Rasenpflege: Wenn Mulchen gut – dann alles gut

Freitag, 15. Juli 2011 M. Morell

Im eigenen Garten lassen sich die besten Ergebnisse oft dann erzielen, wenn man sich einige Tricks bei Mutter Natur abschaut. So auch beim so genannten Mulchen oder Recycling-Mähen, wo man den natürlichen Vorgang einer ausgewogenen Bodenabdeckung mit organischen Materialien nachahmt.

Das erklärte Ziel für den Gartenliebhaber ist durch richtiges Mulchen eine nachhaltige Schutzdecke für den Boden und damit ein natürlich-gesundes Gartenklima zu schaffen. Die Vorteile des Mulchens sind vielfältig: Durch die gekonnte Anwendung der Technik wird die Gartenfläche besser vor der Austrocknung geschützt, da die Verdunstung der Boden-Feuchtigkeit und die Temperatur der obersten Erdschicht durch den geschaffenen Mulch-Schutzmantel deutlich herabgesetzt ist. Zusätzlich dazu wird der Gartenboden im Falle von heftigem Niederschlag weniger verschlämmt und bei trockenem, windigem Klima kann die Erdoberfläche nicht so leicht abgetragen werden. Außerdem entfällt natürlich die Entsorgung des anfallenden Schnittgutes, aber damit aber nicht genug: Durch die langsame und stetige Verrottung des Mulch-Materials werden dem Gartenboden beständig alle wichtigen Nährstoffe zugeführt. Die Humusbildung wird gefördert und durch die bessere Bodentemperierung ein für viele nützliche Kleinlebewesen günstiges Milieu geschaffen.

Um auf Rasenflächen einen wirklich gleichmäßigen Mulch-Effekt zu erzielen empfiehlt sich der Einsatz sogenannter Mulch-Mäher. Diese Geräte schneiden nur die Grasspitzen – etwa 1/3 der Graslänge – ab und zerkleinern das Schnittgut im geschlossenen Mähergehäuse, welches danach wieder fein auf dem Rasen verteilt wird. Durch den im Mähdeck bestehenden Überdruck wird das feine Mulch-Material zurück in die Grasnarbe gepresst und liegt keineswegs unansehnlich obenauf. Die winzigen Schnittreste behindern dabei das Wachstum des Rasens nicht, vor allem da der Umwandlungsprozess sehr schnell abläuft. Diese Schnittgut-Rückführung erspart nicht nur den ständigen Einsatz von Dünger, sondern bringt auch eine signifikante Verbesserung des Gesamtaspekts Rasen mit sich.

Wichtig beim Mulchmähen ist, dass das Gras trocken und nicht zu lang ist, weil sonst auch der Einsatz des besten Mulch-Rasenmähers kein zufrieden stellendes Resultat bringt. Für gute Ergebnisse und einen schönen, gesunden und gepflegten Rasen sollte man während der Wachstumsperiode alle drei bis fünf Tage mulchmähen. In Sachen Schnitthöhe ist beim Mulchmähen die mittlere Stellung übrigens die beste Lösung.

Alle Rasenmäher-Hersteller bieten Mulch-Mulchmäher an. Sie finden Mulch-Rasenmäher z.B. bei einem IRMS Gartengeräte-Fachhändler in Ihrer Nähe. Wer nicht ganz auf den Fangkorb verzichten möchte, sollte sich für einen Kombi-Rasenmäher mit Mulch-Kit entscheiden. Kombimäher bieten sowohl einen Fangsack oder Seitenauswurf, als auch eine Mulchfunktion. Mit dem Mulch-Kit wird bei einem solchen Mäher einfach der Auswurf-Kanal des Rasenmähers verschlossen.

Apropos: Wenn der Mulch-Mäher richtig arbeitet, ist man im Übrigen keinesfalls gezwungen, öfter als die normalen zweimal im Jahr zu Vertikutieren.

Archiviert unter: Gartenmaschinen, Gartenpflege, Rasenmäher und Rasenpflege

2 Kommentare Kommentar schreiben

  • 1. Rasenmäher  |  14. Dezember 2011, 10:58 Uhr

    Guter Beitrag – leider kein Urheber-Hinweis bzw. Link auf das Original … 😉

  • 2. M. Morell  |  11. Januar 2012, 20:24 Uhr

    Wird nachgeholt!

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