Artikel aus Februar 2011

Frühjahrs-Rasenpflege: Mit Luft und Licht zum satten Grün

Schnee, Eis und Frost haben den meisten Rasenflächen kräftig zugesetzt. Es gibt kahle Stellen in der Grasnarbe, und Moos und Kräuter haben sich breit gemacht. Wer etwas dagegen unternehmen will, sollte bald damit beginnen, denn jetzt ist die optimale Zeit für die Rasenpflege.

araseVon Mitte/Ende März bis Mitte April sollte der Rasen vertikutiert werden. Elektrische oder motorbetriebene Vertikutierer leiht der Fachhandel aus. Mit den Geräten wird verfilztes, abgestorbenes Gras aus der Narbe gekämmt. Gleichzeitig wird der Boden belüftet und die Graswurzeln angeschnitten. Luft, Licht und Wurzelschnitt fördern die Bestockung der Gräser und lassen den Rasen in neuer sattgrüner Frische erstrahlen.

Nach dem Vertikutieren freut sich der Rasen über eine Startdüngung. Der exakte Bedarf an Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalk lässt sich über die Analyse einer Bodenprobe ermitteln. Wer diese z.B. bei der LUFA Nord, Jägerstr. 23-27 in 26121 Oldenburg einsendet, erhält für 30,65 Euro zzgl. MwSt. die Ergebnisse inklusive einer verständlichen Düngeempfehlung.

Am besten wird kurz vor einem Regenschauer gedüngt. So lösen sich die Körner schnell auf und die Nährstoffe stehen den Gräsern schon nach kurzer Zeit zur Verfügung. Spezielle Langzeitdünger sind für den Rasen besonders zu empfehlen, denn sie lassen die Nährstoffe nur langsam fließen und versorgen die Pflanzen über mehrere Monate optimal. Ein dichter, kräftiger Rasen und regelmäßige Kalkgaben alle zwei bis drei Jahre drängen das Moos zurück. Es hat zwischen den dicht stehenden Grashalmen und einem nicht zu sauren Boden keine Chance. Auch siedeln sich im Sommer hier kaum Ameisen an, denn diese bevorzugen den sandigen, offenen Boden mit wenig Grasbewuchs.

Zweikeimblättrige Kräuter wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Klee oder Ehrenpreis können im Rasen nur mit Herbiziden entfernt werden. Zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten sind im Fachhandel erhältlich. Bevor sie eingesetzt werden, sollte genau überlegt werden, ob ihr Einsatz sinnvoll ist. Kräuter im Rasen erhöhen die Vielfalt im Garten und haben eine positive ökologische Wirkung. Wem diese Arbeiten zu lästig sind, der kann einen Gärtner mit der kompletten Rasenpflege inklusive Düngung und Abtransport des anfallenden Vertikutiergutes beauftragen. Wer dagegen nur Fragen hat, ist beim Expertentelefon der Niedersächsischen Gartenakademie gut aufgehoben. Immer montags und freitags von 9 bis 12 Uhr beraten Fachleute unter der Telefonnummer 0441 / 8018-30 kostenlos.

Ganz hervorragende Tipps und tiefergehende Informationen bietet die Website der Deutschen Rasengesllschaft e.V. hier

Kommentar schreiben Sonntag, 27. Februar 2011 M. Morell

Frühjahrsdüngung – jetzt ist der Rasen oft unterversorgt

Ja, es klingt wie Düngerwerbung, muß aber sein. Gemüsebeete von Hobbygärtnern sind bekanntlich häufig überdüngt, Gräser auf den Rasenflächen hingegen sind oft unterversorgt.

1dungGräser gelten als Sonderkulturen, die besonders stickstoffhungrig sind. Rasenflächen, bei denen das „Schnittgut“ (welch gestelztes Wort) entfernt wird, brauchen die regelmäßige Gabe von Nährstoffen, um diesen Verlust auszugleichen. Unterversorgte Rasenflächen werden lückig, und unerwünschte Unkräuter machen sich breit, vor allem das beliebte Moos.

Im Handel gibt es mineralische Spezialdünger für Gräser für Frühjahr und Sommer. Sie enthalten Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) in einem Verhältnis von etwa 20:5:8, während gewöhnlicher Volldünger („Blaukorn“) meist ein ausgeglichenes Verhältnis von N und K hat. Besonders zu empfehlen sind Langzeitdünger, die nur im Frühjahr gestreut werden. Tipp: Fein gesiebter Kompost als Dünger tut es aber auch. Dünn ausgestreut und gut verteilt, sorgen Regenwürmer dafür, dass dieser Humus- und Nährstoffvorrat gut vom Boden aufgenommen wird. Von Kunden habe ich gelernt: Kompost für den Rasen sollte auf drei Gaben verteilt werden.

Weniger oder garnicht düngen braucht, bei dem der Rasen nicht zu hoch wächst (geschnittene Halmlänge unter 3 Zentimetern). Auch nicht, wenn häufig geschnitten wird und das Schnittgut auf der Fläche liegen bleibt – außer beim letzten Herbstschnitt natürlich. Der muss weg.

1 Kommentar Samstag, 26. Februar 2011 M. Morell

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4 Kommentare Dienstag, 15. Februar 2011 M. Morell


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