Artikel aus Mai 2006
OK, es ist Vatertag. Was tut man da? Rasenmähertreckerfahren in Krautsand natürlich. Krautsand liegt auf einer traumhaft ruhigen Halbinsel gleichen Namens in der Elbe bei Hamburg und gehört zu den Orten, wo die Häuser auf ihren Grundstücken noch viel Platz haben und der Rasen daher mit Aufsitzrasenmähern gemäht wird. Der Rasenmäher- Motorsport hat sich durch eine Wette in den Neunziger Jahren auf Krautsand entwickelt, und seit 1997 gibt es hier jedes Jahr im Mai, immer an Himmelfahrt, die Weltmeisterschaft der Rasenmähertrecker.
Bis zu 8000 begeisterte Zuschauer finden sich alljährlich im Mekka des Rasenmäherrennens ein, um diese Kult- Veranstaltung der letzten Helden des Motorsports, eine Mischung aus Profi- Motorsport und Volksfest mit zu erleben, wie es im Pressetext heisst. Die Veranstaltung findet wieder auf dem Platz im Aussendeichgelände statt, wo Zuschauer die ganze Strecke mit Blick auf die Elbe einsehen können. Dort befindet sich auch das legendäre Ausflugslokal mit den größten Aussengrills der Region. Aber das ist ein anderes Thema. Hier noch ein OBI Autobahn-Rasenmäher-Spot zum Thema.






Donnerstag, 25. Mai 2006
M. Morell
Grüner Gewinner- Hier aktuell das Ergebnis (Foto) des “Rasenkompetenzteams”, der Deutschen Rasengesellschaft und dem Bundessortenamt. Sie haben gemeinsam diesen WM Rasen kreiert. Fast 400 verschiedenen Rasenmischungen wurden getestet. Gewonnen haben robuste, langlebige, trittsichere, pflegeleichte Halme der neuen Gras-Generation. Sie dürfen deshalb bei der diesjährigen WM vor Milliarden von Augen und erschwerten Bedingungen mitwachsen.
Mit Mega Know how und viel Power wurde das Fußball-Grün, das wie gesagt die ganze Welt sehen wird, seit der Aussaat im vergangenen Jahr 72-mal gemäht, unzählige Male gewässert, gedüngt, beobachtet, bewertet … und schließlich für sehr gut befunden.
Die anerkannte weltmeisterliche Qualität besteht aus einer Mischung aus 25 Prozent Weidelgras (Lolium perenne) und 75 Prozent Wiesenrispe (Poa pratensis). Die Wiesenrispe verzweigt sich nach allen Seiten und sorgt so unweigerlich für den dichten Untergrund. Das Weidelgras wiederum wächst ordentlich nach oben und macht - besonders für die visuellen Medien - einen guten optischen Eindruck.
Die FIFA hat alles bis ins Detail vorgegeben: vom Mähen im vorgeschriebenen Schnittmuster über die Beregnung bis hin zur Düngeprozedur. Ronaldinho, Ballack und Co. können dann auf optimalem Untergrund passen und dribbeln und natürlich auch gewinnen. Jetzt muss das WM-Grün circa zweimal die Woche gemäht werden, damit die Länge in der Höhe stimmt.
Bei den ausgelegten Rasen-Rollen von rund 1,20 - 1,50 Metern Breite und 12 bis 18 Metern Länge dürfen die Halme nicht höher sein als 28 Millimeter. So getrimmt sorgen Lolium und Poa für ausreichenden Fallschutz, um mögliche Verletzungen der Spieler zu minimieren. Wer will schon während des Spiels ins Gras beißen?! Der Weltverband FIFA lässt für das WM Schnittmuster zwei Varianten zu: parallele Längs- oder Querstreifen. Allerdings scheint sich der Querstreifen bei den “Greenkeepern” durchzusetzen, um den Schiedsrichtern ihre Arbeit - vorwiegend bei Abseitsentscheidungen - zu erleichtern.
Weniger einfallsreich waren die Designer bei der Farbauswahl. Der neue WM Rasen bleibt auch weiterhin grün.






Dienstag, 23. Mai 2006
John Langley
„Schaun mer mal“ lautet das Motto von Fußballkaiser Franz, das wohl ab dem 9. Juni täglich beherzigt werden wird. Rund dreißig Milliarden Menschen werden sich die vierundsechzig Spiele der Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen anschauen.
Interessant für alle, die sich im passiven FB-Widerstand befinden und die Hysterie mit amüsierter Ungläubigkeit verfolgen, ist es, einige Ratschläge zu befolgen. Gerade im Sommer ist es nämlich besonders wichtig, die Warnung eines Lothar Matthäus Ernst zu nehmen und „nicht den Sand in den Kopf zu stecken.“ Oder wenn Werner Hansch sich zur Höchstform aufschwingt und herauspresst: „Wer hinten so offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“
Von größerer Verzweiflung geprägt ist allerdings der trotzig, dahin geworfene Satz von Rolf Rüssman: „Wenn wir nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.“ Aber selbst der verliert an Bedeutung, denn die Weltmeisterschaft findet ja ausschließlich auf heimischem Grün statt. Abschließend bleibt uns nur, der philosophischen Erkenntnis Jean-Paul Sartres zu folgen, die besagt: „Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“ Und was hat das alles mit Rasen zu tun? Na, ganz viel 
Dienstag, 23. Mai 2006
Tita Maelzer
Berühmte Filmemacher drehen für TV SPIELFILM. Den Auftakt zur neuen Spot-Kampagne „Big names – short films“ machte vorletzte Woche Detlev Buck mit einem wunderbaren Doku-Clip, gedreht in Kiew. Am 21. Mai ab 20.30 Uhr bringt TV SPIELFILM den Kurzfilm „Ein Engländer auf dem grünen Rasen“ des britischen Schauspielers und Komikers John Cleese ebenfalls auch im Internet. Wir verraten: Es geht um Fußball.
“Die Frau im Glashaus“ von Detlev Bucks Filmproduktion Silbersee war der erste Spot einer neuen, über alle Medien gehenden Kampagne, mit der die TV SPIELFILM ihre Spielfilmkompetenz untermauern will. Das Konzept: Es wurden ausnahmslos bekannte Filmemacher und Schauspieler beauftragt, exklusiv einen so genannten Short-Short-Film zu drehen, mit 40 bis 60 Sekunden doppelt so lang wie ein normaler TV-Spot. Die Spots laufen Sonntags zeitgleich auf den TV-Sendern SAT.1, PRO7, RTL, VOX, RTL2, MTV, VIVA und DAS VIERTE und im Internet.
Alle Filme werden außer im Fernsehen und im Kino auch als Streaming und Videopodcast auf Websites sowie als Handy-TV über alle Handyportale der deutschsprachigen Mobilfunknetzbetreiber ausgestrahlt.






Dienstag, 16. Mai 2006
M. Morell
Auf der Seite gartenatelier.de findet man eine Anleitung zum Trimmen von abgewirtschaftetem Rasen. Und das liest sich so:
»Nach mehreren Jahren siedeln sich im Rasen Fremdgräser und Wildkräuter an, und die Rasennarbe ist durch zu starkes Begehen zerstört. Sollte der Rasen sich nicht mehr aus eigener Kraft erneuern, dann muss er behandelt werden. Heute kann man schon nach sechs bis acht Wochen wieder einen dichten Rasen haben, ohne ihn vorher komplett umzugraben.
Dies vollzieht sich in folgende Arbeitsschritte:
- alten Rasen so tief wie möglich mähen, Schnittgut entfernen
- Rasen vertikutieren, Rasenfilz beseitigen
- Fläche mit einem Starterdünger gleichmäßig düngen
- Saatgut gleichmäßig und sparsam aufbringen
- gesamte Fläche mit einer dünnen Schicht Torf bedecken
- Fläche fein beregnen, 1 - 2 Wochen feuchthalten, der Torf darf nie abtrocknen
- nach vier Wochen etwa einen Spezialdünger auf die Rasenfläche ausstreuen
- sind die Gräser etwa 8 cm hoch sind, auf ca. 4 cm Höhe heruntermähen
- einmal wöchentlich mähen
- nach 6 Wochen ist der Rasen dicht«
Nun frage ich mit ernsthaftem Interesse: Ist das der Weg? Geht das? Ist das der Weg der Profis? Oder ist das ein PR-Vorstoss der Torf- und Dünger-Vertreiber?
Bitte Feedback, wir wollen es wirklich, wirklich wissen.






Mittwoch, 10. Mai 2006
M. Morell
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