Artikel aus Mai 2011

Rasenmähen bleibt gefährlich – Finger raus und nie rückwärts gehen!

Eine der häufigsten Unfallursachen bei Elektro-Rasenmähern ist das Reinigen der Messer bei nicht gezogenem Netzstecker:

gruencrossMit den Fingern werden Steine oder Grasbüschel aus den stehen gebliebenen Messern gelöst, plötzlich und blitzschnell rotieren die Messer wieder und verletzen die Finger. Die schmerzhaften Folgen reichen von Fleischwunden, durchtrennten Nerven bis hin zum Verlust von Fingern. Bei der Gartenarbeit sind die Finger fast dreimal so gefährdet wie bei der normalen Hausarbeit: Dort werden „nur“ in zwölf Prozent aller Unfälle die Finger verletzt, bei der Gartenarbeit sind bei 34 Prozent aller Unfälle die Finger beteiligt. Deshalb: Vor dem Reinigen oder Warten der Messer stets den Netzstecker ziehen. Und beim Rasenmähen nie rückwärts gehen: Auch wer seinen Rasenmäher …

Auch wer seinen Rasenmäher rückwärts gehend zieht, spielt mit dem Risiko. Wer dabei stürzt, kann mit dem Fuß unter das laufende Messer geraten und sich schmerzhafte Wunden zuziehen. Besonders groß ist diese Gefahr beim Mähen am Hang. Rote oder gelbe Klebestreifen, in kurzen Abständen um ein schwarzes Elektrokabel gewickelt, tragen ebenfalls zu mehr Sicherheit beim Rasenmähen bei. Und ein defektes Stromkabel ist ein Reparatur-Auftrag für den Fachmann – kein Anlass zum Selberflicken.

Weitere Informationen zur sicheren Gartenarbeit bietet die kostenlose Broschüre „Den Garten genießen. Sicher gärtnern“ von GDV und DSH. Bezugsadresse: DSH, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg, oder über infoødas-sichere-haus.de Kostenloser Download unter www.das-sichere-haus.de, Rubrik: Broschüren.

Kommentar schreiben Mittwoch, 18. Mai 2011 M. Morell

Der neue Viking: Fahrspaß plus kleiner Wendekreis

Eigentlich ist er ja für Hobbygärtner gedacht: Der neue Viking MR 4082 ist ein wendiger Reitermäher für Rasenflächen bis circa 4.000 Quadratmeter. Komfortable Bedienung, niedriger Einstieg und reichlich Beinfreiheit machen aber jedem, der Rasen mähen muss, Freude.

Mit einer Schnittbreite von 80 Zentimetern mäht der neue Reitermäher große Rasenflächen bis circa 4.000 Quadratmeter schnell und sauber. Dabei können auch ungeübte Fahrer den Mäher leicht bedienen: Der Anwender wählt über einen Hebel am Lenkrad den Vorwärts- oder Rückwärtsgang. Dann reguliert er die Geschwindigkeit über das Hydrostat-Getriebe wie im Auto über ein Gaspedal. Das robuste Stahl-Mähwerk wird vom Sitz aus zugeschaltet. Ein Knopfdruck genügt und die elektromagnetische Kupplung setzt das Messer in Gang. Die Schnitthöhe von 35 bis 90 Millimetern lässt sich über einen Hebel neben dem Sitz bequem variieren. Für ein sauberes Schnittbild über die gesamte Schnittbreite sorgt eine spezielle Grasleitvorrichtung. Sie erfasst die Halme auch an den Rändern und zieht sie ins Mähwerk, eine exakte Kante entsteht. Der Grasfangkorb mit seinem Volumen von 250 Litern ermöglicht lange Mähintervalle. Eine einstellbare Füllstandsanzeige meldet, wenn der Korb voll ist.

Sitzen bleiben beim leeren

Um den Korb zu leeren, muss der Fahrer nicht einmal vom Reitermäher absteigen. Über einen ergonomisch geformten Hebel, der leicht vom Sitz aus zu erreichen ist, kippt der Anwender den baggerschaufelförmigen Korb aus. Das Gras fällt wegen des glatten Korbbodens von selbst heraus.

Ein niedriger Rahmen ermöglicht ein bequemes Auf- und Absteigen und sorgt während der Arbeit für Beinfreiheit, der Sitz lässt sich werkzeuglos auf die optimale Sitzposition verstellen.

Umfangreiches Zubehörprogramm

Der Reitermäher ist mit einer integrierten Anhängerkupplung ausgestattet, an der beispielsweise ein Kipphänger – der ohne Deichsel als Schubkarre zu verwenden ist – angehängt werden kann. Neben einem Mulch-Kit sind auch ein Deflektor und ein textiler Staubschutz für den Fangkorb erhältlich. Eine Abdeckhaube für den gesamten Mäher und ein Erhaltungsladegerät für die Starterbatterie runden das Zubehörsortiment ab.

Fachhändlerverzeichnis unter www.stihl.de

Kommentar schreiben Montag, 16. Mai 2011 M. Morell

Gerade jetzt: Rasen immer kräftig und tief wässern – der Spatentest zeigt es

Bis zu drei Liter Wasser pro Quadratmeter braucht Rasen am Tag, damit die Grasfläche dicht und saftig grün bleibt. Das entspricht etwa drei Millimetern Niederschlag. Regnet es weniger, muss man gießen. Allerdings sollte das nicht täglich, sondern nur ein- bis zweimal in der Woche erfolgen – und zwar mit reichlich Wasser. 13 bis 15 Liter sollte jeder Quadratmeter Rasenfläche aufsaugen dürfen.

Eine Binsenwahrheit – trotzdem machen es die Nachbarn immer falsch: Gegossen wird am besten abends. Dann kann das Wasser ohne Verdunstungsverlust über Nacht versickern. Die Rasenpflanzen brauchen die Feuchtigkeit, um die im Boden vorhandenen Nährstoffe zu lösen. Die durchdringende Bewässerung sorgt dafür, dass die Gräser in die Tiefe und nicht in die Breite wachsen und Unkraut erfolgreicher abwehren können. Auch eine Binsenwahrheit: Je besser der Boden durchwurzelt ist, umso leichter übersteht der Rasen Trockenperioden. Etwa zehn Zentimeter tief sollte das Wasser in den Boden eindringen. Kontrollieren lässt sich das am besten mit dem Spaten: Man sticht ihn senkrecht in die Rasenfläche und bewegt ihn hin und her, so dass ein Spalt entsteht. An der dunkleren Farbe des Bodens lässt sich erkennen, bis wohin das Wasser eingesickert ist.

2 Kommentare Samstag, 7. Mai 2011 M. Morell

Rasenmäher von Lidl im Schnelltestergebnis: Gepflegter Rasen für wenig Geld

Handmäher schneiden Rasen umweltfreundlich: kein brüllender Lärm, kein Gestank, kein CO2-Ausstoß. Lidl verkauft zur Zeit Handrasenmäher von Florabest für günstige 39,99 Euro. Da kann man skeptisch sein, wenn man weiss, dass billig meist auf Dauer teuer bedeutet und anständige Handmäher mindestens das Doppelte kosten. Jedoch: Die Gärtner der Stiftung Warentest haben den Mäher getestet. Das Ergebnis ist positiv. Details zeigt der Schnelltest.

Den Florabest-Handrasenmäher hatte Lidl bereits vergangenes Jahr im Angebot. Preis heute wie damals: 39,99 Euro. Zum Vergleich: Gute Geräte aus dem letzten Rasenmähertest kosten mehr als das Doppelte. Der Lidl-Mäher machte letztes Jahr jedoch einen soliden Eindruck. Das diesjährige Gerät ist laut Lidl baugleich. Hier die Ergebnisse vom letzten Jahr.

Handhabung gut. Der Zusammenbau funktioniert problemlos, ohne Werkzeug. Nur für die Einstellung des Messers braucht es einen Schraubenschlüssel. Der liegt bei. Die Anleitung zur Montage und Bedienung ist umfangreich, übersichtlich und gut verständlich. Schnittbreite des Handrasenmähers: 38 Zentimeter. Schnitthöhe laut Anleitung: 14 bis 43 Millimeter über dem Boden. Positiv: Der Führungsbügel ist klappbar und solide. Er bleibt auch beim Abstellen des Handmähers sicher stehen und fällt nicht auf den Boden. Handhabung gut.

Schnittbild gut. Handmäher schneiden in der Regel sauber, ohne die Halme zu zerschlagen. Die Messer des Lidl-Mähers laufen gleichmäßig und ruhig. Das Schnittbild ist sauber, der Kraftaufwand gering. Der Testrasen hatte eine Höhe von acht Zentimetern. Wer kreuzweise mäht, bekommt nach dem zweiten Schnitt ein gutes Rasenbild. Die Schnittleistung ist passabel. Die Gärtner der Stiftung Warentest waren zufrieden. Auch bei feuchtem Gras schnitt der Handmäher ordentlich ab. Für ein Billiggerät ohne Tadel.

Keine Schadstoffe. Der Handgriff des Lidl-Rasenmähers ist mit schwarzem Kunststoff ummantelt. Der riecht zunächst verdächtig nach Teer. Die Chemiker der Stiftung Warentest untersuchten den Kunststoff deshalb auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Ergebnis: Alles im grünen Bereich. Der Handgriff müffelt zwar, ist aber nicht giftig. Außerdem verfliegt der Geruch.

Belastungstest bestanden. Auch im Belastungstest konnte der Rasenmäher überzeugen. Eine Rüttelmaschine simulierte den harten Alltag: 100 Stunden Rütteltest hat der Lidl-Mäher ohne Schaden überstanden. Er ist robust.

Sonntagsruhe. Wichtig fürs Wochenende: Rasenmähen macht Lärm. Am Sonntag ist Rasenmähen deshalb vielerorts verboten. Das gilt im Prinzip auch für Handmäher. Die sind zwar deutlich leiser, machen aber auch Lärm. Ob Ihr Handrasenmäher am Sonntag stört, sollten Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Nachbarn klären.

Anmerkung: Der Handrasenmäher von Lidl, den die Stiftung Warentest am 14.04.2010 vorstellte, hieß Florabest FHM 40/10, das aktuelle Lidl-Angebot kommt unter dem Namen Florabest 38 A1 in den Verkehr. Schnittbreite und technische Angaben sind aber laut „test“ unverändert geblieben. Vermutlich handelt es sich also doch um das gleiche Gerät.

1 Kommentar Sonntag, 1. Mai 2011 M. Morell


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