Rasen mähen über Mittag! Blöde grüne Maschinisten…

Freitag, 2. Mai 2008 M. Morell

Gehoerschutz, Stöpsel tun es auchDer kleine, ruhige Ort Owschlag zwischen Rendsburg und Schleswig ist derzeit meine Heimat. Und die liegt nah der Ostsee, der Schlei und unweit den schönen Hüttener Bergen. So weit, so gut. Es ist Anfang Mai wie jedes Jahr, Mittag, die Sonne scheint, göttlich. Zeit für einen Mittagsdöser an meinem Teich. Nein – der Nachbar wirft seinen Motormäher an. ES IST MITTAG! das dauert 30 Minuten, ein Mal nachtanken. Stille. Kaum ist er fertig, startet der Nachbar auf der anderen Seite. So erlebe ich ein nerviges Duett, schon fängt der dritte an. Warum nur Mittag? Offenbar eine Verabredung, ein Ritual? Ich arbeite viel, weshalb kann ich nicht bis 15 Uhr meine Ruhe haben? Ist es hier nicht common sense? Offenbar nicht. Jetzt ist Ruhe …. Ahhhh.
Jetzt startet mein Nachbar seinen monströsen Traktor. Gülle tanken fahren. Ich weiß schon jetzt, was kommen wird. Dieser Geruch geht durch und durch. Lüften hilft nicht …

Also: Der Rasenmäher hat, zur falschen Zeit in Betrieb, in Deutschland schon so manchen Streit unter Gärtnern ausgelöst. Der Grund dafür sind festgelegte Zeiten zu denen der Rasenmäher in Betrieb sein darf und wann nicht. Allgemein ist es erlaubt, den Rasen zu folgenden Zeiten zu mähen:

Werktag (Montag – Freitag) 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Samstag 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntag und Feiertag ist es absolutes Tabu und verboten

Kleingartenvereine oder Orte können jedoch auch Sonderregelungen festgelegt haben. Um einen Streit zu vermeiden, fragen Sie einfach in der Gemeindeverwaltung oder beim Vorsteher des Kleingartenvereins nach, welche Zeiten gelten. Der Beste Weg, einem Nachbarschaftskonflikt aus dem Weg zu gehen, ist immer noch der direkte Kontakt, schreibt ein Benimmbuch. »Fragen Sie also ob es den Nachbarn stören würde, wenn der Rasenmäher für eine halbe Stunde laufen würde.« Jetzt gehe ich herüber und frage, ob es stören würde, damit bitte sofort aufzuhören.

Archiviert unter: Gartenmaschinen und Trends

1 Kommentar Kommentar schreiben

  • 1. Hendrik42  |  15. Juni 2008, 23:02 Uhr

    Wo ist denn die Quelle für diese Angaben? Hamburg hat doch zum Beispiel kein Lärmschutzgesetz mehr, oder?

    Folgendes habe ich für Hamburg gefunden:
    fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/s….

    Gebrauch von Gartengeräten (z.B. Rasenmähern, Laubpustern, Heckenscheren)

    Auch die Benutzung von lauten Gartengeräten führt immer wieder zu Nachbarschaftsstreitigkeiten. Um dies zu verhindern, wurden für eine Reihe von im Freien betriebenen Maschinen und Geräten eine Nutzungsbeschränkung in Wohngebieten festgelegt (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung). Danach dürfen grundsätzlich Maschinen und Geräte, die im Anhang der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung aufgelistet sind, in Wohngebieten werktags (montags bis samstags) zwischen 20:00 Uhr und 7:00 Uhr überhaupt nicht betrieben werden. Sehr laute Geräte wie Laubbläser, Laubsammler, Freischneider und Rasenkantenschneider dürfen nur noch in der Zeit zwischen 9:00 und 13:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 17:00 Uhr in Betrieb genommen werden.

    Fazit, ich darf Rasen mähen bis 20:00 Uhr. Allerdings ist mein Akku-Spindelrasenmäher eh sehr leise…

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