Artikel aus Mai 2010

Saftigen Rollrasen einfach ausbringen: Mach den Bodentest und dünge

rasngrossImmer wieder fragen Gartenbesitzer beim Beratungstelefon an, woran sie merken, ob der Bodengrund für die Rollrasenausbringung gut genug ist. Eigentlich sollen solche Arbeiten vom Fachmann ausgeführt werden, wenn man an seine Grenzen kommt. Der lokale Fachmann hilft telefonisch gern weiter:

Man macht einen ganz einfachen Bodentest: Drückt man den Oberboden der zukünftigen Rasenfläche in der Hand zu einem Ball zusammen und fällt dieser Klumpen beim öffnen der Hand nicht wieder auseinander, dann ist der Boden zu „fett“ und muß mit Sand (Grob- oder Mittelkorn), Kies, Kalk, Lavagrus, Granulate, Styromull u. ä. vermagert werden. Dann kommen noch die Frage nach ph-Wert, Nährstoffreserve, Wasser- und Luftdurchlässigkeit sowie Bodenaktivität. Diese Fragen sind durch eine Bodenuntersuchung zu klären. (Bieten meine Kunden auch an.)

Bitte: Auf gar keinen Fall Torf untermischen! Im Rasenboden ist Torf sehr unvorteilhaft. Der Boden wird nicht lockerer, sondern es entsteht eine Verdichtung und Verschlämmung, die nicht nachträglich durch Umgraben oder Aerifizieren behoben werden kann. Nach der Verwendung von Torf erhält man sehr schnell eine vermooste und schmierige Rasendecke. Mehr dazu zum Download bei Freund Jonni

Kommentar schreiben Sonntag, 30. Mai 2010 M. Morell

Drei neue Amazone Grashopper-Mäher im Einsatz

Ich beobachte Amazone-Grashopper schon länger. Sehr beliebte Maschinen sind das, auch wenn sie für den durchschnittlichen Privatgarten zu groß sind. In parkähnlichen Anlagen haben sie sich jedoch bewährt, sagen meine Galabauer-Freunde. Beim Schnitt sind frei schwingende Spezialmesser im Einsatz, die einen exakten Rotor-Cut ermöglichen.

amazone-rasen

Wichtigste Neuerungen der GHS Drive Maschinen der Dreyer Werke aus Hasbergen, die mit Arbeitsbreiten von 1,50 m, 1,80 m und 2,10 m sowie Fangbehältervolumen von 2,50 m³, 3,00 m³ und 3,50 m³ angeboten werden, sind eine fortentwickelte Hochkipp-Entladung, eine Deichselanhängung sowie ein verstärktes Straßenfahrwerk. Mit der Deichselanhängung können die neuen Maschinen trotz großer Behältervolumina hinter kleinen und leichten Kompaktschleppern eingesetzt werden. Dies reduziert nicht nur die Kosten, sondern auch die Bodendruckbelastung durch den Schlepper. Schlepper und Grasshopper werden zu einem äußerst wendigen Mäh-Gespann, das zudem auf der Strasse – dank verstärktem Fahrwerk – mit bis zu 30km/h unterwegs sein darf.

Die Hochkipp-Entladung ermöglicht es, den kompletten Fangbehälter auf 2,30 m Höhe anzuheben und gleichzeitig um 0,8 m nach hinten zu verschwenken. So kann das Mähgut auf Anhängermitte abgeladen und damit die volle Anhängerladekapazität genutzt werden.

Der Amazone Grasshopper GHS ist bei professionellen Garten- und Landschaftsbauern sowie Pferdebetrieben sehr beliebt. Er kommt bei der Pflege von Park- und Golfanlagen sowie auf Sport- und Grünanlagen ebenso zum Einsatz wie auch auf extensiv genutzten Grünflächen oder Pferdeweiden. Das Herz der Maschine ist ein Exaktschnitt-Rotor mit frei pendelnd aufgehängten Messern, mit dem man – auch unter feuchten Bedingungen – Grünflächen aller Art mähen oder vertikutieren und im gleichen Arbeitsgang das Schnittgut zerkleinern und im Fangbehälter aufsammeln kann.

Kommentar schreiben Freitag, 28. Mai 2010 M. Morell

Rasen ist Grüne Monokultur, na und?

Wieviel Rasen braucht eigentlich ein Garten? Oft wird bereits bei der Planung der Grasteppich überdimensioniert angelegt. Doch es gibt attraktivere Alternativen zu monotonen Grünflächen.

agardenWer immer noch glaubt, dass Rasen pflegeleichter sei als blühende Staudenbeete, aktive Teiche oder sichtschützende Gehölzpflanzungen, sollte bedenken: pflegeleicht ist ein Rasen nur, wenn er sich zur „richtigen“ Wiese entwickeln darf. Wer dabei spontan an buntblumige Oasen mit seltenen Kräutern und interessanten Gräser denkt, muss umdenken. Wiesen sind von Natur aus auf nährstoffreichen Böden im Flachland artenärmer und hochwüchsiger, als ihre farbigen Verwandten im Mittelgebirge oder in den Alpen, die man spontan im Kopf hat, wenn man an wogende Mohn- und Kornblumenareale denkt.

Viel Arbeit und oft auch Ärger bereitet ein ganz „normaler“ Scherrasen. Warum? Es soll Menschen geben, die davon ausgehen, dass sich ihre Grasnabe zu einem Golfplatz-Rasen entwickelt, wenn sie ihn intensiv in der Mittagszeit und nach 20.00 Uhr mit dröhnendem Motor-Rasenmäher bearbeiten. Es ist bewiesen, dass speziell diese Mähzeiten keinerlei positiven Einfluss auf Dichte, Wachstum und Wurzelbildung eines Rasens haben. Rasen muss gedüngt, vertikutiert, getrimmt, versandet, aerifiziert und bei Vertiefungen durch Auffüllen von Oberboden angeglichen werden. Kanten wollen akkurat abgestochen sein (empfehlenswert hier eine Rasenkante aus Klinker oder Natursteinpflaster), damit die rotierenden Mähermesser schadensfrei trennen können.

Wer einmal kritisch über sein eigenes Grün schaut, wird feststellen, dass diese künstliche Lebensgemeinschaft sehr anfällig ist. Das ist ganz natürlich. Natur ist immer bestrebt, die monotone Fläche von selbst zu „renaturieren“. Wühlmäuse, Maulwürfe, unterschiedlichste „Unkräuter“, unzählige sichtbare und versteckte Pilze, selbst eine permanente Vermoosung sind sichtbare Symptome dafür. So altert der Rasen schnell und wird bald doch zu einer Art aber nicht artenreichen Wiese, an der „ordnungsliebende“ Naturen natürlich so gar keinen Gefallen finden.  

Rasenflächen, oft bestehend aus nur fünf Grasarten, sind häufig noch durch „Un“krautvernichtungsmittel oder Überdüngung belastet. Kein Wunder, wenn dann kaum noch tierisches Leben im Boden stattfindet. Hinzu kommt noch, dass wegen der kurzen Schnitthöhe die Verdunstung an wärmeren Tagen besonders hoch ist. Die Bodenqualität unter der Grasnarbe leidet durch Nährstoffentzug, Auswaschung und Verdichtung immer mehr. Fazit: Allmählich verarmt die grüne Monokultur.

Ein Garten sollte aber lebendig und naturverträglich sein. Dort, wo gespielt und getobt wird, macht Rasen möglicherweise Sinn. Und wenn es denn mal kein „englischer“ Zierrasen sein soll, hat sich eine bodenbeständige Scherrasenmischung mit vielen unterschiedlichen Kräutern bewährt. Dann blüht wenigstens immer etwas, selbst auf sandigen, lehmigen und tonigen Böden – egal wie oft das Flächengrün geschnitten wird.

1 Kommentar Freitag, 28. Mai 2010 John Langley

Rasen mähen – wie lang darf’s denn sein?

Der saftige, kurzgeschorene Englische Rasen meines Ex-Nachbarn beeindruckte mich einige Saisons. Ja, ich war neidisch. Der Mann lehrte mich aus Erfahrung: Rasengras verträgt den Schnitt nur bis zu einer spezifischen Wuchshöhe. Diese ideale Schnitthöhe muss man kennen und am Mäher einstellen.

Nicht zu tief mähen - das  rächt sichDie passende Einstellung ergibt sich durch den Rasentypus bzw. durch die Gräsermischung. Fakt: durch zu tiefes Schneiden sind die Rasenpflanzen nicht mehr in der Lage, neue Triebe und Blätter zu bilden. Dadurch ist der Gesamteindruck ungepflegt und es bilden sich Probleme und Krankheiten wie von allein.

So sollte ein Zierrasen aus Straußgras und Rotschwingel bis zu 2 cm tief gemäht werden. Zierrasen aus Wiesenrispe und Rotschwingel dagegen werden zwischen 3 und 5 cm hoch. Die meisten Gebrauchs- und Sportrasen, die einen hohen Anteil von Deutschem Weidelgras enthalten, mäht man nicht tiefer als 3, 5 cm.

Klar ist, dass der Rasen regelmäßig, immer gleichbleibend hoch und nie tiefer als bis zur Hälfte der Wuchshöhe geschnitten wird. Wenn also ein Mähtermin ausgefallen ist, darf das Gras nur bis zur Hälfte der Gesamthöhe abgeschnitten werden. Für den Hausrasen reicht es, wenn man ihn alle 7-10 Tage mäht. Alte Weisheit: Je kürzer der Rasen gemäht wird, desto öfter muss er wiederum geschnitten werden.

Kommentar schreiben Mittwoch, 26. Mai 2010 M. Morell

Rasen mähen: Mittags nie, bitte!

Der Rasenmäher hat, zur falschen Zeit in Betrieb, in Deutschland schon so manchen Streit unter Gärtnern ausgelöst. Der Grund dafür sind festgelegte Zeiten zu denen der Rasenmäher in Betrieb sein darf und wann nicht.

DGehoerschutz, Stöpsel tun es  aucher kleine Ort Tornesch südlich Elmshorn, nordwestlich Hamburgs (ja, Kreis Pinnberg) war für 2 Jahre meine Heimat. Und die lag mitten im größten zusammenhängenden Baumschul-Gebiet Europas. Im Nachbarort Uetersen werden weltberühmte Rosen gezüchtet, was man wahrnimmt, wenn der Wind im Sommer von dort kommt. Meine Pilgerstätte ist Rosen Tantau. So weit, so gut. Es ist Ende April, Mittag, die Sonne scheint, göttlich. Zeit für einen Mittagsdöser unterm Lebensbaum. Nein – der Nachbar wirft seinen Motormäher an. ES IST MITTAG! das dauert 30 Minuten, ein Mal nachtanken. Stille. Kaum ist er fertig, startet der Nachbar in der 60. Warum Mittag? Neulich hat er wieder seine Laube abgesaugt mit einem heulenden Industriesauger. Eine Stunde lang. Ich hätte ihn …

Allgemein ist es erlaubt, den Rasen zu folgenden Zeiten zu mähen:

Werktag (Montag – Freitag) 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Samstag 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Sonntag und Feiertag absolutes Tabu und verboten

Kleingartenvereine oder Orte können jedoch auch Sonderregelungen festgelegt haben. Um einen Streit zu vermeiden, fragen Sie einfach in der Gemeindeverwaltung oder beimVorsteher des Kleingartenvereins nach, welche Zeiten gelten. Der Beste Weg, einem Nachbarschaftskonflikt aus dem Weg zu gehen, ist immer noch der direkte Kontakt, schreibt ein Benimmbuch. »Fragen Sie also ob es den Nachbarn stören würde, wenn der Rasenmäher für eine halbe Stunde laufen würde.« Aber bitte nicht zur Mittagszeit.

Kommentar schreiben Montag, 24. Mai 2010 M. Morell

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