Rasen: Moos und Filz vermeiden – so geht es
Mittwoch, 10. Juni 2009 M. Morell
Moos ist beileibe keine Krankheit, ist aber der Feind der Rasenfreunde. Er wird meist durch schattige und feuchte Lagen verursacht. Ist daran nichts zu ändern, muss man mit sogenannten Moosverdrängern und Moosvernichtern mit Eisensulfat arbeiten. 10-14 Tagen nach dem Auftragen ist das Moos schwarz-braun geworden und kann dann durch z.B. Vertikutieren entfernt werden. Oftmals vermoost die Grasnarbe schlicht durch liegengebliebenes Schnittgut und flachwachsendes Unkraut. Wasser-, Nährstoff-und Sauerstoffzufuhr wird dadurch gehemmt und das Wachstum bzw. die Wiederstandsfähigkeit des Rasens beeinträchtigt. Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz mit Messern, die den Boden anritzen (Schnittiefe ca. 3 – 5 mm), gelöst.
Den gelösten Rasenfilz sollten Sie immer sorgfältig entfernen. Bester Zeitpunkt für diese Maßnahme ist die Zeit von Anfang Mai bis Ende August. Frühes Vertikutieren (Mai) hat den Vorteil, dass sich der Rasen sehr schnell von diesem Eingriff erholt, da er zu diesem Zeitpunkt besonders schnell wächst. Sehr zu beachten zur Verhinderung von Filz: ph-Wert von 5,5-6,0 anstreben, keine übermässigen Stickstoffmengen düngen, keine unnötigen chemischen Behandlungen vornehmen. Alles tun, damit die biologischen Aktivitäten im Boden unterstützt werden; und da sehr weit verbreitet: keine häufige Beregnung mit geringen Wassermengen. Besser seltener, dafür spatentief wässern.
Archiviert unter: Rasenpflege
2 Kommentare Kommentar schreiben
1. Günther Schwab | 11. Juni 2009, 16:58 Uhr
Warum stellen Sie Moos und Filz gleich? Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Rasenfilz ist auf normalen Gartenböden überhaupt kein Problem, baut sich von selbst ab und ist sogar wichtig für den Rasen. Filz stellt nur im Sportbereich ein Problem dar auf sterilen künstlichen Substraten, die besonders wasserdurchlässig gehalten werden sollen.
Moos hingegen ist eine Zeigerpflanze für Stickstoffmangel und verschwindet mit einer Düngung. Dass Moos zuerst im Schatten und unter Bäumen auftritt ist so, weil dort Nährstoffe durch die Konkurrenzsituation schneller aufgebraucht sind und allgemein im Schatten die Umsetztung besonders bei organischen Düngern langsamer erfolgt.
Sie als Profi sollten das wissen und auch so kommunizieren.
2. Maurice Morell | 12. Juni 2009, 09:50 Uhr
Danke , Herr Schwab, für diesen nutzwertigen Hinweis. Wir lernen ja alle.
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