Artikel vom Sonntag, 4. Juli 2010
Jedes Jahr beobachte ich Nachbarn, die die Schnitthöhe ab Hochsommer kontinuierlich zum Herbst hin herunterfahren, und das bei kürzeren Schnitt-Intervallen. Wozu?
Achten Sie beim Rasenmähen darauf, dass Sie ihn nicht zu kurz schneiden. Der Grund: Wird der Rasen zu kurz, können die Gräser keine neuen Triebe entwickeln. Die Folge ist, dass der Rasen ausdünnt. Durch kurze Halme ist der Schattenwurf eh schon zu gering, die Wasser-Verdunstung beschleunigt sich bei Sonne enorm. Die Halme leiden.

Die optimale Schnitthöhe eines normalen Haushaltsrasens liegt bei rund fünf Zentimetern. Im Schatten sollten es ein bis zwei Zentimeter mehr sein. Einen Golfrasen durch geringe Halmhöhe und ordentliche Düngergaben erzeugen zu wollen, ist vergebene Liebesmüh. Der Gang zum Rasenspezailisten ist besser. Möchten Sie einen kürzeren Rasen, wie er etwa auf Fußball- oder Tennisplätzen zu finden ist, dann müssen Sie zuvor die entsprechende Grassorte säen und sich mit Dünger- und Pflege intensiv auseinandersetzen. Brauchbare Hinweise gibt auch die Deutsche Rasengesellschaft. Über optimale Bewässerung zur Qualitätssteigerung und bester Optik schreibe ich an anderer Stelle. Bitte in die Suche gehen.
Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
Gott, wer’s mag … Eine Österreichische Gartenwebsite propagiert eine Alternative zu Rasen. Das Argument:
»Gerade im Hochsommer wird die Rasenpflege oft mühsam. Eine Alternative zum Gras etwa im Vorgarten ist Kies. Kiesgärten sind zum Beispiel in England weit verbreitet. “Diese steinigen Flächen werden zuerst mit einem Unkrautvlies abgedeckt. Dann kommt eine dünne Schicht Kies drauf, fast so wie in den japanischen Gärten”, so Ploberger. Besonders schön werden Kiesgärten aber erst, wenn man darin Pflanzen setzt«
Dann lese ich die Zwischenheadline “Pflegeleicht und edel” – da musste ich dann doch schmunzeln. Wie das dann aussieht, kann man hier sehen. Seventies come back again. Und dazu die Musik von Boney M – und ABBA natürlich (die ich liebe).

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
In der TAZ ist ein netter, gut recherchierter Beitrag zum rollbaren Rasengrün im Fußballbereich zu lesen. Hier der Einstieg, den ganzen Artikel gibt es dort.
»Die Reisegesellschaft ist am Ziel. Der WM-Rasen liegt vor ihnen. Darauf haben die Mitglieder der Deutschen Rasengesellschaft den ganzen Tag gewartet. In Holland, bei der Firma Hendriks Graszoden, können sie das Grün endlich begutachten. Sie stürmen auf die Biomasse zu, die auf nacktem Beton liegt. Doch so einfach ist das nicht mit dem Fußballgrün. Der holländische Firmenchef John Hendriks hat noch drei weitere Bahnen auslegen lassen. Die Deutschen sollen raten, wo der WM-Rasen sprießt. Die Experten fühlen sich herausgefordert. Der eine Rasen ist tiefgrün und saftig. Der andere struppig. Der dritte hell und flauschig. Der letzte scheint der perfekte Picknickrasen zu sein. Die Kenner patrouillieren um die Bahnen, betasten die Halme, streichen mit der flachen Hand übers Grün und treten vorsichtig auf die feuchten Teppiche.«

Sonntag, 4. Juli 2010
M. Morell
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