in ein hohes Drehmoment am Messer um.

Maximale Flexibilität und hohe Leistung bieten die Akkumodelle mit 36-Volt-Lithium-Ionen-Akku. Kabellos umrunden sie auch Buchsbaum und Thuja spielend und liefern dennoch jede Menge Power. Schon nach 30 Minuten Aufladen hat der Akku 80 Prozent seiner Leistung wiedererlangt, und nach einer Stunde ist er komplett voll. Die neuen Mäher gibt es ab 159,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung inklusive Mehrwertsteuer). Unter www.bosch-pt.de gibt es mehr Informationen.

2 Kommentare Dienstag, 12. Juli 2011 M. Morell

Wozu „aerifizieren“, wozu „besanden“

Liegt der Rollrasen einige Jahre, so können auch bei bester Pflege Störungen auftreten. In lockerer Folge will ich die augenscheinlichsten aufzählen. So schaue ich nach bei www.rasen.de oder www.gartentechnik.de und dort stehen die Antworten auf immer wiederkehrene Fragen der Rasen-Kunden. Zum Beispiel: „Wozu aerifizieren, wozu besanden?“:

Beim Aerifizieren wegen zu starker Verdichtung des Bodens mit zu feuchtem Mikro-Klima werden mechanisch bis zu 8 cm tiefe Löcher in den Rasen gestochen. Entweder mit „Vollzinken“, angespitzten Metallstäben, die das Erdreich nach außen verdrängen oder mit „Hohlzinken“, Metallhülsen, die in den Boden eindringen und den in der Hülse steckenden Boden entfernen. Die „Stöpsel“ bleiben auf dem Rasen liegen und können entfernt werden. Die Effektivität der Maßnahme, so liest man bei rasen.de, hängt sehr stark von der Dichte der Zinken bzw. der Einstiche ab. Sie ergibt sich aus der Anzahl von Zinken am Gerät und der Arbeitsgeschwindigkeit. Je mehr Einstiche pro Flächeneinheit gemacht werden, desto wirksamer ist die Maßnahme. Das klingt logisch.

Besanden: Die entstandenen Löcher werden anschließend mit trockenem Sand verfüllt. Dieser wird flächig ausgebracht und schließlich leicht in die Löcher gekehrt. 1 – 3 Liter je m² sind sinnvoll und notwendig, um die Löcher gut zu verfüllen. Verwendet werden sollten grobe und scharfkantige Sande. Das erhöht das Porenvolumen. Wasser kann leichter abfließen und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Eine Beratung durch einen Fachhändler ist anzuraten. Gewaschener Sand, bei dem dadurch abschlämmbare Feinteile entfernt wurden, ist vorzuziehen.

Weitere Maßnahmen, mit denen in den Boden eingegriffen und so z.B. Staunässe bekämpft werden kann, sind das Tiefenlockern und das Schlitzen. Auf Sportplätzen sollten sie regelmäßig angewendet werden.

22 Kommentare Montag, 11. Juli 2011 M. Morell

Woher kommen eigentlich Rasenflecken? Was tue ich nur dagegen?

Flecken im Rasen können grundsätzlich verschiedene Ursachen haben. Pilzbefall / Schimmel, Hunde / Katzen / Menschen, Dünger, Chemikalien, Trockenheit des Bodens, Pilzbefall…

Das Thema Rasenflecken ist nicht ganz einfach als Rasenkrankheit zu behandeln. Mehr in ganzer Breite zu Rasenflecken erfahren Sie, wenn Sie den Artikel auf www.rasen-knigge.com ganz durcharbeiten. Ich hätte den Beitrag nicht besser schreiben können. Auf ihn verweise ich gern, wenn ich zu Rasenflecken Anrufe erhalte. Und das kommt fast täglich vor.
Hier alles zu Rasenflecken lesen im Rasen-Knigge.

88 Kommentare Sonntag, 10. Juli 2011 M. Morell

Rollrasenverarbeitung: So frisch wie nur irgend möglich

Rollrasen ist Frischware und hält sich zusammengerollt nur einige Stunden aufgerollt. Insbesondere im Sommer. Er muss daher recht zügig verarbeitet werden. Dazu verlegt man die i.d.R. ca. 2 m langen Rollen ganz dicht und, wie Ziegel, immer versetzt.

Selbstverleger sorgen dafür, dass in der ganzen Fläche keine Spalten oder Ritzen bleiben.

Anschließend anwalzen durchdringend wässern. Solche Wassergaben müssen regelmäßig, anfangs täglich, wiederholt werden, bis nach 2 – 3 Wochen die Rasensoden den Boden durchwurzeln. Der erste Schnitt, nach einer Woche, muss sehr vorsichtig mit scharfen Messern erfolgen. Die Schnitthöhe sollte rund 4 cm betragen.

Wenn man den neuen Rollrasen rund 5 Wochen so schont und pflegt und ihm auch später einen regelmäßigen nicht zu tiefen Schnitt samt 3 Düngergaben im Jahr und kräftige Wassergaben verabreicht, hat man sehr lange seine Freude. Frische-Tipp: Besser in der Region kaufen.

17 Kommentare Sonntag, 10. Juli 2011 M. Morell

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