Artikel aus April 2006

Rasen in grün, gelb, grau oder braun

John LangleyDicht, intensiv grün und dazu noch strapazierfähig – so sollte der Grasteppich für immer pflegeleicht staubige Flächen im Garten belegen. So ein dauerhaft grünes Areal muss natürlich bedarfsgerecht ernährt, gepflegt, bewässert und geschnitten werden.

Wer regelmäßig zum rotierenden Messer greift, sorgt für robuste Gräser und schwächt messerscharf das ständig geköpfte auflaufende „Unkraut“. Es gibt sogar Mäh-Fetischisten, deren Lebensfreude darin besteht, zu jedem Zeitpunkt technisch ausgerüstet mit 10 km/h und mehr über den Rasen zu rasen. Wer will, dass sein Rasenmähen sich zum Mega-Event entwickelt, lädt mal eben seine Nachbarschaft zu sich aufs Grundstück ein. Dann wird die Grünfläche zum Mekka eines Rasenmäherrennens. Rasen ist Kult und die Grün-Fanatiker die letzten Helden des Motorsports.

Weniger heldenhaft ist es, bei Dauernässe und geltender Lärmschutzverordnung seinen Verkürzungs-Enthusiasmus nicht zu bremsen. Oder das Argument, dass der eine oder andere noch aktive Zweitakt-Rasenmäher pro Stunde so viele schädliche Kohlenwasserstoffe produziert wie 200 Autos mit Katalysator zu akzeptieren.

Dabei ist es überhaupt kein Problem, sich gleichzeitig für saftiges Grün und für eine intakte Umwelt zu engagieren. Wer bequem seinen Rasen mit weniger Krach, Gestank und Energieverbrauch stutzen will: Der Fachhandel hat sich entsprechend aufgerüstet. Keiner hat bisher richtig gezählt, aber vermutlich warten rund 800 Rasenmähertypen von mehr als 50 Anbietern auf eine Kaufentscheidung. Ansonsten darf daran erinnert werden: Der erste, genügsamste und umweltfreundlichste Rasenmäher der Welt war zweifellos immern noch das Schaf.

Ob Schaf oder scharf – eine neue Boden deckende Frisur macht erst Sinn, wenn am frühen Vormittag, der nächtliche Tau an den Halmen abgetrocknet ist. Wenn die Sommersonne die grünen Halme leicht anwelkt, würde das Gras nach dem Schneiden unnötig leiden. Bei „hügeliger“ Rasenfläche werden richtige Brandflecken gemäht. Klar, wenn die Messer kurzerhand alles weg rasieren, dann beißt das Gras ins Gras. Oder ein Grauschleier überzieht das Grün bei ausgefransten Grasblättern, wenn die Messerschärfe fehlt.



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2 Kommentare Montag, 10. April 2006 John Langley

Rollrasen-Bestellungen in der Praxis

Schippe mit GrassodenIch will einmal als Rollrasen-Verkäufer schildern, wie das mit den Bestellungen in der Praxis aussieht:

Der Kunde bestellt nach der Bodenvorbereitung bei einem Fachhändler wie uns. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauert es normalerweise weniger als 48 Stunden. Bestellungen lange im Voraus sind ungünstig, weil sich dann die Wetterlage schlecht abschätzen lässt. Bei plötzlichem Regen ist alle Vorarbeit zu Hause für die Katz. Sobald der Rasen geliefert ist, sollte er innerhalb von kurzer Zeit verarbeitet werden, selbst wenn das Wetter schlecht ist. Liegt er länger als zwei Tage eingerollt auf der Palette, fault er.

Es gibt verschiedene Rollenmaße. Durchgesetzt haben sich die Rollen mit den Maßen 40×250 cm. Großrollen sind wegen ihres Gewichts nur mit der Maschine verlegbar.

Bestellungsvorbereitung ist wichtig: Gehen Sie das Gelände, auf das der neue Rasen gelegt werden soll, am besten mit einem Maßband ab und teilen Sie die Fläche, die Sie vermessen wollen, in Dreiecke und Rechtecke auf. Die Gesamtfläche lässt sich so leicht errechnen. Bei Flächen mit vielen Ein- und Ausbuchtungen geben Sie Verschnitt mit dazu – planen Sie also etwas mehr Rasen ein! Danach wegen einem Meter extra nach Rellingen kommen muß nicht sein. Sobald die Rasenrollen eingetroffen sind, werden sie am besten an einem schattigen, windgeschützten und kühlen Platz zwischengelagert.

Verlegt werden kann Rollrasen in der Zeit von März bis Oktober, solange die Witterung günstig ist für das Anwachsen der Wurzeln. Einen Tipp zum Lieblingslink in diesem Blog: Unsere Verlege- und Pflegeanleitungen zum kostenfreien Download. Sind Sie gut vorbereitet, macht das mein Leben einfacher. 😉


Kommentar schreiben Freitag, 7. April 2006 Jonni Borgmann

Klimaanlage unterm Rasen

John Langley, Fernseh-Gärtner des NDRDickfellig, scheinbar ungerührt belüftet er (fast überall) die Böden und untergräbt somit auch die Möglichkeiten, ihn zu stoppen. Es soll Gartenbesitzer(innen) geben, die bereits seit Jahren hinter dem 15 bis 20 Zentimeter kleinen, fleißigen Wühltier (ohne sichtbaren Erfolg versteht sich) hinterher jagen.

Iltis, Hermelin, Igel, Fuchs, Marder, Eule, Rabe, Storch, Falke und nicht zuletzt der Bussard, die wirklich etwas vom „Jagd-Handwerk“ verstehen, sind inzwischen aus unserer verbauten Umfeld verschwunden. Damit wenigsten der Maulwurf in unserer Nähe „überlebt“, wurde er unter Naturschutz gestellt – und darf demzufolge (wenn überhaupt) nur gejagt oder für immer beseitigt werden, wenn er „größeren“ Schaden anrichte, beispielsweise im Deichwesen.

Eines ist sicher: Wo von unten gegraben wird, ist der Gartenboden ökologisch völlig in Ordnung. Das nützliche Tierchen lockert nicht nur alles auf, (gute Durchlüftung bedeutet auch gute Durchfeuchtung) sondern frisst auch viele im Erdreich lebenden Schädlinge. Dort, wo der Boden schädlingsfrei ist, gibt es auch keine Maulwürfe. Auf seiner Speisekarte stehen Mai- und Mistkäfer, große, kräftige Maulwurfsgrillen, Nacktschnecken, Asseln und – wer hätte das gedacht – sogar Spitz- und Wühlmäuse. Welchen Schäden richtet der grabende Störenfried im Garten eigentlich an?

O.K., die dunklen Haufen auf dem Rasen können einen rasend machen. Ein Tipp: Einfach diese Erdpyramiden mit der Schaufel oder Harke flach machen. ACHTUNG!!! Nicht anschließend die weiche Erde wütend in die Gänge treten. Dadurch wird die natürliche „Klimaanlage“ des Gängelabyrinths wesentlich beeinträchtigt. Ein zerstörtes Belüftungssystem motiviert die Erdbewohner unmittelbar zum erneuten Hügelbau. Es soll sensible, lichtscheue Wühler geben, die über diese zerstörerische Maßnahme so verärgert sind, dass sie direkt in Nachbars Garten abwandern. Wer dabei den lebendigen Schaufelbagger fangen will, dem bleibt im Sinne des Naturschutzes nur die Kastenfalle. Gebrauchsanleitung sorgfältig lesen, damit es (wenn überhaupt) auch (zu)klappt. Die beste Zeit für diesen „Undercover-Einsatz“ ist September bis November oder Februar bis Ende April. In dieser Zeit sind Maulwürfe besonders aktiv. Ansonsten bleibt vermutlich nur eine langjährige Freundschaft mit einem Tier der ganz besonderen, schützenswerten Art.

Wenn Maulwürfe arbeiten, graben und kriechen, hilft nur „Gestank“. Einen Reim auf plötzlichen Mief können sich die aushöhlenden, grabenden, ausbaggernden, buddelnden Tierchen vermutlich nicht machen. Vergrämungsmittel nennt der Fachhandel diese Präparate. Vergrämt ist allerdings oft nur der Kunde über das Fiasko seiner Aktion. Fazit: Der Einsatz von Geruch, Lärm, Hochfrequenzen oder, oder, oder…. beeindruckt den Maulwurf vermutlich nur peripher knapp unter der Erdoberfläche.

Kommentar schreiben Donnerstag, 6. April 2006 John Langley

Maulwürfe auf dem Fussballfeld!

immer am Ball - der MaulwurfDie Sächsische Lotto GmbH bringt mit ihrem neuen Online-Fußballspiel KICK-IT! nicht nur WM-begeisterte Internetnutzer, sondern auch Maulwürfe auf das Spielfeld. Neben Spielspaß gibt es unter anderem auch Tickets für die Fußball WM 2006™ zu gewinnen.

Im Spiel geht es darum, über maximal 10 Spielrunden möglichst viele Bälle in das gegnerische Tor zu „kicken“, um dadurch Qualifizierungspunkte für die integrierte Bestenliste zu erreichen. Das besondere an diesem Spiel sind die Gegner, die dem Spieler in Form von frechen Maulwürfen den Weg zum gegnerischen Tor erschweren. Neben der Möglichkeit, die Hügel zu umgehen, stehen dem Spieler per Zufall auf dem Spielfeld erscheinende Trillerpfeifen zur Vefügung. Mit denen kann er die Maulwürfe aus Ihren Löchern verjagen.

Kommentar schreiben Mittwoch, 5. April 2006 M. Morell

Fussball-Filigrantechniker auf sattem Grün

»Maulwurfshügel lassen grüßen. Vor knapp einem Jahr, am 16. April 2005, wurde im neuen Münchener Fußball-Tempel der Rasen verlegt. Doch schon nach nur 22 Spielen musste am 10. November 2005 die gesamte Aktion wiederholt werden, da das Spielfeld sich in einem so üblen Zustand befand, dass ein ordnungsgemäßes Kombinieren für die in Bayern beheimateten Filigrantechniker wie auch für ihre Gäste zur ungewohnten Kärrnerarbeit ausartete.«
Mehr drüber schreibt Erich Stör in seinem BUNTE(s)LIGA-Glossar der Linkszeitung.



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1 Kommentar Dienstag, 4. April 2006 M. Morell

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