Artikel vom Donnerstag, 10. Juni 2010

Obsession in Grün – Der Rasen im ARTE Video

Rasenliebhaber erzählen von der Bedeutung eines kulturellen und ökologischen Phänomens.

arte“Kein Anblick ist erhabener als jener von feinem, dichtem, kurz geschorenem Gras!”, schrieb im 13. Jahrhundert der Philosoph und Naturforscher Albertus Magnus. Zwar ausschließlich aus Gräsern bestehend, ist Rasen weit mehr als Gras – und alles andere als natürlich. Unkräuter haben auf einer Rasenfläche keine Chance, sie werden erbarmungslos entfernt. Ein Rasen wird regelmäßig gepflegt, denn nur so erhält er seine wunderbar weiche Struktur. Was für die einen bloß ein alltägliches Grün darstellt, das sie achtlos betreten, ist für andere ein Objekt der Besessenheit, dem sie sich vollkommen verschrieben haben. Mehr dazu in diesem arte-Film.

Die Geschichte des Zierrasens geht bis in die Antike zurück, doch waren es die Briten, die ihn im 18. Jahrhundert zum Lebensstil erklärten. Überall in Großbritannien wurden weite Landschaftsparks und perfekte “Pleasure Grounds” zum ästhetischen Ideal der Aufklärung. In der Neuen Welt erreichte die Rasenkultur ihre Blüte. Seit den 50er Jahren sind große, freie Rasenflächen aus keinem nordamerikanischen Vorort mehr wegzudenken. Der kurz geschnittene Rasen symbolisiert in den USA gesellschaftlichen Erfolg und steht für das Lebensgefühl des verwirklichten amerikanischen Traums. Und so ist das satte Grün längst ein enormer Wirtschaftsfaktor, für den in den Vereinigten Staaten jährlich 40 Milliarden Dollar ausgegeben werden und der dort mehr Fläche als jede andere Kulturpflanze – einschließlich Weizen, Mais und Tabak – beansprucht.

Während es sogar Golfplätze in der Wüste gibt und man wegen Nicht-Mähens verhaftet werden kann, wird in Laboren auf der ganzen Welt nach immergrünen Mischungen geforscht. Von der Rasenfarbe bis zum Mähroboter entfacht die Suche nach dem perfekten Rasen die Leidenschaft des Menschen. Zum Video geht es hier.

2 Kommentare Donnerstag, 10. Juni 2010 M. Morell

Rasenprofis für die Fußballweltmeisterschaft

Die Fußballweltmeisterschaft steht vor der Tür: In vielen Stadien laufen die Rasen-Vorbereitungen auf Hochtouren. Die letzte wichtige Tätigkeit war der Austausch des vorhandenen Rasens, der etwa vier Wochen vor Beginn der WM in allen Stadien einen wichtigen Meilenstein während der Vorbereitungen darstellt. Düngen, Sanden, Walzen, Bewässern und Wetterbeobachtung steht ganz weit vorn in der Prioritätenliste.
Ohne Rollrasen geht da natürlich nichts. Weiterlesen bei Gartentechnik.de

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